* 17. 12. 1932 Wien, † 10. 10. 1964 ebenda (Selbstmord), avantgardistischer Schriftsteller. Von Beruf Bankangestellter
(bis 1957), wurde Bayer 1951 Mitglied im „Art-Club“, aus dem später die Wiener Gruppe hervorging. Zu gemeinsamen Auftritten kam es in Simultanlesungen, „literarischen cabarets“ (1958/59) und Theateraufführungen. Bayer versuchte in Experimenten mit serieller Texthervorbringung, mit Montagetechniken und mit Wortspielen das der Sprache
innewohnende Täuschungsmoment („es gibt nichts gemeinsames. nur die sprache schafft gemeinsamkeiten“) zu zertrümmern. Sein provokatives Werk stieß zu Lebzeiten meist auf Unverständnis und Ablehnung, heute gilt er als einer der Wegbereiter der Avantgarde nach 1945.