Margareten
5. Bezirk
Fläche: 2,03 km²
Einwohner: 51.521 (1991)
49.111 (2001)
52.966 (2005)

Allgemeine Informationen


Franzensgasse 14, 1901
Bild aus „August Stauda – Ein Dokumentarist des alten Wien“
erschienen im Verlag Christian Brandstätter – zur Buchbeschreibung

Margareten entstand 1861 durch Abtrennung vom 4. Bez. ( Wieden). Umfasst die Vorstädte M. (urspr. frei stehender Hof, urk. 1373 erwähnt mit einer der hl. Margarete geweihten Kapelle), Matzleinsdorf (urk. 1136, Name von Gründer Mazilo), Hundsturm (Hunczmühle, bestand ab 1408, Gutshof, im 17. Jh. Jagdgebiet und Weingärten), Laurenzergrund (2. Hälfte 16. Jh.), Nikolsdorf (zw. 1555 und 1568 gegr. Straßendorf) und Reinprechtsdorf (urk. 1270). M. wuchs im 19. Jh. zu einem geschlossenen Wohnviertel zusammen und wandelte sich mit zunehmender Industrialisierung vom Kleinbürger- zum Arbeiterbez. Es wurde seither vollständig verbaut, in der Zwischenkriegszeit entstanden entlang des Gürtels große Gemeindebauten („Ringstraße des Proletariats“). Durch die Wienflussregulierung (1895-1903) und den Bau der Stadtbahn (1896-98 von O. Wagner, 1980 für den Betrieb der U-Bahn-Linie U4 adaptiert, ehem. Stadtbahnstationen Kettenbrückengasse, Pilgramgasse und Margaretengürtel) wurde das Wiental aufgewertet. An der Wienzeile entstanden großbürgerl. Mietshäuser. Im 2. Weltkrieg erlitt M. schwere Bombenschäden, nach dem Krieg war v. a. der kommunale Wohnbau von Wichtigkeit.

Text auszugsweise aus

aeiou – das kulturinformationssystem des bm:bwk
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www.aeiou.at

Magistratisches Bezirksamt:
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Berühmte Bewohner


Hans Moser
(1880 – 1964)

Das Haus Rechte Wienzeile 93 ist das Geburtshaus des großen Volksschauspielers Hans Moser (1880-1964). In dem Biedermeierhaus Laurenzgasse 3 (erbaut 1833) lebte und starb der christliche Sozialreformer Karl Freiherr von Vogelsang (1818-1890). Beim Eingang des Hauses Hamburgerstraße 20, eines sezessionistischen Baus, in dem sich auch das Café Rüdigerhof befindet, erinnert eine Gedenktafel an Ernst Arnold (1890-1962), den Komponisten zahlreicher Wienerlieder („Wann der Herrgott net will…“). Von 1892 bis 1897 wohnte der christlichsoziale Bürgermeister Dr. Karl Lueger (1844-1910) im Haus Hamburgerstraße 9. Eine Gedenktafel mit Portraitrelief erinnert daran.

Textauszug aus

Diem, Peter – Göbl Michael – Saibel, Eva
Die Wiener Bezirke
Ihre Geschichte, ihre Persönlichkeiten, ihre Wappen

Deuticke Verlag
ISBN: 3852234638

Auszugsweise Veröffentlichung
mit freundlicher Genehmigung
des Deuticke Verlages

DharmeshWiener BezirkeMargareten 5. Bezirk Fläche: 2,03 km² Einwohner: 51.521 (1991) 49.111 (2001) 52.966 (2005) Allgemeine Informationen Margareten entstand 1861 durch Abtrennung vom 4. Bez. ( Wieden). Umfasst die Vorstädte M. (urspr. frei stehender Hof, urk. 1373 erwähnt mit einer der hl. Margarete geweihten Kapelle), Matzleinsdorf (urk. 1136, Name von Gründer Mazilo), Hundsturm (Hunczmühle, bestand ab 1408, Gutshof, im 17. Jh....