31. Oktober

Am 31. Oktober klopfen dutzende kostümierte Kinder bei den Nachbarn an und rufen „Trick or Treat“ (etwa: „Süßes oder Saures“), sobald die Tür aufgeht. Piraten und Prinzessinnen, Geister und gerade bekannte und beliebte Helden halten Säckchen für Süßigkeiten und Leckereien auf, die von den Nachbarn hineingeworfen werden. Dabei werden die Kostüme bewundert und die Nachbarn versuchen zu erraten, wer darin steckt. Seit dem 9. Jahrhundert ist der 1. November ein Allerheiligen genannter Feiertag. Die Messe, die an diesem Tag gelesen wurde, nannte man Allerheiligenmesse (Allhallowmas). Der Abend davor erhielt den Namen All Hakkiwe’en oder Halloween.
Wie auch bei manchen anderen amerikanische Festen gehen die Ursprünge auf vorchristliche wie auch christliche Traditionen zurück. Der 31. Oktober war der Vorabend des keltischen Neuen Jahres. Die Kelten waren die Vorfahren der heutigen Iren, Waliser und Schotten. Damals glaubte man, dass an jenem Tag Geister umgingen und sich unter die Lebenden mischten. Die Leute kochten und backten den ganzen Tag über und verkleideten sich am Abend, um den Verstorbenen zu gleichen. In der Hoffnung, dass die Geister vor Mitternacht der Neujahrsnacht friedlich von hinnen ziehen würden, brachten die Menschen die tagsüber zubereiteten Speisen an den Rand ihrer Siedlungen und ließen sie für die Geister dort. Viel später, als sich das Christentum in ganz Irland verbreitete und der 31. Oktober nicht mehr der letzte Tag des Jahres war, wurde Halloween vor allem zu einem Fest für die Kinder. „Geister“ gingen von Tür zu Tür und baten um kleine Überraschungen („Süßes“) – wer nichts gab, dem würde ein Streich gespielt („Saures“). In den Jahren nach 1840, als Millionen Iren in die Vereinigten Staaten einwanderten, brachten sie diese Tradition mit.

Heute sind bei Jung und Alt Tanzfeste in den Schulen und Nachbarschaftsparties beliebt. Halloween erfährt wachsenden Zuspruch. Die Menschen verkleiden sich als Gestalten aus der Geschichte oder Politik und gehen auf Kostümfeste. In größeren Städten kommen kostümierte Kinder und ihre Eltern am frühen Abend in Einkaufszentren zusammen. Bild: Citype
Geschäfte und Unternehmen geben Partys mit Spielen und kleinen Geschenken für die Kinder. Teenager halten Schultanzfeste, bei denen sie kostümiert sind, je ausgefallener, desto besser! Manche Streiche, wie Autofenster mit Seife einschmieren und Mülltonnen umkippen, erwartet man geradezu. Doch die Partys und die Streiche sind nicht alles. Häufig wird auch Geld für Essen und Medikamente für bedürftige Kinder in allen Teilen der Welt gesammelt. Auf den Halloween-Partys spielt man traditionelle Spiele. Eines der bekanntesten ist „Steck dem Esel den Schwanz an“: Einem Kind werden die Augen verbunden und es wird langsam gedreht, sodass ihm ein wenig schwindelig wird. Dann muss das Kind einen Papieresel finden, der an einer Wand hängt, und versuchen, ihm den Schwanz an die richtige Stelle zu hängen. Ein anderes Spiel ist „Äpfel angeln“. Ein Kind nach dem anderen muss Äpfel aus einem Wasserkübel holen, ohne dabei die Hände zu verwenden. Wie? Indem man das Gesicht ins Wasser taucht und in den Apfel beißt!
Halloween Symbole

Halloween entstand als eine Feier, bei der es um böse Geister ging. Hexen, die auf Besenstielen mit schwarzen Katzen durch die Luft reiten, Geister, Kobolde und Skelette sind mit der Zeit zu Halloween-Symbolen

geworden. Es gibt beliebte, typische Halloween-Kostüme und Dekoration für Grußkarten und Fenster. Schwarz ist eine traditionelle Halloween-Farbe, wahrscheinlich deshalb, weil Halloween-Feiern und -Bräuche nachts stattfanden. In den Wochen vor dem 31. Oktober schmücken die Amerikaner die Fenster ihrer Häuser und Schulen mit Schattenrissen von Hexen und schwarzen Katzen.

