Messerschmitt Bf 109


Bf 109 im Flugmuseum AVIATICUM – Wiener Neustadt.

Das Wiener Neustädter Flugzeugwerke GmbH (WNF) wurde als Zweigwerk der staatlichen Messerschmitt AG als Produktionsstätte des deutschen Standardjägers Bf 109 ausgebaut. Ab 1939 liefen die ersten Messerschmitt Bf 109 E vom Band, bis Kriegsende wurden 8.545 Bf 109-Jägern verschiedener Versionen hergestellt.
Damit produzierten die WNF knapp ein Drittel aller Bf 109.


Me 109 Jagdflugzeuge in Wiener Neustadt

Die Messerschmitt Bf 109 war ein einsitziges deutsches Jagdflugzeug der 1930er- und 1940er-Jahre. Sie war Vertreter einer neuen Generation von Tiefdecker-Jagdflugzeugen, die sich durch eine geschlossene Pilotenkanzel, Einziehfahrwerk und eine Ganzmetallkonstruktion von Rumpf und Tragflächen auszeichneten.

Die Entwurfsarbeiten begannen 1934 unter Willy Messerschmitts Leitung bei den Bayerischen Flugzeugwerken in Haunstetten, woraus sich das Herstellerkürzel Bf ableitet. Der Erstflug fand im Mai 1935 statt; ab Februar 1937 wurde die Maschine bei der deutschen Luftwaffe in den Bestand der Jagdverbände eingegliedert. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs blieb sie, ab Mitte 1941 zusammen mit der Focke-Wulf Fw 190, das Standardjagdflugzeug der deutschen Luftwaffe. Auch bei zahlreichen anderen Luftwaffen kamen Flugzeuge dieses Musters zum Einsatz, z. B. in Finnland, Kroatien, Rumänien, Ungarn, Italien und der Schweiz. Die Bf 109 wurde, über ihre ursprüngliche Bestimmung hinaus, auch als Jagdbomber, Nachtjäger und Aufklärer eingesetzt. Sie wurde in verschiedenen Versionen über 33.000 mal gebaut und ist damit das meistgebaute Jagdflugzeug der Geschichte.

Bei der Konstruktion der Bf 109 wurde versucht, den größtmöglichen Motor in der kleinstmöglichen Zelle unterzubringen. Messerschmitttypisch wurde überall, wo es möglich war, Gewicht eingespart, indem weitgehend die Leichtbauweise angewendet wurde. Ein gutes Beispiel hierfür ist der aus zwei selbsttragenden Halbschalen aufgebaute, mit Längsprofilen versteifte Hinterrumpf, der bei geringem Gewicht eine hohe Festigkeit aufwies.

Der freitragende, einholmige Flügel mit torsionssteifer Nase wurde – im Interesse eines geringen Widerstandes – möglichst klein gehalten. Um die durch einen kleinen Flügel entstehenden Nachteile eines geringeren Auftriebs auszugleichen, war er mit automatischen Vorflügeln und Spaltlandeklappen ausgestattet.

Neben geringem Gewicht und Widerstand standen bei der Konstruktion der Bf 109 auch die Aspekte rationelle Fertigung und Wartungsfreundlichkeit im Vordergrund. Zu diesem Zweck war die Maschine nach einer Art Baukastenprinzip aufgebaut, das es ermöglichte, einerseits die einzelnen Segmente dezentral zu bauen und an den Fertigungsstätten zusammenzufügen. Andererseits war es im Feld möglich, einzelne Bauteile schnell und leicht zu wechseln, was die Einsatzbereitschaft deutlich erhöhte. Aus diesem Grund waren auch die Fahrwerksfederbeine am Rumpf angelenkt – auf diese Weise konnten an der stehenden Maschine ganze Flügel getauscht werden, die mit lediglich drei Anschlüssen am Rumpf befestigt waren. Als Nachteile daraus ergaben sich eine relativ geringe Spurbreite und die Dreiteilung des Hauptholmes.

Die rechts angeschlagene Kabinenhaube konnte zum Absprung in Notsituationen abgeworfen werden. Dazu wurde die Haube in Flug entriegelt und vom Fahrtwind weggerissen. Der Abwurf der Haube wurde auch vor einer Bauchlandung durchgeführt, um im Falle eines Überschlags aus der Kabine entkommen zu können.

Technische Daten
Messerschmitt Bf 109 E

Triebwerk: Daimler-Benz 12-Zylinder-V-Motor DB 601 A-1
mit maximal 990 PS Startleistung
Länge: 8,64 m
Höhe: 2,60 m
Spannweite: 9,87 m
Höchstgeschwindigkeit: 570 km/h in 5000 m Höhe
Reichweite: 800 km
Dienstgipfelhöhe:. 10.500 m
Leergewicht: 2010 kg
Fluggewicht: 2505 kg
Bewaffnung: Zwei 7,92-mm-MG 17 über dem Motor
(je 1000 Schuss) und
zwei 20-mm-Maschinenkanonen MG FF
in den Tragflächen

DharmeshGeschichteMesserschmitt Bf 109 Das Wiener Neustädter Flugzeugwerke GmbH (WNF) wurde als Zweigwerk der staatlichen Messerschmitt AG als Produktionsstätte des deutschen Standardjägers Bf 109 ausgebaut. Ab 1939 liefen die ersten Messerschmitt Bf 109 E vom Band, bis Kriegsende wurden 8.545 Bf 109-Jägern verschiedener Versionen hergestellt. Damit produzierten die WNF knapp ein Drittel...