Dorotheum GmbH & Co KG
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Zum ersten, zum zweiten, und zum dritten!
Über 300 Jahre Dorotheum
Die Geschichte einer österreichischen Institution
Von 1707 bis heute

Bei den erfolgreichsten Auktionen in der Geschichte des Dorotheum mit Weltrekord- und Spitzenpreisen konnten wir im Jubiläumsjahr 2007 herausragende Verkaufserfolge erzielen. Seit nunmehr über 300 Jahren schreibt sich das österreichische Traditionsunternehmen, nach seiner Privatisierung in österreichischen Händen bleibend, in die Geschichte des


Landes. 1707 regierte Kaiser Joseph I., auf dessen Wunsch das „Wiener Versatz- und Fragamt“ im April desselben Jahres von ihm höchstselbst eröffnet wurde. Versteigerungen waren seit jeher auch Bestandteil dieses „Amtes“, deshalb gilt das Dorotheum heute als ältestes der führenden Auktionshäuser weltweit. 300 Jahre nach seiner Gründung ist aus dieser lokalen Einrichtung ein modernes, stark international vertretenes und orientiertes Unternehmen mit rund 470 Mitarbeitern und damit das größte Auktionshaus im deutschsprachigen Raum geworden. Mit seinen 600 Auktionen im Jahr bedient
das Dorotheum heute über 40 Sparten, in denen insgesamt 100 Experten mit Rat und Tat zur Seite stehen. 27 Standorte in Österreich und Repräsentanzen in Mailand, Brüssel, München, Düsseldorf und Prag haben den Namen Dorotheum in das Bewusstsein nicht nur der österreichischen Bevölkerung eingeschrieben. Besonders das Stammhaus in der Dorotheergasse, das „Palais Dorotheum“, erweist sich als Publikumsmagnet und ist bekannt für Wien wie der Stephansdom und die Sachertorte. Es ist ein Stück österreichischer Identität, durch die neue Geschäfts-Strategie auch international zunehmend beachtet und geschätzt.
Das älteste der großen Auktionshäuser der Welt
Doch was geschah, bevor das Palais das Stammhaus des international renommierten Dorotheum wurde? Das ursprüngliche Versatz- und Fragamt von 1707 war auch schon in der Wiener Innenstadt untergebracht. Aber erst das 1787 neubezogene Haus war Identitäts- und vor allem Namens-stiftend: Dorotheum. Der Name leitet sich vom aufgelassenen Dorotheer-Kloster ab, an dessen Stelle neu adaptierte Räumlichkeiten den Handel und Auktionsbetrieb besser möglich machten. Einen besonderen Höhenflug erfuhr das Auktionswesen seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. In 13 Auktionssälen fanden Versteigerungen statt. Kaiser Franz Joseph gab den Auftrag zum Neubau des Palais auf demselben Grund und Boden des ehemaligen Dorotheer-Klosters, gestaltet nach den Plänen des bekannten Ringstrassenarchitekten Emil von Förster und nahm 1901 die feierliche Eröffnung vor. Förster sollte Prunkvolles schaffen, ohne verschwenderisch zu wirken. Der offizielle Titel „Dorotheum“ für das Haus war nach dem Ende der Monarchie, 1918, eingeführt worden. Die Anziehungskraft des Gebäudes, welches durch den Zweiten Weltkrieg stark in Mitleidenschaft gezogen war, hält sich bis heute. Von der historischen Bausubstanz zeugt unter anderem die „Kielmansegg-Mauer“ in der derzeitigen Hof-Ladezone des Dorotheum. Hier ließ man Grabsteine und Reliefe in die nach dem Statthalter Graf Kielmansegg, einem strukturellen Erneuerer des Dorotheum, benannte Mauer ein.

Kielmansegg legte den Grundstein zum modernen Auktionshaus, indem er auch die Unterteilung in Sparten einführte. Waren die Auktionen und Ihre Kataloge zuvor noch eine Mischung verschiedenster Kunst-, Antiquitäten-
und Sammelsparten, so entstand 1900 zuerst eine eigene Kunstabteilung und auch die Numismatik-Abteilung. Derzeit werden über 40 Antiquitäts- und Sammelsparten in rund 600 Auktionen jährlich angeboten. Selbst das österreichische Kaiserhaus ist Gegenstand einer eigenen, äußerst beliebten und erfolgreichen Auktion geworden. So holt die Geschichte jeden ein …

Die neuen räumlichen Gegebenheiten dieses 1901 eingeweihten Innenstadtpalais und verstärkte Nachfrage ließen das Auktionswesen florieren, man veranstaltete auch zahlreiche Sonderauktionen. Besonders prominente Sammlungen kamen in der Zwischenkriegszeit zum Aufruf. So wechselte der Nachlass der österreichischen Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner (1843-1914) den Besitzer ebenso wie 1921 die gesamte Einrichtung des Salzburger Schlosses Klessheim, einst im Besitz von Erzherzog Ludwig Viktor. Ein Grossteil der Sammlung von Albert Figdor, einem der größten Privatsammler Europas, gelangte ebenfalls im Dorotheum zum Aufruf.

