Zigarren
Eine Zigarre (v. span. cigarro, abgeleitet von Maya zic, zicar „Tabak/Rauchen“; möglicherweise aber auch von span. cigarra „Zikade“ wegen der länglichen Form ist ein aus Tabak gerolltes, gesundheitsschädliches Genussmittel, das geraucht wird.

Eine Zigarre besteht aus einer Einlage aus getrockneten und fermentierten Tabakblättern, die von einem Umblatt umschlossen werden. Diesen Teil der Zigarre nennt man Wickel. Für die Einlage werden je nach Format geschnittene oder ganze Tabakblätter verwendet. Das Deckblatt ist das äußerste, exakt geschnittene Tabakblatt. Die Einlage wird vom Umblatt in ihrer Form gehalten. Über dem Umblatt liegt dann das Deckblatt. Der bedruckte Ring aus Papier, der manchen Zigarrensorten umgelegt wird, wird Bauchbinde oder Bander*ole genannt.

Zigarrentypen

Zigarren gibt es in vielen unterschiedlichen Formaten. Unterschieden wird nach Länge, Dicke und Form. Eine Zigarre, deren Körper grade (zylindrisch) gedreht ist nennt man Parejo, dagegen ist eine sog. Figurado eine Zigarre mit unterschiedlich dickem Körper.

Das wohl bekannteste Format, die Corona, ist eine Zigarre von ungefähr 140 mm Länge mit einem Durchmesser von etwa 16 mm. Sie besitzt eine zylindrische Form mit flachem Rundkopf. Eigentlich ist „Corona“ ein Sammelbegriff, es gibt Abwandlungen wie die größere Double Corona, die Corona Gorda („dicke“ Corona) oder die kleine Petit Corona.

Die Panatela ist eine dünnere Zigarre mit etwa 14 mm Durchmesser. Im Gegensatz hierzu hat eine Robusto eine Dicke von 19,84 mm. Dicke Zigarren sind nicht zwangsläufig besonders kräftig, im Gegenteil bietet ein im Verhältnis zur Länge großer Durchmesser auch einem leichten Aroma die Möglichkeit zur komplexen Entfaltung.

Das Churchill-Format (benannt nach dem britischen Premierminister Winston Churchill, einem leidenschaftlichen Zigarrenraucher) kombiniert Länge mit Dicke. Sie wurde lange Zeit von den Firmen Alfred Dunhill (London) in Kooperation mit Romeo y Julieta (Havanna/Kuba) eigens für den britischen Premierminister mit personalisierter Bauchbinde produziert.

Der Torpedo, die Piramide (sic) sowie der Belicoso zählen zu den nichtzylindrischen Formaten. Der Name rührt daher, dass sich die Zigarre bis zum Kopfende im Durchmesser pyramidenförmig verkleinert. Ein Figuro-Format hat am Kopf und am Fuß einen kleineren Durchmesser als in der dickeren Mitte.

Als krumme Hunde bzw. Culebras bezeichnet man Zigarren, die in ihrer Form absichtlich geknickt oder gebogen worden sind.

Zigarillos sind sehr dünne und kurze Zigarren. Da der Geschmack, durch den kleinen Durchmesser bedingt, relativ scharf ist, werden oft besonders milde (oder wenig aromatische) Tabake verwendet.

Habano

Habano (im deutschen Sprachraum als Havanna-Zigarre oder kurz Havanna bekannt) ist die Bezeichnung für eine aus Kuba stammende und aus kubanischem Tabak hergestellte Zigarre. Der exklusive Vertrieb dieser Zigarren liegt bei der Firma Habanos SA. Sie hat ihren Namen von der Stadt Havanna geerbt, wo sich der Haupthafen für den Export der Zigarren ins Ausland befand. Auch befinden sich dort die berühmtesten Manufakturen zur Herstellung der Havannas.

