Papstbesuche in Wien
Papst Benedikt XVI.

Apostolische Reise von Papst Benedikt XVI. nach Österreich
7. bis 9. September 2007

Am 7. September traf Benedikt XVI. am Flughafen Wien-Schwechat ein, wo er durch Bundespräsident Heinz Fischer begrüßt wurde. Zu einem begeisterten Empfang haben sich über 10.000 Menschen bei der Mariensäule auf dem Platz Am Hof eingefunden, um Papst Benedikt XVI. mit stürmischem Applaus willkommen zu heißen. Im Anschluss fand der Besuch des Papstes des Mahnmals auf dem Wiener Judenplatz statt, wo ein stilles Gedenken für die Opfer der Schoa gemeinsam mit Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg stattfand. Zu diesem Anlass überreichte Oberrabbiner Eisenberg dem Papst eine von der Israelitischen Kultusgemeinschaft eigens verfasste Botschaft.


Papst Benedikt XVI. (r.) schreitet
nach seiner Ankunft gemeinsam mit
BP Heinz Fischer (l.) am Flughafen
Wien-Schwechat die Ehrengarde ab.


Papst Bendedikt XVI., Oberrabbiner
Paul Chaim Eisenberg und der
Präsident der Israelitischen
Kultusgemeinde Ariel Muzikant

Am 8. September begann um 11.00 Uhr der Gottesdienst auf dem Vorplatz der Wallfahrtsbasilika in Mariazell, dessen 850-Jahr-Jubiläum in diesem Jahr gefeiert wird, mit Begrüßungsworten durch Bischof Kapellari. Am späten Nachmittag fand die Vester mit Priestern und Ordensleuten in der Basilika statt.


Papst Benedikt XVI. mit Kindern
in der Basilika in Mariazell


Papst Benedikt XVI. während einer
Messe in Mariazell

Der letzte Tag der Reise begann am Vormittag mit der Eucharistiefeier im Stephansdom. Beim darauf folgenden Angelusgebet auf dem Stephansplatz nahmen mehr als 20.000 Gläubige teil. Mehr als 15.000 Menschen feierten gemeinsam mit dem Papst im Stift Heiligenkreuz.
Der Papstbesuch in Österreich endete mit einer Verabschiedungszeremonie auf dem Flughafen Wien-Schwechat.


Kardinal Christoph Schoenborn (li)
und Papst Benedikt XVI. bei der Messe
im Stephansdom


Papst Benedikt XVI. im Stephansdom

Papst Benedikt XVI.

Papst Benedikt XVI. (lateinisch Benedictus PP. XVI; * 16. April 1927 in Marktl am Inn, Bayern; bürgerlich Joseph Alois Ratzinger) ist das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche und des Vatikans. Er wurde von 115 teilnehmenden Kardinälen am 19. April 2005 im vierten Wahlgang (nach einer ungewöhnlich kurzen Dauer des Konklaves von 26 Stunden) zum Nachfolger von Johannes Paul II. gewählt.

Vor seinem Pontifikat als Papst Benedikt XVI. war Joseph Ratzinger Dekan des Kardinalskollegiums und Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre. Er galt als einer der bedeutendsten Kardinäle und wurde häufig als theologische und kirchenpolitische rechte Hand Papst Johannes Pauls II. bezeichnet.

Wahl
Seit Januar 2005 wurde Ratzinger in der Presse als möglicher Nachfolger von Papst Johannes Paul II. gehandelt. Die Wahl galt als offen: in den Wahlen zuvor wurden die papabili, die Favoriten, selten zum Papst gewählt. Wie das Time Magazine vor der Wahl berichtete, galt Ratzinger nicht jedem im Vatikan als erste Wahl. Am 8. April 2005 leitete Ratzinger in Rom die Begräbnisfeierlichkeiten für Papst Johannes Paul II.

Am Nachmittag des 19. April 2005 wurde er zum 265. Papst in der Geschichte der römisch-katholischen Kirche gewählt. Er gab sich den Papstnamen Benedikt XVI. Nach eigener Aussage gab er sich den Namen im Gedenken an den Ordensgründer Benedikt von Nursia, Patron Europas, aber auch an seinen Namensvorgänger Benedikt XV. (Pontifikat 1914–1922), der als „Friedenspapst” bezeichnet wurde, obwohl seiner Friedensinitiative bei den kriegführenden Parteien des Ersten Weltkrieges kein Erfolg beschieden war.[10] Vielleicht spielt die Namensgleichheit auch auf Benedikt XV. versöhnlichere Haltung nach den harten Auseinandersetzungen seines Vorgängers Papst Pius X. mit dem Modernismus an (vgl. Antimodernisteneid).

Benedikt XVI. ist der erste Deutsche als Papst seit Hadrian VI. vor 482 Jahren. Er besitzt, neben der vatikanischen, nach wie vor die deutsche Staatsbürgerschaft. Drei Tage vor seiner Wahl zum Papst wurde Joseph Ratzinger 78 Jahre alt und ist damit der älteste gewählte Kandidat seit Clemens XII. (1730). Benedikt XVI. beherrscht mehrere Sprachen (Deutsch, Italienisch, Französisch, Latein, Englisch und Spanisch) und liest außerdem Altgriechisch und Hebräisch. Die weiteren Einzelheiten zur Papstwahl finden sich im Eintrag Konklave 2005.

Er diente mit fast 28 Jahren als Kardinal länger als jeder andere Papst vor ihm seit Benedikt XIII. (Wahl 1724), ebenso war er der dritte Papst in Folge, welcher von Paul VI. zum Kardinal erhoben wurde.

Verlauf des Pontifikats
Am Sonntag, den 24. April 2005 erhielt Benedikt XVI. im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes am Petersplatz den Fischerring und das Pallium als Zeichen des Petrusdienstes. Vor mehreren hunderttausend Gläubigen und Regierungsvertretern aus aller Welt betonte er, dass er keine Regierungserklärung abgeben wolle. Er sprach von einem unerhörten Auftrag, der doch alles menschliche Vermögen überschreitet. Zugleich betonte er: Die Kirche lebt, die Kirche ist jung!

Das von Benedikt XVI. gewählte Wappen enthält Symbole, die sich bereits in seinem erzbischöflichen Wappen fanden: Den Bären des Diözesanpatrons Korbinian aus dem Stadtwappen Freisings sowie den gekrönten Mohren aus dem Wappen der Erzbischöfe von München-Freising, ergänzt durch eine Muschel als Anspielung auf eine Legende über des Papstes Lieblingstheologen Augustinus und das Pilgersymbol der Jakobsmuschel. Überraschenderweise ließ er die jahrhundertelang sich mit den gekreuzten Schlüsseln über dem Wappenschild erhebende Tiara durch eine einfache Mitra ersetzen, die aber ähnlich wie bei den Kronreifen der Tiara mit drei goldenen Bändern geschmückt ist, die für die drei Gewalten des Papstes stehen: Weiheamt, Jurisdiktion und Lehramt. Sie sind vertikal im Zentrum miteinander verbunden, um so ihre Einheit in derselben Person aufzuzeigen. Unter dem Wappen ist erstmals das Pallium in einem Papstwappen dargestellt.

DharmeshGeschichtePapstbesuche in Wien Papst Benedikt XVI. Apostolische Reise von Papst Benedikt XVI. nach Österreich 7. bis 9. September 2007 Am 7. September traf Benedikt XVI. am Flughafen Wien-Schwechat ein, wo er durch Bundespräsident Heinz Fischer begrüßt wurde. Zu einem begeisterten Empfang haben sich über 10.000 Menschen bei der Mariensäule auf dem Platz Am...