So lebten die Habsburger
Kaiserliche und Königliche Schlösser in der österreichisch-ungarischen Monarchie
Ingrid Haslinger, Gerhard Trumler
Christian Brandstätter Verlag

Reise in die Vergangenheit…

Prachtbauten in Österreich, Böhmen und Mähren, Ungarn und Italien. Beeindruckende Architektur und kostbares Interieur
für Maria Theresia, Franz Joseph I., Sisi & Co.

Wie wohnte ein Adelsgeschlecht, das von einer kleinen Grafenfamilie zu Beherrschern großer Teile Mitteleuropas und zur römisch-deutschen Kaiserwürde aufstieg?

In den ersten Jahrhunderten ihrer Herrschaft war das Leben der Habsburger in unzureichend geheizten und primitiv ausgestatteten Burgen – trotz zahlreicher Bedienter – unbequem. Die Behausungen waren vorrangig Festungen, deren Verteidigungscharakter Priorität vor komfortablem Wohnen hatte.
Selbst wenn die Burgen im Laufe der Zeit zu wohnlichen Residenzen wurden, geben auch heute noch die Bezeichnungen der Gebäude Aufschluss
über deren ursprüngliche Funktion: Wiener Hofburg, Prager Burg,
Innsbrucker Hofburg, Burg in Ofen.


Schloß Knopischt, Kinderzimmer.


Schloß Blühnbach, Interieur.

Die befestigten Burgen verloren allmählich ihre Bedeutung und wurden – vor allem nach der letzten Türkenbelagerung Wiens (1683) – zu annehmlicheren Wohnsitzen umgestaltet. Wichtig war dabei nicht nur der Aspekt des privaten Wohnens, sondern auch das Zeremoniell und die Repräsentation, die eine gewisse Anzahl und Anordnung von Räumen verlangte.

Immer schon wollte der Herrscher mit seiner Familie auch außerhalb der Residenz vor allem im Sommer angenehmen Landaufenthalt in sogenannten Lustgebäuden nehmen. Diese Häuser waren jedoch aufgrund ihrer Lage außerhalb der Stadtmauern stark gefährdet. So wurde etwa die Favorita Kaiser Leopolds I. (heute: Schloß Augarten) von den Türken zerstört.

Seit Kaiser Franz Stephan verfügte die kaiserliche Familie über ein großes Vermögen, das die Anschaffung privater Schlösser und Wohnsitze ermöglichte, was auch durch die große Kinderzahl des Monarchen und seiner Gemahlin Maria Theresia notwendig wurde; es entwickelten sich zahlreiche (Neben-)Linien des Hauses Habsburg. Überdies verbürgerlichte sich die Lebensweise im 19. Jahrhundert; Repräsentationsräume wurden immer häufiger von privaten Wohnräumen getrennt.


Makart-Salon, Schlafzimmer der Kaiserin Elisabeth mit Prunkbett.


Schloß Schönbrunn, Frühstückskabinett.

Anhand historischer Beschreibungen von Gebäuden, die den Habsburgern als Privatwohnsitz oder als Residenz dienten, und unter Bezugnahme auf wichtige Ereignisse, die darin stattfanden, gibt das vorliegende Buch Einblick in die wechselvolle Geschichte einer Dynastie, die rund 600 Jahre herrschte. Private Geschmäcker der einzelnen Familienmitglieder werden berücksichtigt – der Bogen spannt sich vom Neugebäude, dem Lustschloß Kaiser Maximilians II., über Luberegg und Persenbeug, die Sommerresidenzen Kaiser Franz II. (I.), Maxing, den Jugendtraum Erzherzog Ferdinand Maximilians, und sein späteres Traumschloß Miramare bei Triest, die Ischler Kaiservilla, den Lieblingsaufenthaltsort Kaiser Franz Josephs, Schloß Mayerling, wo sich die Tragödie des Kronprinzen Rudolf ereignete, bis zur Märchenvilla Kaiserin Elisabeths – dem Achilleion auf Korfu.

Ingrid Haslinger (Autorin)
Studium der Anglistik und Geschichte, seit 1987 freie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Ehemaligen Hofsilber- und Tafelkammer in Wien und Verfasserin zahlreicher Publikationen, unter anderem „Küche und Tafelkultur am kaiserlichen Hof zu Wien“ (1993), „Imperiale Züge“ (2001), sowie „Die Tafel der Mozarts“ (2005). Im Christian Brandstätter Verlag zuletzt erschienen „Tafeln mit Sisi. Rezepte und Eßgewohnheiten der Kaiserin Elisabeth von Österreich“.

Gerhard Trumler (Photograph)
Seit 1969 freischaffender Photograph, seine Arbeiten erscheinen in internationalen Kunst- und Kulturmagazinen. Mitglied des Wiener Künstlerhauses, Veröffentlichung von über 100 Bildbänden, darunter „Klösterreich“, „Traumschlösser“, „Klöster im Herzen Europas“, etc. Im Christian Brandstätter Verlag zuletzt erschienen „Provinzen und Metropolen“(2007).

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