Links: Christi Einzug in Jerusalem
Perikopenbuch von St. Erentrud in Salzburg, entstanden um 1140, Pergament, 20,9 × 13,6 cm. München, Bayerische Staatsbibliothek. Buchmalerei, Österreich.
Der Palmsonntag (lat.: Dominica in Palmis) ist der Sonntag vor Ostern. Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche.
An diesem Tag wird des Einzugs Jesu in Jerusalem gedacht, als er auf einem Esel in die Stadt ritt und ihm mit Palmwedeln gehuldigt wurde.

Die Palme war von alters her das Symbol für die Unabhängigkeit Israels, von daher für die Römer eine besondere Provokation. Der Esel wiederum war nach dem Propheten Zacharia das Symbol des gewaltlosen Friedenskönigs und das Bekenntnis zur Niedrigkeit.
Prozessionen und anderes Brauchtum
Am Palmsonntag werden „Palmzweige“ (Palmkätzchen, Palmbuschen, in den südlichen Ländern auch echte Palmzweige) oder „Palmstöcke“ in der kirchlichen Prozession mitgetragen, mit Weihwasser gesegnet und in Wohnungen im Herrgottswinkel hinter ein Kruzifix gesteckt. In Norddeutschland werden gesegnete Palmstöcke von den Kindern zu ihren Paten und Großeltern gebracht. Dafür bekommen sie meistens eine Kleinigkeit oder etwas Süßes geschenkt.

Im Mittelalter und besonders im Barock wurde bei Palmprozessionen oft ein Esel (später aus Holz) mit Christusfigur mitgeführt, ein so genannter „Palmesel“. In Thomatal im Lungau reitet heute noch der Pfarrer auf einem Esel in der Palmprozession mit. In Tirol findet in der Ortschaft Thaur als einziger Gemeinde Tirols noch eine Palmprozession statt, in der eine Christusfigur auf einem Holzesel durchs Dorf gezogen wird. In Möttlingen bei Calw findet jährlich der Calwer Palmritt statt, eine von Eseln angeführte Reiterprozession, die mit einem evangelischen Open-Air-Gottesdienst abschließt.

Ein weiterer Brauch ist, das Familienmitglied, das am Palmsonntag als letztes morgens aufsteht, als „Palmesel“ zu bezeichnen.
Palmsonntag
Mit ihm beginnt die Karwoche. An diesem Sonntag wird besonders des Einzugs Jesu in Jerusalem gedacht: Palmen (in unseren Breiten in der Regel Buchsbaum) werden gesegnet. In einer feierlichen Prozession wird das Kreuz (Jesus) in die Kirche hineingetragen, begleitet von Meßdienern (und oft auch Kindern), die in ihren Händen die frisch geweihten Buchsbaumwedel tragen. Im Anschluß an den Gottesdienst nehmen die Gläubigen „Palmzweige“ mit nach Hause und stecken sie hinter die im Haus befindlichen Kreuze oder auch Weihwasserkessel.
Das Neue Testament berichtet davon, daß Jesus auf einem Esel in die Stadt eingezogen ist. Die Bevölkerung sah in ihm den gekommenen Messias, den Wundertäter, den Retter. Sie jubeln ihm zu, breiten ihre Umhänge über die Straße und winken Jesus jubelnd („Hosanna!“) zu. Es sind die gleichen, die wenig später schreiend von Pilatus verlangen werden, diesen Verräter zu kreuzigen und statt seiner lieber den politischen Terroristen Barrabas freizulassen. Nachzulesen bei Matthäus 21,1 ff, bei Markus 11,1 ff, bei Lukas 19,28 ff oder Johannes 12,12 ff.

DharmeshFest- & FeiertageLinks: Christi Einzug in Jerusalem Perikopenbuch von St. Erentrud in Salzburg, entstanden um 1140, Pergament, 20,9 × 13,6 cm. München, Bayerische Staatsbibliothek. Buchmalerei, Österreich. Der Palmsonntag (lat.: Dominica in Palmis) ist der Sonntag vor Ostern. Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche. An diesem Tag wird des Einzugs Jesu in Jerusalem gedacht,...