Das Loos Haus wurde 1910/1911 nach Plänen von Adolf Loos erbaut. Da bei einem Ideenwettbewerb für ein neues Geschäftsgebäude für das Schneiderunternehmen Goldman & Salatsch kein geeigneter Entwurf gefunden wurde, beauftragte man 1909 Adolf Loos mit dem Bau. Ursprünglich war ein anderer Entwurf geplant, doch im Juli 1910 brachte Loos, zum Entsetzen aller, eine glatte Fassade ohne Verzierungen an. Dies wurde besonders vom Gemeinderat kritisiert und erregte auch bei den Wienern großen Anstoß. Daher wurde ein vorläufiger Baustop verhängt. Dieser wurde 1912 wieder aufgehoben, nachdem sich Adolf Loos bereiterklärt hatte, an den Fenstern Bronzeblumenkästen anzubringen. Heute noch heißt dieses Haus auch das „augenbrauenlose“ Haus.
Die Säulen des Looshauses haben keine tragende Funktion sondern sollen eine Verbindung mit der Hofburg und dem Michaelerplatz erzeugen. Das erkennt man daran, dass die Säulenkapitelle ein Stück vorgerückt sind. Die Bay-Windows zeigen den englischen Einfluss. Aufgrund des trapezförmigen Grundrisses des Hauses erscheint der Platz sehr groß und weit. Eine Besonderheit ist auch, dass sich in der äußeren Glaswölbung die ganze Fassade der Hofburg spiegelt.
Innen ist das Haus mit Pyramidenmahagoni und Spiegeln ausgestattet. Auch die anderen Einrichtungsgegenstände wurden von Adolf Loos bis ins Detail geplant. Alle Möbel hatten Füßchen aus Eisen oder Kupfer, damit beim Reinigen nichts beschädigt wurde. Die Nietköpfe wurden nicht verdeckt, sondern als Zierde verwendet. Der untere Raum war früher ein Schneidersalon, der obere wurde für die Buchhaltung genutzt. Heute ist in diesem Gebäude eine Bank untergebracht.

DharmeshKunstDas Loos Haus wurde 1910/1911 nach Plänen von Adolf Loos erbaut. Da bei einem Ideenwettbewerb für ein neues Geschäftsgebäude für das Schneiderunternehmen Goldman & Salatsch kein geeigneter Entwurf gefunden wurde, beauftragte man 1909 Adolf Loos mit dem Bau. Ursprünglich war ein anderer Entwurf geplant, doch im Juli 1910 brachte...