Bundespräsident Dr. Kurt Waldheim beim Empfang im Schloß Klesssheim
am 25. 7. 1986. Im unteren Bild mit dem Salzburger Landesrat Bertl Göttl.
Alle Bilder: © Erhard Gaube

21. 12. 1918 St. Andrä-Wördern (NÖ.), † 14. 6. 2007 Wien, Diplomat und Politiker (ÖVP). 1968-70 BMin. f. Auswärtige Angelegenheiten, 1971-81 Gen.-Sekr. der UNO. 1971 unterlag er als ÖVP-Kandidat bei den Bundespräs.-Wahlen F. Jonas, 1986 erneute Kandidatur. Das zögernde Informieren über seine Rolle als Offizier der dt. Wehrmacht im 2. Weltkrieg löste internat. Kritik aus. Nach seiner Wahl zum Bundespräs. (1986-92) war er auf diplomat. Ebene isoliert. Die Wahl W. zum Bundespräs. war Auslöser einer grundsätzl. Diskussion über Ö. Rolle in der NS-Zeit.
Kurt Waldheim (1918-2007)

Bundespräsident von 1986 bis 1992

Kurt Waldheim stammt aus St. Andrä-Wördern/Niederösterreich. Nach Matura, Militärdienst beim Österreichischem Bundesheer, Konsularakademie und dem Beginn eines Jusstudiums wurde er zur Deutschen Wehrmacht eingezogen und war Offizier an verschiedenen Fronten des Zweiten Weltkrieges. Nach 1945 trat Waldheim in den auswärtigen Dienst ein. Es folgten diplomatische Stationen in Paris, bei den Vereinten Nationen in New York sowie in Ottawa. 1968 wurde er von Bundeskanzler Dr. Josef Klaus zum Außenminister berufen, ging aber bereits 1970 als Botschafter Österreichs zur UNO. Als Präsidentschaftskandidat der ÖVP unterlag er 1971 knapp gegen den amtierenden Bundespräsidenten Franz Jonas. 1971 wurde er zum Generalsekretär der UNO gewählt und 1976 für weitere fünf Jahre wiederbestellt. 1982-1984 war er Professor an der Georgetown University in Washington D. C. Am 8. Juni 1986 wurde er als Kandidat der ÖVP zum österreichischen Bundespräsidenten gewählt. Dr. Kurt Waldheims Amtszeit endete am 8. Juli 1992. Er starb am 14. Juni 2007.
Bundespräsidentenwahl 1986
1. Wahlgang, 4. Mai 1986:

Abg. Gült. Stimmen
Kandidat absolut in %
Dr. Kurt Steyrer 2061104 43,7
Dr. Kurt Waldheim 2343463 49,6
Dr. Otto Scrinzi 55724 1,2
Freda Blau-Meissner 259689 5,5

2. Wahlgang, 8. Juni 1986:

Abg. Gült. Stimmen
Kandidat absolut in %
Dr. Kurt Steyrer 2107023 46,1
Dr. Kurt Waldheim 2464787 53,9
© 2007 Präsidentschaftskanzlei
Bundespräsident a.D. Dr. Kurt Waldheim verstorben
Wien (OTS) – Die österreichische Präsidentschaftskanzlei gibt im Einvernehmen mit Frau Elisabeth Waldheim und ihrer Familie Nachricht, dass Bundespräsident a.D. Dr. Kurt Waldheim am Donnerstag, dem 14. Juni 2007 im 89. Lebensjahr nach kurzer schwerer Krankheit in Wien verstorben ist.

Dr. Kurt Waldheim wurde am 21. Dezember 1918 in St. Andrä-Wördern/Niederösterreich geboren.

Nach seiner Matura absolvierte er den Militärdienst beim österreichischen Bundesheer und die österreichische Konsularakademie und begann anschließend das Studium der Rechtswissenschaften.

Zur deutschen Wehrmacht eingezogen war Kurt Waldheim als Offizier an verschiedenen Fronten des 2. Weltkrieges tätig. Noch während des Krieges vollendete er nach einer Verwundung in Russland sein Studium mit dem Doktorat der Rechtswissenschaften.

1945 trat Waldheim in den Auswärtigen Dienst ein und diente in diplomatischen Missionen in Paris, bei den Vereinten Nationen in New York sowie in Kanada.

Von 1968 bis 1970 war Dr. Kurt Waldheim Außenminister der Republik Österreich.

1971 wurde er Generalsekretär der Vereinten Nationen und 1976 für weitere 5 Jahre in dieses hohe Amt wiederbestellt.

1982-1984 war er Professor an der Georgetown University in Washington D.C.

Am 8. Juni 1986 wurde er zum Bundespräsidenten der Republik Österreich gewählt. Seine 6jährige Amtszeit endete am 8. Juli 1992.

Bundespräsident Dr. Heinz Fischer hat Frau Elisabeth Waldheim zum Ableben seines Amtsvorgängers seine tief empfundene Anteilnahme zum Ausdruck gebracht.

Der Bundespräsident hat veranlasst, dass die Fahne der Präsidentschaftskanzlei auf Halbmast gesetzt wurde.
Rückfragehinweis:
Österreichische Präsidentschaftskanzlei
Presse und Informationsdienst
Tel.: (++43-1) 53422 230
mailto:pressebuero@hofburg.at
http://www.hofburg.at

DharmeshPersonen21. 12. 1918 St. Andrä-Wördern (NÖ.), † 14. 6. 2007 Wien, Diplomat und Politiker (ÖVP). 1968-70 BMin. f. Auswärtige Angelegenheiten, 1971-81 Gen.-Sekr. der UNO. 1971 unterlag er als ÖVP-Kandidat bei den Bundespräs.-Wahlen F. Jonas, 1986 erneute Kandidatur. Das zögernde Informieren über seine Rolle als Offizier der dt. Wehrmacht im...