Der Name Habano ist reserviert für Zigarren von mindestens drei Gramm Gewicht, die in Kuba unter definierten Qualitätskriterien der dortigen Tabakindustrie hergestellt werden und aus schwarzem Tabak, angebaut in verschiedenen Regionen Kubas, welche auch durch ihre Herkunftsbezeichnung geschützt sind, bestehen. Die teureren Marken der Habano werden ausschließlich per Hand gerollt, die preiswerteren teilweise auch maschinell

Cohiba-Zigarren

Die auf Kuba hergestellten Zigarren der Marke Cohiba sind das Spitzenprodukt der staatlichen Zigarrenmanufaktur Habanos (weitere Marken sind Montecristo, Partagás, Romeo y Julieta, Hoyo de Monterrey, H. Upmann und José L. Piedra). Nach Min Ron Nee bekam Fidel Castro 1963 eine Zigarre von seinem Bodyguard Bienvenido „Chicho“ Pérez, die sein Freund, der Zigarrenroller Eduardo Rivera, für den eigenen Gebrauch fertigte. Castro erkannte die Qualität und ließ sich von Rivera diese Zigarren herstellen.

Die Bezeichnung Cohiba wurde aus der Sprache der Taino-Indianer übernommen und bezeichnet einen Wickel aus Tabakblättern, der von den Ureinwohnern Kubas geraucht wurde. Den Wurzeln der Zigarre wird im Logo der Cohiba Rechnung getragen. Es zeigt den Kopf des Taino-Indianers Hatuey.

Herstellung

Die Zigarren werden weiterhin in der weltberühmten Manufaktur El Laguito hergestellt, deren Vorrecht es angeblich ist, als erste Tabakmanufaktur die Auswahl unter den Tabakblättern der Jahresernte treffen zu dürfen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Zigarren werden die Tabakblätter für die Cohiba Linea Classico dreimal, anstatt nur zweimal (einschließlich der Linea 1492), fermentiert. Im Jahre 2003 wurde die Siglo VI im neuen Format Cañonazo eingeführt.

Alle Formate der Cohiba sind „totalmente a mano” – in reiner Handarbeit gefertigt, lediglich die Pressung der Zigarre erfolgt im sog. Pressstock. Dabei muss der Torcedor über entsprechende Erfahrung verfügen, um die optimale Festigkeit für die fertige Zigarre abschätzen zu können.

Zigarrenrauchen
Landläufig spricht man vom Zigarrenrauchen oder Paffen. Dabei wird der Zigarrenrauch im Unterschied zur Zigarette nicht inhaliert, sondern nur in die Mundhöhle aufgenommen. Um den Geschmack nicht zu beeinträchtigen, ist neben aufwändiger Lagerung auch das richtige Anzünden und eine der Zigarre angepasste Ziehtechnik erforderlich. Zigarren werden deutlich langsamer geraucht als Zigaretten. Als übliches Maß gilt etwa ein Zug an der Zigarre pro Minute. Unabhängig davon bleibt es jedem Zigarrengenießer vorbehalten, den für seinen Geschmack richtigen Rhythmus zu finden.

Landläufig spricht man vom Zigarrenrauchen oder Paffen. Dabei wird der Zigarrenrauch im Unterschied zur Zigarette nicht inhaliert, sondern nur in die Mundhöhle aufgenommen. Um den Geschmack nicht zu beeinträchtigen, ist neben aufwändiger Lagerung auch das richtige Anzünden und eine der Zigarre angepasste Ziehtechnik erforderlich. Zigarren werden deutlich langsamer geraucht als Zigaretten. Als übliches Maß gilt etwa ein Zug an der Zigarre pro Minute. Unabhängig davon bleibt es jedem Zigarrengenießer vorbehalten, den für seinen Geschmack richtigen Rhythmus zu finden.