Die Versteigerungssäle waren um den zentralen, einzigartigen Hauptraum, heute Kaiser Franz Joseph-Saal benannt, gruppiert. Heute nutzt man diese Säle, jeder nach einer für die Geschichte des Dorotheum bedeutenden historischen Person benannt, unter anderem für Schaustellungen der Auktionsobjekte. Der mit über 170 Sitzplätzen bestückte Auktionssaal, der „Ludwigstorff-Saal“, leitet sich vom Namen dieses kaiserlichen Beraters ab. Sein Urururenkel heißt übrigens Georg Ludwigstorff, heute seines Zeichens hochgeachteter Silber-, Orden- und Kaiserhaus-Experte des Dorotheum.

In der Zeit der NS-Herrschaft bis zum Endes des Zweiten Weltkrieges 1945 wurden wichtige Positionen im Dorotheum mit regimetreuen Personen besetzt, man benutzte die Infrastruktur des Hauses für Versteigerungen arisierten Gutes, führte allerdings nie selber Arisierungen durch. Der neuen, heutigen Geschäftsführung des Dorotheum war die Aufarbeitung der Geschichte des Hauses ein besonderes Anliegen. Mit der Veröffentlichung des 2006 erschienenen, in Auftrag gegebenen und von unabhängigen Fachleuten verfassten Historikerberichts und der Einzahlung von 32 Millionen Dollar aus dem Verkaufserlös an den „Allgemeinen Entschädigungsfond für Opfer des Nationalsozialismus“ setzte man Zeichen. Eine eigene neue, international vernetzte Abteilung für Provenienzforschung prüft Kunstobjekte, die heute zur Versteigerung kommen auf ihre Herkunft.
Dorotheum Galerie und Dorotheum Juwelier – Antiquitäten und Schmuck
Seit 1978 ist der Handelsbereich ein weiterer Geschäftsbereich des Dorotheum. In Verkaufsgalerien, heute Dorotheum Galerie genannt, kann jeder unabhängig von Auktionen Kunst- und Dekorgegenstände sowie Antiquitäten sofort erwerben. Dieser Zweig ist gemeinsam mit Dorotheum

Juwelier eines der drei Standbeine des Dorotheum im Jubiläumsjahr 2007. Seit zwei Jahren wirbt die charismatische Sängerin Sandra Pires für die schmucken Stücke von Dorotheum Juwelier. Traditionellen Silber- und Goldschmuck, Armbanduhren sowie eine modische Trend-Linie offerieren 27 Standorte in Österreich und machen damit das Dorotheum zum größten Schmuckanbieter des Landes. Dorotheum Juwelier kreierte die Goldschmuck-Linie d´oro sowie die Uhren-Schiene doroChron. Seit 2006 stieg man in die Luxusliga ein mit dem exklusiv für das Dorotheum produzierten Label Dorotheum Juwelier exklusiv. Die Ausweitung ins internationale Juwelengeschäft bereitete der Kauf der größten ungarischen Schmuckhandelskette OREX – eine Traditionsfirma, die ihren Namen weiterhin behält – im Jahre 2004.Um bei Superlativen zu bleiben: Das Dorotheum Wien verfügt über das modernste Juwelenlabor des Landes. Hier steht das in Österreich einzigartige Gerät namens „Diamond Sure“, welches natürliche von künstlichen Diamanten unterscheiden kann. Das Juwelenlabor prüft nicht nur Juwelen für die Auktionen, sondern erstellt Gutachten und Zertifikate über die Echtheit und Qualität von Steinen, führt Schätzungen in allen Handelsstufen durch.
Dorotheum Pfand- Finanzdienstleistung
mit großer Tradition

