Simmering

11. Bezirk
Fläche: 23,24 km²
Einwohner: 66.881 (1991)
76.899 (2001)
82.826 (2005)

Allgemeine Informationen


Simmeringer Hauptstraße 83 – im Innenhof, 1904/05
Bild aus „August Stauda – Ein Dokumentarist des alten Wien“
erschienen im Verlag Christian Brandstätter – zur Buchbeschreibung

Simmering; im SO der Stadt auf einer Donauterrasse an der Hauptstraße nach Ungarn (alte Römerstraße); 1028 urk. erwähnt als Simanningen. Die Simmeringer Haide umfasst die niedriggelegenen Teile zw. Donaukanal und unterer Schwechat (Gemüsekulturen, Kleinsiedlungen mit ländl. Charakter). Bei der Eingemeindung zu Wien (1890/92) wurden auch Kaiserebersdorf und Teile von Albern einbezogen; 1955 kam der Ort Albern (ab 1938 beim 23. Bez., Schwechat, 1954-55 vorübergehend beim 2. Bez., Leopoldstadt) mit dem Donauhafen zu S. 1803-79 führte durch S. der Wiener Neustädter Kanal; Ostbahn-Linie; kalorisches Kraftwerk (1965).

Text auszugsweise aus

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Magistratisches Bezirksamt:
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Berühmte Bewohner

Die wohl bekannteste Bürgerin Simmerings war die sozialdemokratische Politikerin Rosa Jochmann. Am 19.7.1901 in der Brigittenau als Tochter eines Eisengießers und einer Wäscherin geboren, musste sie schon vierzehnjährig in Simmeringer Fabriken arbeiten. Sie wurde Funktionärin der Chemiearbeitergewerkschaft und 1933 in den Parteivorstand der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei gewählt. Schon im Ständestaat wegen illegaler Tätigkeit bei den „Revolutionären Sozialisten“ in Haft, hatte Rosa Jochmann 1940-1945 für ihre Gesinnung im Frauen-KZ Ravensbrück zu büßen. Nach dem Krieg wurde sie Frauenzentralsekretärin der SPÖ und Vorsitzende des Bundes sozialistischer Freiheitskämpfer und Opfer des Faschismus. Als Ehrenbürgerin der Stadt Wien am 28.1.1994 verstorben, ruht Rosa Jochmann in einem Ehrengrab auf dem Zentralfriedhof.


Ferry Wondra (†1976)
und
Ludwig Zwickl (†1975)

Neben dem Zentralfriedhof, der auch einen evangelischen und jüdischen Teil umfasst, dem Ortsfriedhof von Kaiserebersdorf und dem Simmeringer Ortsfriedhof, auf den die bekannten Kabarettisten Ferry Wondra (+1976) und Ludwig Zwickl (+1975) bestattet sind, besitzt Simmering noch eine besondere Begräbnisstätte, den „Friedhof der Namenlosen“ am Donauufer in Albern.

Textauszug aus

Diem, Peter – Göbl Michael – Saibel, Eva
Die Wiener Bezirke
Ihre Geschichte, ihre Persönlichkeiten, ihre Wappen

Deuticke Verlag
ISBN: 3852234638

Auszugsweise Veröffentlichung
mit freundlicher Genehmigung
des Deuticke Verlages

DharmeshWiener BezirkeSimmering 11. Bezirk Fläche: 23,24 km² Einwohner: 66.881 (1991) 76.899 (2001) 82.826 (2005) Allgemeine Informationen Simmering; im SO der Stadt auf einer Donauterrasse an der Hauptstraße nach Ungarn (alte Römerstraße); 1028 urk. erwähnt als Simanningen. Die Simmeringer Haide umfasst die niedriggelegenen Teile zw. Donaukanal und unterer Schwechat (Gemüsekulturen, Kleinsiedlungen mit ländl. Charakter). Bei der Eingemeindung zu Wien (1890/92) wurden...