Wien
Heribert Mader
Christian Brandstätter Verlag

Heribert Mader reflektiert in seinen Bildern die Wahrnehmung von
Realität, ihre Veränderung im Wechsel der Tageszeiten und beim Wechsel des Standortes. Er befreit die Farbe zu voller Selbstständigkeit und treibt die Auflösung der Form bis an die Grenzen einer
atmosphärisch flimmernden Malerei.

Heribert Mader hat eine große Zahl an Wien-Blicken in seinen stimmungsvollen, lichtdurchfluteten Aquarellen und Ölgemälden festgehalten.

In diesem Band werden nun diese Bilder den Photographien gegenübergestellt, die als Vorlagen für die Malerei gemacht wurden.
So entsteht ein interessantes Spannungsverhältnis zwischen der „Vorlage“ und dem künstlerischen Werk, das Momente der photographischen Wiedergabe aufnimmt und transformiert.

Heribert Mader ist kein Vertreter des populären Aquarells, hier findet eine ernsthafte Auseinandersetzung mit diesem Medium statt.
Er jongliert nicht mit Zufälligkeiten und schönen Effekten, vielmehr sind seine Wienimpressionen lichtdurchflutete Raumerlebnisse, Gesamtkonzeptionen, die sich nie in Details verlieren oder nur vordergründige Schönheiten manifestieren. Eine nachdenkliche,
imaginäre Stimmung schwebt über dieser Metropole, wie eine
Botschaft aus einer anderen Welt.
Die Vielbeschriebene


Wien, St. Stephan
2004. Aquarell, 32 x 45 cm


Wien an der Donau, auf lateinisch, italienisch und spanisch: Vienna,
von den Polen und Slavoniern: Widen; von den Türken: Beez, von
den Franzosen: Vienne, von den Alterthumsforschern aber Vindobona genannt, ist eine der berühmtesten Städte der Welt.
Beschreibung Wien, 1770

Wiener Finale

Wien, Leopoldstadt mit Riesenrad
2004. Aquarell, 32 x 45 cm

Es ist eine kleine Stadt, die zu groß wird und Angst davor kriegt. Dies ist ihr Reiz: das aus allem Werden und Wachsen überall noch eine liebe kleine Stadt der stillen allten Zeit schaut.
Hermann Bahr, 1907
Maria am Gestade

Wien, Innere Stadt mit Maria am Gestade
2004. Aquarell, 32 x 45 cm

Aber die „Maria am Gestade“ dünkt uns wienerisch schlechthin in ihrer sanften Gefälligkeit, wie sie als ganzer Bau klein, doch wohlbeschaffen in unregelmäßiger Anlage einen schmalen Platz wie eine Felsenbrüstung oder wie das Vorderdach eines Schiffs ausfüllt mit schlang zusammengenommener wirksamer Fassade mit den Kuppelbaldachinen über Statuen am Portal.
Otto Stoessl, 1933
Heribert Mader
geboren 1937 in Steyr, Oberösterreich, besuchte von 1955 bis 1960 die Akademie der bildenden Künste in Wien; Studium der Kunsterziehung und Malerei bei Albert Paris Gütersloh, Diplom bei Herbert Boeckl, Lehramtsprüfung für Kunsterziehung, Werkerziehung und Geschichte.
Seit 1960 arbeitete Heribert Mader als Kunsterzieher am Bundesgymnasium in Steyr. Von 1985 bis 1997 wirkte der Künstler als Fachinspektor für Bildnerische Erziehung und Werkerziehung in Oberösterreich. Von 1996 bis 2003 hatte er einen Lehrauftrag an der Akademie der bildenden Künste in Wien inne.
Er lebt und arbeitet in Hinterbrühl und in Wien.

DharmeshKunstWien Heribert Mader Christian Brandstätter Verlag Heribert Mader reflektiert in seinen Bildern die Wahrnehmung von Realität, ihre Veränderung im Wechsel der Tageszeiten und beim Wechsel des Standortes. Er befreit die Farbe zu voller Selbstständigkeit und treibt die Auflösung der Form bis an die Grenzen einer atmosphärisch flimmernden Malerei. Heribert Mader hat eine große Zahl an...