Dorotheum Pfand heißt der zweite historische Geschäftszweig, dessen Idee rein karitativer Natur war. Das Versatzamt und das Fragamt, letzteres auch eine Vermittlungsstelle für Wohnungen etc., sollten den Zinswucher eindämmen und die Erlöse teilweise den Armenhäusern zu Gute kommen. Heute versteht das Dorotheum seine Dienstleistung als Finanzservice, das nach wie vor gefragt ist. Der hohe Stammkundenanteil gibt ihm Recht. Ein Pfanddarlehen kann rasch und unbürokratisch kurze finanzielle Engpässe überbrücken. Dass dies genauso genutzt wird, zeigt sich auch in der Tatsache, dass 90 Prozent aller Pfänder wieder ausgelöst werden.
Ein modernes Haus mit viel Charme

Das Dorotheum heute setzt vor allem bei Auktionen auf seine Internationalität und seine Stärke im Bereich der modernen und zeitgenössischen Kunst. Eine laufende Modernisierung des Hauses, konzeptuell wie architektonisch, soll den Charme und den Charakter des 300-jährigen Traditionsunternehmens natürlich beibehalten. So lautet das Credo der neuen Eigentümer, die seit 2001 die Geschicke des bis dato staatlichen Dorotheum leiten. Die

österreichische OneTwo Management- und Beteiligungs-GmbH, unter anderem mit Erwin Soravia und Christoph Dichand, erwarb das Traditionshaus. Die beiden geschäftsführenden Gesellschafter, Martin Böhm, verantwortlich für Auktionen, und Lucas Tinzl, Herr über Handel und Pfand, führen das Unternehmen engagiert weiter – und, was man an den Umsätzen ablesen kann, äußerst erfolgreich. Kunstliebhaber, Händler und Topsammler aus aller Welt wissen, dass Kunstkauf wie -verkauf eine Sache des Vertrauens ist. Im Dorotheum können Sie auf Fachkompetenz und Erfahrung zurückgreifen. Auch ein perfekter Internetauftritt gehört da selbstverständlich dazu (www.dorotheum.com).
Dorotheum international
Internationalisierung war schon vor der Neuübernahme angestrebt worden, mit der Gründung des Dorotheum Prag gleich nach der Ostöffnung 1992 und 1996 mit der Eröffnung der Repräsentanz in Brüssel. Der neuen Geschäftsführung lag ein verstärktes Kundenservice in den beiden für das Dorotheum bedeutendsten Ländern am Herzen: Schlag auf Schlag folgten Repräsentanz-Eröffnungen in Düsseldorf und München (2003) sowie Mailand (2005). Zagreb folgte im Jahre 2006. Schwerpunkte des umfangreichen Kundenservice dieser Repräsentanzen sind fachliche Beratung beim An- und Verkauf von hochwertigen Kunstwerken, die Ausstellungen von Auktionshighlights und die kompetente Betreuung und Unterstützung in allen Fragen rund um Dorotheum-Auktionen. Experten des Dorotheum Wien begutachten zudem an „Beratungstagen“ überbrachte Kunst- und Sammelgegenstände, die für eine Dorotheum-Auktion in Frage kämen. Diese Beratung ist unverbindlich und kostenlos.
Dorotheum als Kunstmäzen
Das Dorotheum zählte seit jeher zu einem Fixpunkt in der österreichischen und Wiener Kultur- und Gesellschafts-Szene.
Nicht nur die glanzvollen Abende bei den Ausstellungs-Eröffnungen der jeweiligen Auktionsobjekte bleiben im Gedächtnis, auch die Aktivitäten für das zeitgenössische Kulturleben. Das Dorotheum ist als Sponsor
des MUMOK (Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien) immer wieder Veranstalter der höchst populären „Museumstage“, bei dem
das Publikum freien Eintritt hat. Außerdem finanzierte es den
permanent installierten „White Cube“ des renommierten Künstlers
Heimo Zobernig, eine Verbindungsbrücke im Museum.
Das Dorotheum initiierte die Gründung des „Art Cluster Vienna“, einer Vereinigung sämtlicher großer Wiener Kunsthäuser, Museen und

