Floridsdorf

21. Bezirk
Fläche: 44,46 km²
Einwohner: 119.415(1991)
128.228(2001)
136.934(2005)

Allgemeine Informationen


Schiffsmühle im Donaustrom

am li. Donauufer, im westl. Marchfeld. F. wurde 1904 mit den Orten Jedlesee, Großjedlersdorf, Donaufeld, Leopoldau, Kagran, Hirschstetten, Stadlau und Aspern zu Wien eingemeindet, wozu 1910 noch Strebersdorf kam. 1938 verlor F. Kagran, Stadlau, Hirschstetten, Aspern und die Lobau an den neu gebildeten 22. Bez. ( Donaustadt), 1954 erfolgten eine Neuabgrenzung gegenüber dem 22. Bez. und NÖ. und die Eingemeindung von Stammersdorf. – Die Siedlung hieß zunächst „Am Spitz“ und wurde dann nach dem Klosterneuburger Abt Floridus Leeb, der 1786 Klostergründe an Siedler abgegeben hatte, benannt. Ursprünglich v. a. agrarisch, entwickelte sich F. durch zahlr. Ind.-Anlagen, durch die NW-Bahn und die 1885 eingeführte Dampftramway rasch und wurde 1894 zur Stadt erhoben.

Text auszugsweise aus

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Magistratisches Bezirksamt:
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Berühmte Bewohner

Bekannteste Politiker des Bezirks waren Karl Seitz (1869-1950; Bürgermeister 1923-1934) und Franz Jonas (1899-1974), der neben seiner Arbeit als Schriftsetzer und Esperanto-Lehrer viele Funktionen in der sozialistischen Bewegung ausübte. Franz Jonas war 1946-1948 Bezirksvorsteher, 1951 bis 1965 Wiener Bürgermeister und danach bis zu seinem Tod österreichischer Bundespräsident. Der Platz vor dem 1965 fertiggestellten Schnellbahnhof trägt seinen Namen. Das Denkmal für Karl Seitz (1869-1950) steht vor dem nach ihm benannten halbkreisförmigen Gemeindebau in Jedlesee („Gartenstadt“).

Textauszug aus

Diem, Peter – Göbl Michael – Saibel, Eva
Die Wiener Bezirke
Ihre Geschichte, ihre Persönlichkeiten, ihre Wappen

Deuticke Verlag
ISBN: 3852234638

Auszugsweise Veröffentlichung
mit freundlicher Genehmigung
des Deuticke Verlages

DharmeshWiener BezirkeFloridsdorf 21. Bezirk Fläche: 44,46 km² Einwohner: 119.415(1991) 128.228(2001) 136.934(2005) Allgemeine Informationen am li. Donauufer, im westl. Marchfeld. F. wurde 1904 mit den Orten Jedlesee, Großjedlersdorf, Donaufeld, Leopoldau, Kagran, Hirschstetten, Stadlau und Aspern zu Wien eingemeindet, wozu 1910 noch Strebersdorf kam. 1938 verlor F. Kagran, Stadlau, Hirschstetten, Aspern und die Lobau an den neu gebildeten 22. Bez. ( Donaustadt),...