Kürbisse sind ebenfalls ein Halloween-Symbol. Die dafür verwendete Kürbissorte ist orangefarben, und so ist auch orange zu einer traditionellen Halloween-Farbe geworden. In Kürbisse Gesichter zu schnitzen und sie von innen zu beleuchten („jack-o’lantern“) ist ebenfalls ein Halloween-Brauch irischen Ursprungs. Es entstand eine Legende um einen Mann namens Jack, der ein solcher Geizkragen war, dass ihm nach dem Tod der Einlass in den Himmel verwehrt wurde. In die Hölle ließ man ihn aber auch nicht, da er dem Teufel Streiche gespielt hatte. Daher ist Jack dazu verdammt, mit seiner Laterne bis zum Jüngsten Tag in der Welt umherzuirren. Die Iren schnitzten furchterregende Gesichter aus roten oder weißen Rüben oder Kartoffeln, die diesen „Jack of the Lantern“ oder „Jack o’lantern“ darstellen sollten. Als die Iren dann diesen Brauch nach

Amerika brachten, schnitzten sie die Gesichter in Kürbisse, da es davon im Herbst mehr gab als Rüben. Heute verkünden die „jack-o’lanterns“ in den Fenstern in der Halloween-Nacht, dass es in diesem Haus beim
„Trick or Treat“ etwas Leckeres zu holen gibt.

Typische Halloween-Leckereien
Getrocknete Kürbiskerne

Den Kürbis nach dem Schnitzen aushöhlen und Kerne vom Fruchtmark trennen. Die Kerne abspülen und zum Trocknen auflegen. Am nächsten Tag mit ausreichend Butter oder Margarine überdecken. Die Kerne auf Backpapier verteilen und 20 Minuten backen, bis sie leicht bräunlich sind.

Karamelläpfel

Etwa 100 Karamellen in eine Pfanne geben. Die Karamellen im Wasserbad schmelzen. In jeden Apfel ein Holzstäbchen stecken und in die Karamellmasse tauchen. Auf Wachspapier trocknen lassen. Mahlzeit!

Popcornkugeln

½ Tasse Maissirup, einen Teelöffel Essig und ½ Teelöffel Salz in eine Pfanne geben. Auf ca. 120 °C oder so lange erhitzen, bis sich ein kleiner Löffel dieser Mixtur zu einem harten Bällchen formt, wenn man sie ins Wasser gleiten lässt. Vom Feuer nehmen und 1 Teelöffel Vanille hinzufügen. Warmes, fertiges Popcorn in eine große, befettete Schüssel geben. Dann langsam den Sirup über das Popcorn gießen, mit einer befetteten Gabel umrühren und gut durchmixen. Vorsicht, heiß! Etwas auskühlen lassen, dann Hände einfetten und das Popcorn in etwa 6-cm-große Kugeln formen. Auf Wachspapier legen, bis sie ausgekühlt sind und nicht mehr kleben, dann in Konfektpapier einwickeln.
Samhain
Samhain (irisch, wird ‚Sa-un‘ oder ‚Sa-u-in‘ gesprochen) ist das erste der Hochfeste im keltischen Jahreskreis, das ursprünglich in der Nacht des elften Neumond eines Jahres gefeiert wurde.

Inzwischen wird es in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November gefeiert. Wobei eine Feier durchaus auch drei Tage um den eigentlichen Termin herumliegen kann. Der Name der Feier leitet sich vermutlich ab vom keltischen Ausdruck „sam-fuin“ („Sommers Ende“). Laut McBain’s Etymological Dictionary of the Gaelic Language bedeutet „samhuinn“ (so die schottisch-gaelische Schreibweise) „Hallow-tide“ (holiday), gemeint ist „summer’s end“.

Es ist der Beginn des dunklen Halbjahrs, wenn die Grenze zwischen den Welten offen ist – wie auch an Beltane. Aus diesem Grunde nahm man an, dass die verstorbenen Ahnen in dieser Nacht auf der Erde wandeln, um Ihre Verwandten zu besuchen. Um ihnen den Weg zu leiten, stellte man Lichter in den Fenstern auf, welche heute zu leuchtenden Kürbisfratzen mutiert sind.

Um die heidnischen Bräuche abzuschaffen, hat die katholische Kirche das Fest Allerheiligen auf den 1. November gelegt. Der Abend vor Allerheiligen wird im Englischen als All hallows eve bezeichnet, das sich später zu Halloween entwickelte.

DharmeshFest- & Feiertage31. Oktober Am 31. Oktober klopfen dutzende kostümierte Kinder bei den Nachbarn an und rufen „Trick or Treat“ (etwa: „Süßes oder Saures“), sobald die Tür aufgeht. Piraten und Prinzessinnen, Geister und gerade bekannte und beliebte Helden halten Säckchen für Süßigkeiten und Leckereien auf, die von den Nachbarn hineingeworfen werden. Dabei...