Kunsthochschulen, die in der Verbindung mit Kunst und Wirtschaft den Standort Wien vermehrt international propagieren wollen. Ein großes Zeichen setzt der Art Cluster seit 2004 mitder zeitgleich zur Gegenwartskunstmesse Viennafair im April stattfindenden „Vienna Art Week“, einer Woche der Kunst mit Sonderveranstaltungen wie Spezialführungen, Art-Dinners, Panel-Diskussionen u. v. m. Seit 2006 wird auch der gemeinsam mit der Galerie Sanct Lucas, dem Liechtenstein Museum und der LGT veranstaltete, mit 25.000 Euro dotierte „viennaartbookaward“ vergeben.
Dorotheum Auktionen: Mehr als 40 Sparten, 100 Experten und 600 Auktionen
Hauptattraktion des Dorotheum und von 1707 an im Gründungspatent festgeschrieben sind zweifellos die Auktionen. Rund 600 jährlich wickelt das engagierte Team in den Bundesländern, in Prag und vor allem in Wien ab. Das Wiener Palais Dorotheum gibt freilich für die international bedeutendsten und größten Auktionen eine glänzende Bühne ab. Vor allem die vier jährlichen „Auktionswochen“ locken Kunstliebhaber aus aller Welt in die Donaumetropole. Die Schwerpunkte in jenen Wochen liegen bei Top-Stücken aus den Bereichen Moderne und zeitgenössische Kunst, Kunst des 19. Jahrhunderts, Silber, Glas und Porzellan, Juwelen, Uhren, Jugendstil, Möbel, Skulpturen, Meisterzeichungen sowie ein Dorotheum-Klassiker für sich, die Alten Meister.

Bei den Alten Meistern, der umsatzstärksten Sparte des Dorotheum, baute das Haus seine führende Rolle für Kontinentaleuropa aus – dank des charismatischen Experten Peter „il Lupo“ Wolf. Er war es auch, der sprichwörtliche Kellerschätze ins Licht der Auktionen und Öffentlichkeit brachte. So etwa 1992, als er ein Gemälde als von Hans von Aachen stammend erkannte – was anschließend auch wissenschaftlich bewiesen wurde. Experten wie Peter Wolf profitieren von ihrer jahrelangen Erfahrung, die dieses Bauchgefühl und die Intuition erst möglich machen. Die Spur jenes Aachen-Meisterwerks hatte sich im Laufe der Jahrhunderte verlaufen, und durch das Dorotheum fanden „Tarquinius und Lucretia“ schlussendlich für umgerechnet 472.000 Euro einen Platz im weltberühmten Wiener Kunsthistorischen Museum. Diese Bild-Geschichte illustriert die Faszination und Magie von Auktionen, die nie wirklich vorhersehbar und „planbar“ sind. Jede Menge Spannung ist garantiert.

In enger Konkurrenz zu den Alten Meistern stehen aber inzwischen die Sparten der Moderne sowie Design. Zeitgenössische Kunst ist heute ein Schwerpunkt des Hauses, das hier mit einem internationalen Angebot punktet. Nicht zuletzt auch Dank der Zugänge, die sich durch die Repräsentanzen in den verschiedenen Ländern eröffnet haben. Die boomende Sparte Design wurde vor 11 Jahren von Expertin Dr. Gerti Draxler ins Leben gerufen. Dank ihrer kontinuierlichen Aufbauarbeit ist es gelungen, das Dorotheum zur ersten Adresse in Kontinentaleuropa für Designsammler zu machen. Die zweimal im Jahr stattfindenen Auktionen setzen ständig neue Rekorde für das Haus.

Das Dorotheum besitzt die zu versteigernde Ware zu keiner Zeit, es ist Kommissionär. Und für diese Leistung verlangt es eine Gebühr.
Mitsteigern kann man im Auktionssaal selbst, über Telefon oder schriftlich mittels Kaufauftrag. Wer nicht persönlich aufscheinen will, lässt sich von einem Sensal vertreten. Der Auktionator oder auch die Auktionator-Doppelconference liest die Titel und den Ausrufungspreis des jeweiligen Objektes vor, zur Bildillustration dient eine Projektion an der Wand.

Der Ausrufpreis liegt meist unter dem vom Experten geschätzten Wert. Die Preissprünge erfolgen nach einem genauen Schema. So kann es sein dass man Glück hat und sein Objekt der Begierde ganz besonders günstig mit nach Hause nimmt. Oder zwei Menschen „streiten“ so lange, bis der Preis in ungeahnte Höhen schnellt. Wohlverdient, denn bei solchen Werken handelt es sich oft um ganz selten am Kunstmarkt vorkommende Ware oder genau um das eine Stück, das die Sammlung komplettiert.

