Ludwig van Beethoven (1770 – 1827) wohnte im Sommer 1803 im Wiener Vorort Oberdöbling, der damals von Feldern, Gärten und Weinbergen umgeben war. Wie viele wohlhabende Wiener Bürger verbrachte er die Sommerfrische vor den Toren der Stadt. Hier entstand zwischen Mai und November 1803 ein großer Teil von Beethovens 3. Symphonie, der „Eroica“. Das Werk begründete Beethovens Ruf als Revolutionär der Musik. Es übertrifft alle seine bisherigen Kompositionen an Länge wie auch an Kühnheit und Ideenreichtum.


Bilder Schauräume: © Wienmuseum


Ursprünglich Napoleon Bonaparte gewidmet, machte Beethoven die Widmung rückgängig, als er im Dezember 1804 von der Kaiserkrönung des bisherigen Ersten Konsuls von Frankreich erfuhr. Mit Widmungen seiner Kompositionen an die meist hochadeligen Gönner pflegte er seinen Dank für die finanzielle Unterstützung auszusprechen. So war die Waldstein-Sonate, die Klaviersonate op. 53, seinem Förderer Ernst Graf Waldstein (1762 – 1823) zugedacht. Mit dem Tripelkonzert op. 56 (für Violine, Violoncello und Klavier) drückte er seine Verbundenheit mit dem Fürstengeschlecht Lobkowitz aus.
Beide Werke entstanden etwa gleichzeitig zur „Eroica“. Für diese Symphonie reservierte sich Franz Joseph Maximilian Fürst Lobkowitz (1772 – 1816) das Aufführungsrecht für ein halbes Jahr. Sie wurde in seinem Palais uraufgeführt, wo sein Privatorchester sie vor einem kleinen Kreis geladener Gäste zur Anhörung brachte.

Eroicahaus – Wien Museum

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