2005 erlebte Österreich einen ganz besonderen Nationalfeiertag:

60 Jahre Zweite Republik,
50 Jahre Staatsvertrag
und 10 Jahre Beitritt zur EU.
Den 26. Oktober verbinden die Österreicherinnen und Österreicher vor allem auch mit

50 Jahren Sicherheit, Schutz und Hilfe:
Im Jubiläumsjahr feiern wir den 50. Geburtstag des Österreichischen Bundesheeres.
Jubiläumsparade 2005
Event der Superlative


Exakt ab 14.35 Uhr war über Wien das Dröhnen der Hubschrauber zu hören.


Für die Draken war die Parade der letzte Auftritt vor dem Ruhestand.


Den Panzer-Aufmarsch konnte nur ein Fahrzeug beherrschen …


… der Kampfpanzer ’Leopard 2’, der Stolz der Panzertruppe.


Etwas älter, aber bewährt sind die Kürassier-Jagdpanzer.


Kampfschützenpanzer ’Ulan’.


Panzerhaubitze M-109.


Vor dem Parlament warteten Bundespräsident, Regierung und Ehrengäste.


Zum Jubiläum marschierten auch Abordnungen der Staatsvertrags- Signatare und Soldaten aus 20 EU-Staaten.


Ihnen folgte ein Fahnenblock des Österreichischen Bundesheeres.


Beim Infanterie-Treffen gab’s Soldaten in ’Hot Weather Clothing’ …


… mit Winter-Alpin-Ausrüstung …

( Bilder: Bundesheer)
Die Parade am 26. Oktober 2005
14:30 Uhr
Meldung des Paradekommandanten Generalleutnant Entacher an
Bundespräsident Fischer vor dem Parlament
14:35 Uhr
Überflug von ca. 100 militärischen Luftfahrzeugen
u.a. ‚Black Hawk‘, F-5 ‚Tiger‘, C-130 ‚Hercules‘
14:45 Uhr
Vorbeimarsch von Einheiten der Luftraumüberwachung und Fliegerabwehr,
u.a. Zielzuweisungsradar und Lenkwaffen
14:50 Uhr
Vorbeimarsch von Einheiten für den nationalen und internationalen Katastrophenschutz
15:00 Uhr
Vorbeimarsch von Kaderpräsenzeinheiten (KPE)
15:10 Uhr
Vorbeimarsch von Panzereinheiten, u.a. mit ‚Leopard 2‘ und ‚Ulan‘
15:20 Uhr
Gruß der internationalen Fahnenabordnung
Vorbeimarsch von Infanterie-Einheiten in verschiedenen Adjustierungen
Die Wiedergeburt des Österreichischen Bundesheeres
Schließlich gibt es auch einiges zu feiern. 50 Jahre ist es her, dass amerikanische, britische, französische und russische Soldaten ein letztes Mal über den Ring paradierten, bevor Staatsvertrag (15. Mai 1955) und Neutralitätserklärung (26. Oktober 1955) den Weg für die Wiedergeburt des Österreichischen Bundesheeres ebneten.
Eine Geschichte voll humanitärer Erfolge
Heute, fünf Jahrzehnte später, kann das Österreichische Bundesheer auf eine stolze Erfolgsbilanz verweisen. Erfolgreiche Kriseninterventionen im Ausland (Kongo, Golan, Kosovo, Zypern, Ruanda), unzählige lebensrettende Katastropheneinsätze im Inland (Galtür, Lassing, Hochwasser etc.) und der effektive Schutz der EU-Außengrenze – kaum eine Institution hat so zur Sicherheit unserer Nation beigetragen wie das Österreichische Bundesheer.

