Der Wiener Grüngürtel, ein Spezifikum, um das unsere Stadt international beneidet wird, wurde 1995 – 90 Jahre nach der Unterschutzstellung des Wienerwaldes und großer Flächen im Süden Wiens 1905 unter Bürgermeister Lueger – im Nordosten der Stadt geschlossen. Der Plan „Grüngürtel Wien 1995“ wurde am 29.11.1995 vom Gemeinderat beschlossen.

Der grüne Ring um Wien wird von folgenden
Landschaften gebildet:


Der Wiener Grüngürtel, ein Spezifikum, um das unsere Stadt international beneidet wird, wurde 1995 – 90 Jahre nach der Unterschutzstellung des Wienerwaldes und großer Flächen im Süden Wiens 1905 unter Bürgermeister Lueger – im Nordosten der Stadt geschlossen. Der Plan „Grüngürtel Wien 1995“ wurde am 29.11.1995 vom Gemeinderat beschlossen.

Der grüne Ring um Wien wird von folgenden

Landschaften gebildet:

Der Bisamberg als Kulturlandschaft mit seinen Weingärten ist ein zentraler Punkt im Norden der Stadt und zugleich Ausgangspunkt verschiedener Grünverbindungen.
Weiter im Osten erstreckt sich der Grüngürtel über die in Zukunft als Erholungslandschaften ausgestalteten Schotterteiche und Deponien, das harte Rückgrat wird vom alten Bahnhof Breitenlee und Nord-Süd gerichteten Spangen rund um das Flugfeld Aspern gebildet. An dieses Rückgrat sind die landwirtschaftlich genutzten Flächen des Marchfeldes angegliedert.
Die Lobau, Teil des Nationalpark Donau-Auen, ist der nächste große Trittstein.
Prater und Simmeringer Haide bilden die Anknüpfungspunkte am stadtseitigen Donauufer,
von dort setzt sich der Grüngürtel über den Zentralfriedhof und den Goldberg fort zu den Landwirtschaftsflächen südlich Unterlaa, Oberlaa und Rothneusiedl.
Löwygrube, Heuberggstätten und Wienerberg sind Bestandteile des Lueger’schen Grüngürtels und bilden heute den inneren „Kranz der Gärten“. Der Liesingbach ist das verbindende Element zum Lainzer Tiergarten. Dieser und der Wienerwald nördlich des Wienflusses schließen den grünen Gürtel um Wien.
Ergänzt wird der Grüngürtel durch das Band der Donau mit ihren Erholungsräumen (zum Beispiel Donauinsel und Alte Donau).

Diese Landschaften gilt es zu schützen und zu gestalten. Dazu wurden Maßnahmenprogramme ausgearbeitet, welche durch verschiedene Maßnahmen (Widmung, Ausgestaltung und Ankauf) den Grüngürtel Wirklichkeit werden lassen sollen.

Geschichte des Grüngürtels und Entwicklung
der Grünflächen Wiens



Lobau, Panozza Lacke

Bereits im Jahr 1898 wurde diskutiert, „an der Peripherie eine 600 Meter breite Zone von der Bebauung auszuschließen und mit Vegetation zu versehen“, um ausreichende Erholungs- und Vergnügungsstätten bereitstellen zu können.

Vor mehr als 100 Jahren wurde der Grundstein für den Grüngürtel rund um Wien gelegt. Unter Bürgermeister Lueger beschloss der Gemeinderat am 24. Mai 1905 fast 6.000 Hektar – vor allem im Wienerwald und im Süden Wiens – unter Schutz zu stellen.


Lainzer Tiergarten

In den Jahren des Ersten und Zweiten Weltkrieges sowie in der Zwischenkriegszeit wurde aufgrund der herrschenden Not die Grünraumpolitik eher vernachlässigt. Erst in den 1950er-Jahren erfolgte ein wirklich großer und bedeutender Schritt zur Schließung des Grüngürtels. Im Jahr 1956 wurde mit den ersten tatsächlichen Aufforstungen am Laaerberg begonnen.


Wienerwald, Zierleiten

Am 29. November 1995 wurde vom Wiener Gemeinderat im Zuge des grundlegend überarbeiteten Stadtentwicklungsplans (STEP94) beschlossen, den Grüngürtel um Wien nun auch im Nordosten der Stadt zu schließen. Der gesamte Grüngürtel Wiens umfasst rund 19.000 Hektar.
Dazu wurden Maßnahmenprogramme zur Entwicklung öffentlicher Grünflächen in Wien ausgearbeitet, welche durch verschiedene Maßnahmen (Widmung, Ausgestaltung und Ankauf) den Grüngürtel auch für zukünftige Generationen sichern sollen.