Beim Anschnitt wird am Kopfende ein Loch geschnitten, durch das der Rauch in den Mund gelangt. Bei Zigarren unterer und mittlerer Preisklassen enthalten die Zigarren an einem Ende eine bereits bei der industriellen Herstellung vorgenommene Einkerbung, um ohne Anschneiden geraucht werden zu können. Dies kommt auch bei Shortfillern vor, da diese meist trocken gelagert und geraucht werden und das Anschneiden des trockenen Deckblattes die Gefahr birgt, dass dieses einreißt. Ist diese Einkerbung nicht vorhanden, was bei sämtlichen handgerollten Marken der Fall ist, muss die Zigarre vor dem Rauchen mit einer Schere oder einem sogenannten Cutter am Kopfende angeschnitten oder angebohrt werden. Das kann mit speziellen Werkzeugen aus dem Fachhandel geschehen. Für diesen Zweck werden im Handel spezielle Zigarrenschneider angeboten. Es wird zwischen Zigarrenscheren, Cutter und Zigarrenbohrern unterschieden, wobei letztere besonders für sehr flache Enden (bei Havannas) besser geeignet sind. Ein guter Anschnitt erzeugt ein Loch von 3/4 der Größe des Zigarrendurchmessers und belässt das Deckblatt ansonsten unversehrt. Bei den Cuttern wird zwischen Modellen mit einer Klinge sowie Modellen mit Doppelklinge unterschieden.

Für längere und dickere Formate empfiehlt sich das Öffnen der Zigarre durch einen Bohrer, mit dem ein kleines Loch in das Ende der Zigarre gebohrt wird. Vorteile sind, dass eventuelle störende Tabakpartikel nicht mit dem Ziehen aufgenommen werden; beim Anschneiden hingegen kommt es auch mit den besten Scheren leider immer wieder zu Verletzungen des Deckblattes. Ferner verbessert sich das Zugverhalten der Zigarre. Das Anbohren einer Zigarre gehört zu einer der ältesten Methoden, Zigarren zu öffnen. Die Methode des Bohrens birgt jedoch auch ihre Nachteile: so sammeln sich in der vergleichsweise kleinen Öffnung schnell Fettsäuren und Tabaksäfte, die den Geschmack der Zigarre während des Rauchens nachteilig beeinflussen können.

Zum Anzünden einer Zigarre sind Benzinfeuerzeuge oder schwefelhaltige Streichhölzer ungeeignet, da diese den Geschmack der Zigarre nachteilig beeinflussen können. Stattdessen wird empfohlen, entweder ein normales Gasfeuerzeug oder einen Holzspan zu benutzen. Das Fußende der Zigarre wird dabei nicht direkt in die Flamme gehalten, sondern langsam über der Flamme gedreht (getoastet), bis sich ein kleiner Aschering gebildet hat. Erst dann nimmt man den ersten Zug. Das Anzünden kann vor oder nach dem Anschnitt erfolgen – je nach Geschmack.

Manche Raucher blasen zum Anfachen der Glut auf das Fußende. Diese Art, eine Zigarre anzuzünden, besitzt zwar einen gewissen „Showeffekt“, allerdings gibt es im Gegensatz zum vorsichtigen Durchpressen von Luft vom Kopfende her, welches beim Anzünden entstandene Bitterstoffe aus der Zigarre bläst, keinen praktischen Vorteil gegenüber dem direkten Anzünden der Zigarre mit einem Gasfeuerzeug.

Beim Paffen der Zigarre darf nicht zu kräftig durchgezogen werden, weil die hierbei entstehenden zu hohen Temperaturen dem Aroma abträglich sind. Ferner sollte auch darauf geachtet werden, nicht zu häufig an der Zigarre zu ziehen, da der Rauch sonst zu heiß werden kann, was letztendlich zu Geschmackseinbußen führt.

Das letzte Drittel der Zigarre dient als Filter und sollte nicht aufgeraucht werden. Gute Longfillerzigarren kann man auch bis zum letzten Viertel rauchen. Die Zigarre wird nicht ausgedrückt, sondern in den Aschenbecher gelegt, wo sie von selbst ausgeht. Zigarillos können auch in einem Glutlöscher ausgemacht werden.

DharmeshKultigesZigarren Eine Zigarre (v. span. cigarro, abgeleitet von Maya zic, zicar „Tabak/Rauchen“; möglicherweise aber auch von span. cigarra „Zikade“ wegen der länglichen Form ist ein aus Tabak gerolltes, gesundheitsschädliches Genussmittel, das geraucht wird. Eine Zigarre besteht aus einer Einlage aus getrockneten und fermentierten Tabakblättern, die von einem Umblatt umschlossen werden. Diesen...