Die Parade Bundesheer 05 blickt auf erbrachte Leistungen zurück, präsentiert das moderne Gerät unserer heutigen Einsatzkräfte und wagt einen Blick in die Zukunft, für die durch die aktuelle Bundesheerreform 2010 alle Weichen gestellt sind.
Heeresleistungsschau – Nationalfeiertag 2005




Die Vorbereitungen – Seit dem Wochenende laufen die Aufbauarbeiten für den Nationalfeiertag auf Hochtouren. Historische und neue Kampfjets und Hubschrauber sind am Heldenplatz bereits zu bestaunen. Und auch die Panzer des Bundesheeres sind eingetroffen. Eine breite Palette an Fahrzeugen wartet auf die Besucher und sorgt schon jetzt für viel Neugierde bei Tausenden Besuchern.
( Bilder: Bundesheer)
Auch abseits der Jubiläumsparade ist in Wien rund um den Nationalfeiertag für ein facettenreiches Unterhaltungs- und Informationsprogramm gesorgt.
Angelobung
Als eines der Highlights werden am Heldenplatz 1.000 Rekruten unter Beisein von Bundespräsident Heinz Fischer ihr Treuegelöbnis leisten.
Infoschau
Am Heldenplatz können neben dem neuen Eurofighter auch der Transport-Hubschrauber „Black Hawk“, verschiedene Panzer sowie historische Flugzeuge hautnah erlebt werden. Am Rathausplatz sorgen dynamische Präsentationen für Unterhaltung und Information. Unter anderem können Vorführungen der WEGA, der Polizeidiensthunde und eine Heeres-Modeschau bestaunt werden.
Unterhaltung
Die Radio-Wien Band und Opus sorgen für Unterhaltung abseits des Info-Programms. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Bei der Gulaschkanone oder einem der vielen Gastronomiebetriebe kann verlorene Energie wieder aufgetankt werden. Für die Kleinen sorgen unter anderem der Kletterfelsen „Spider Rock“, die Kinderwelt und die Rote Nasen-Clowndoctors. Zauberer, Artisten und Kindergärtnerinnen lassen die Kinder auf ihre Kosten kommen.
Briefmarken bei Post.at zum Thema
50 Jahre Österreichisches Bundesheer


Am 15.5.1955 wurde der Staatsvertrag im Wiener Belvedere unterzeichnet. Damit war Österreich nach 10 Jahren Besetzung durch die Alliierten Mächte frei und besaß wieder das Recht auf ein eigenes Bundesheer. Im September 1955 wurde das Wehrgesetz als Grundlage für das Bundesheer der 2. Republik beschlossen und im Oktober die immerwährende Neutralität erklärt.
Am 15.7.1956 wurde Ferdinand Graf zum ersten Bundesminister für Landesverteidigung berufen, am 3.2.1956 wurden die ersten Fähnriche und Leutnante in der Fasangartenkaserne in Wien ausgemustert. Die erste Bewährungsprobe bestand das neue Heer im Oktober 1956 mit dem Einsatz an der ungarischen Grenze. 1957 wurden die ersten Militärattachés ins Ausland entsandt, 1958 fand die erste große Verbandsübung statt und 1960 wurde ein Sanitätskontingent zum ersten Auslandseinsatz im Rahmen der UNO in den Kongo entsandt.
Diese und weitere Details zur wechselvollen Geschichte des Bundesheeres werden im Projekt „50 Jahre Österreichisches Bundesheer“ in Wort, Bild und Ton im Jahr 2005 der Öffentlichkeit zur Kenntnis gebracht.
Als Sieger in einem großen Wettbewerb für die Sondermarke „50 Jahre Österreichisches Bundesheer“ ging der Tiroler Markus Kapferer aus Hunderten von Einsendungen hervor. Er hat ein Photo von Vzlt. Horst Konrad (MilKdo Tirol), das Staatswappen und die Nationalfahne mit grafischen Mitteln zu dem von der Jury mit Platz 1 belohnten Entwurf zusammengestellt. Er wollte damit Tradition und Patriotismus junger, motivierter Soldaten darstellen. Die Markenkünstlerin zeichnete das Gesicht des Soldaten bewusst neutral, um damit zu dokumentieren, dass im Österreichischen Bundesheer seit 1998 Männer und Frauen gleichberechtigt Dienst versehen.
Erscheinungsdatum: 26.10 2004
Auflagenhöhe: 2.000.000
Druckart: Rastertiefdruck
Entwurf: Maria Siegl
Druck: Österreichische Staatsdruckerei
Art: Sonderpostmarke