Rund 300.000 Menschen sind laut Polizei am Nationalfeiertag zur Leistungsschau auf den Wiener Heldenplatz gekommen. Zehntausende nutzten den Tag der offenen Tür in den Ministerien.
1.200 Rekruten des Bundesheeres wurden am Heldenplatz angelobt. Bundespräsident Thomas Klestil sprach von einem „Dankeschön“ der jungen Soldaten an das Land, „in dem sie groß geworden sind und das ihnen Bürgerrechte gegeben hat“. Trotz der Entwicklung der europäischen „Friedensgemeinschaft“ sehe er auch weiterhin Aufgaben für das Bundesheer: die internationale Solidarität, den Schutz der Grenze im Assistenzeinsatz und den Katastrophenschutz.


Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) unterstrich als Gastgeber am Heldenplatz vor allem die Zusammenarbeit des Bundesheeres mit Polizei und Rettungsorganisationen. Diese Kooperation mache das besondere Klima Wiens aus. Zu sehen war auch ein 1:1-Modell des

Eurofighters. Die Besucher konnten sich so wenigstens einen optischen Eindruck des vieldiskutierten Kampfflugzeuges holen. Das Cockpit entspricht dem Original. Instrumente, Steuerknüppel und Schleudersitz sind eingebaut. Am Samstag waren bereits 40.000 Menschen
gekommen, angelockt vor allem vom ausgestellten Bundesheergerät. Ein zufriedenes Resümee zog Wiens Militärkommandant Karl Semlitsch. Hunderttausende Menschen am Heldenplatz seien der Beweis dafür, dass auch in einer Großstadt Sicherheit ein Thema sei.

Wie in den vergangenen Jahren präsentierten auch die „Helfer Wiens“, die Hilfs- und Katastrophenschutzorganisationen, ihr Können und ihr Gerät. Fallschirmspringer landeten auf dem Heldenplatz, Spezialkräfte der Polizei seilten sich von der Nationalbibliothek ab und die Feuerwehr demonstrierte einen
Einsatz nach einem Schadstoff-Unfall. Auf der Showbühne sorgte „Radio Wien“-Moderator Gerald Fleischhacker für Stimmung. Dass zahlreiche österreichische Spitzensportler Uniform tragen und vom Bundesheer gefördert werden, ist wohlbekannt. Einige von ihnen erfüllten am Nationalfeiertag Autogrammwünsche, wie zum Beispiel Tischtennis-Weltmeister Werner Schlager oder die Wasserspringer- innen Anja Richter und Marion Reiff.