„Der Hammer fällt“ heißt es gemeinhin bei Auktionen, wenn nach „Zum ersten, zum zweiten…“ das erlösende „…und zum dritten“ des Auktionators ertönt. Im Falle des Dorotheum ertönt die Auktionsglocke – ein weiteres Spezifikum des Hauses, genauso wie das Dorotheum-Rot und die unverwechselbare Grafik seiner über 100 Auktionskataloge jährlich. Es sind ja rund 40 Sparten, die das Auktionshaus abdeckt: Ein breites Spektrum von historischen Armbanduhren über klassische Kunstwerke bis hin zu Oldtimern, historischen wissenschaftlichen Instrumenten oder Design.
Immer wieder Weltrekorde
Rekordpreise, ja Weltrekordpreise, waren in den vergangenen Jahren im Dorotheum auch ein Zeichen, dass das fünftgrößte Auktionshaus der Welt auch in der oberen Liga mitspielt. Preisbildende Faktoren bei Kunstwerken sind einmal der Künstler, der Erhaltungszustand, die Provenienz sowie das Motiv. Eine besondere Herkunft und Geschichte des Werkes, seine Provenienz, adelt es zusätzlich und macht es besonders attraktiv. Eines der teuersten versteigerten Kunstwerke stammt von einem Werkstattkollegen Rembrandts und zeigt einen jungen Mann im Halbprofil: Bei einem Schätzwert von 20.000 bis 30.000 Euro brachte es das Bild des Jan Lievens auf sensationelle 912.000 Euro. Die teuerste, jemals in Österreich versteigerte historische Armbanduhr war mit 390.000 Euro eine Patek-Philippe-Minutenrepetition. Sie stammte aus der 2005 insgesamt sehr erfolgreich versteigerten Sammlung des Chirurgen Heinrich Lill, deren Erlös von 3,26 Millionen Euro dem Verein „Rettet den Stephansdom“ zu Gute kam. Eine weitere Nachlass-Auktion 2005, jene des Fürsten Palffy, konnte einen Gesamtumsatz von 1,1 Mio Euro aufweisen. Internationales Aufsehen erregte der bis dato höchste auf Auktionen erzielte Preis für ein Werk des italienischen Malers Mario Schifano. „New York 65. L’inverno attraverso il museo“ (1965) – Dieser Preis demonstrierte unter anderem, wie sehr das verstärkte Engagement des Hauses in Italien sich bereits bemerkbar macht. Highlight bei den Gemälden des 19. Jahrhunderts war Georg Ferdinand Waldmüllers Spitzenwerk „Die unterbrochene Wallfahrt (Die Hilfeleistung)“. Das für 1,32 Mio Euro ersteigerte Gemälde kann heute öffentlich besichtigt werden, nämlich im Liechtenstein Museum Wien. Eines der Spitzenwerke des Jubiläumsjahres 2007 war die „Lucretia“ von Guido Cagnacci, sie erreichte den Weltrekordpreis von 1,4 Mio €.
Zahlen und Fakten rund ums Dorotheum
1707 gegründet, 2001 privatisiert (OneTwo Management- und Beteiligungs-GmbH)
Drei Geschäftszweige: Auktionen, Handel („Dorotheum Juwelier“, „Dorotheum Galerie“), „Dorotheum Pfand“
Geschäftsführer: Mag. Martin Böhm (Auktionen), Mag. Lucas Tinzl (Pfand)
470 Mitarbeiter/innen
27 Standorte in Österreich, davon 14 in Wien
600 Auktionen jährlich, davon rund 100 Katalogauktionen
Vier internationale Auktions-Schwerpunktwochen im Jahr im Palais Dorotheum Wien
40 Sparten von Kunst- und Sammelgegenständen mit 100 Kunstexperten
Mitglied der IA (International Auctioneers) mit weltweitem Netz und internationalem Magazin
Filialen, Repräsentanzen: Prag (seit 1992), Brüssel (seit 1996), Düsseldorf, München (beide seit 2003), Mailand (seit 2005), Zagreb (seit 2006), eine Vertretung in Tokyo
Schmucklinien d’oro, d’argento, die Uhrenlinie DoroChron und die Linie Dorotheum Juwelier Exklusiv.
2004 Kauf von OREX, Ungarns größtem Schmuckanbieter

DharmeshKunstDorotheum GmbH & Co KG A 1010 Wien, Dorotheergasse 17 +43-(0)1- 515 60 - 0 +43-(0)1- 515 60 - 443 client.services@dorotheum.at Zum ersten, zum zweiten, und zum dritten! Über 300 Jahre Dorotheum Die Geschichte einer österreichischen Institution Von 1707 bis heute Bei den erfolgreichsten Auktionen in der Geschichte des Dorotheum mit Weltrekord- und Spitzenpreisen konnten wir im Jubiläumsjahr...