(eigentlich C. Ludwig), * 28. 8. 1940 Pressburg (Bratislava, Slowakische Republik), Maler, daneben Musiker und Schriftsteller sowie erfolgreicher Segelsportler (3-mal österreichischer Staatsmeister). Studierte an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien bei E. Bäumer, ab 1966 enge Kontakte zum Wiener Aktionismus. Stand anfangs der Objekt- und Aktionskunst („Objekterfindungen“) nahe, wobei Attersee durch die Einbindung von Musik, Sprache, Fotografie, Film usw. eine neue Form des
Gesamtkunstwerks schuf. In der Folge traten Zeichnung und Tafelbild immer stärker in das Zentrum; besondere Bedeutung kam dabei den Themen Sexualität und Naturerfahrung zu. Für die meist in Acrylmalerei ausgeführten Werke sind der figural-symbolische Stil, die Verwendung leuchtender Farben und der dynamische Pinselstrich, durch den über die Bildfläche hinaus der Rahmen in das Werk einbezogen wird, kennzeichnend. Als Sprachkünstler verwendet Attersee in seinen Bildern häufig Textelemente. Im Rahmen von Ausstellungen gestaltet er Inszenierungen mit Musik und Literatur teilweise gemeinsam mit Künstlerfreunden. Attersee vertrat Österreich 1984 bei der Biennale in Venedig, ist seit 1992 Professor an der Universität für angewandte Kunst in Wien und gehört zu den international meistbeachteten österreichischen Künstlern. Großer Österreichischer Staatspreis 1998.