21. Dezember

Die Wintersonnenwende ist die Umkehr der Deklinationbewegung der Sonne am 21. Dezember. Sie markiert den Winteranfang. Dies ist auf der nördlichen Erdhalbkugel der Tag im Jahr mit der kürzesten Helligkeits- und der längsten Dunkelheitsperiode. Da ab diesem Zeitpunkt die Tage wieder länger werden, war die Wintersonnenwende in vielen antiken und frühmittelalterlichen Kulturen ein wichtiges Fest, das allerdings oft auch ein paar Tage vor bzw. nach dem Datum
der tatsächlichen Sonnenwende gefeiert wurde. Die Germanen feierten zur Wintersonnenwende das Julfest. Bei den Römern war der 25. Dezember einer der höchsten Feiertage zu Ehren des Gottes der unbesiegten Sonne Sol invictus.

Auch das Weihnachtsfest liegt zeitlich kurz nach der Wintersonnenwende.

Wintersonnenwende
Der Termin des Weihnachtsfestes hängt mit der Wintersonnenwende zusammen. Am 25. Dezember hat die Sonne ihren Tiefpunkt erreicht. Weihnachten entstand in Rom, weil dort am Tag der Wintersonnenwende das Fest des „sol invictus“, des unbesiegten Sonnengottes, begangen wurde. Dieses Fest war erst 274 n. Chr. durch Kaiser Aurelian eingeführt worden. Das war der letzte Versuch, dem römischen Reich eine gemeinsame religiöse Grundlage zu geben, nachdem viele Kulte aus dem Osten sogar in der Hauptstadt des Reiches Fuß gefasst hatten. Um die Christen gegen dieses Fest zu immunisieren, setze die Kirche dem heidnischen Sonnengott die „wahre Sonne“ das „wahre Licht der Welt“ entgegen.
Ein weiteres Motiv, die Geburt Jesu am Tag der Wintersonnenwende zu feiern, fanden die Christen in den eigenen Texten. Zwischen der Geburt Johannes d. Täufers und der Jesu liegen 6 Monate (Lukas 1,26.) Die Geburt des Täufers wird am Tag der Sommersonnenwende, dem 24. Juni gefeiert. Im Johannesevangelium wird folgendes Wort des Täufers über Jesus berichtet: „Ihr selbst könnt mir bezeugen, daß ich gesagt habe: „Ich bin nicht der Messias, sondern nur ein Gesandter, der ihm vorausgeht … Er muß wachsen, ich aber muß kleiner werden.“ (Joh 3,28) Dieses Wort wurde auf die Sonne bezogen. Nach dem Fest des Täufers nimmt die Sonne ab, nach dem Fest der Geburt Christi nimmt die Sonne zu.

Da die religiöse Vorstellungswelt der Antike sowie des ersten christlichen Jahrtausends kosmologisch geprägt war, hatte der Geburtstag Jesu am Tag der Wintersonnenwende auf jeden Fall eine große symbolische Aussagekraft, die sicher die Verbreitung des Weihnachtsfestes beschleunigte. Möglicherweise haben sich beide Tendenzen gegenseitig verstärkt. Dem Fest des Sonnengottes ein christliches Fest entgegenzusetzen, war wohl nur möglich, wenn die Berechnung des Geburtsdatums unter den Christen akzeptiert war. Die Geburt Jesu am Tag der Wintersonnenwende symbolisierte für die Menschen der damaligen Zeit, dass Gott mit diesem Kind das Leben neu entstehen ließ, ein Licht im Dunkeln entzündete. 336 ist das erste Jahr, in dem nachweislich am 25. Dezember in Rom Weihnachten gefeiert wurde, aus dem Jahr 354 ist eine Weihnachtspredigt des Papstes Liberius bekannt. Dass der Festgedanke überzeugte, zeigt sich daran, dass der 25. Dezember im Osten übernommen und 481 durch das 1. Konzil von Konstantinopel bestätigt wurde. Vorher hatte der Osten am 6. Januar vor allem der Taufe Jesu gedacht. Erst später kam zu diesem Festgedanken der Besuch der drei Weisen hinzu, die als Nichtjuden in dem Kind den Messias erkannten.

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