Bild: Jüdisches Museum Wien Fassade
© Philipp Kreidl

Nach seiner Renovierung präsentiert sich das Jüdische Museum Wien als offenes Haus und als Ort der seinandersetzung mit der jüdischen Geschichte, Religion und Kultur. Es werden neue Sichtweisen auf das Judentum aufgezeigt und Menschen aller Kulturen und Generationen
zum Dialog eingeladen, ermutigt Fragen zu stellen und am
kreativen Prozess teilzunehmen.

Bild: Foyer/Kassenbereich
© Agentur Wulz Services

Die Sammlungen werden im Schaudepot des Museum vorgestellt und in einen historischen Zusammenhang gestellt – mit den Orten, aus denen die Objetke stammen, den Synagogen oder den Sammlern. Die großen Sammlungen des Jüdischen Museums sind nun im Schaudepot neu geordnet und kontextualisiert zu erleben. Zu sehen sind die Sammlung des ersten Jüdischen Museums, die Sammlung der Israelitischen Kultusgemeinde – Überreste einer einstmals großen und blühenden Gemeinde in Wien und in den Bundesländern, die Neuerwerbungen des Jüdischen Museums seit den frühen 1990er Jahren, die erworbenen und gestifteten Privatsammlungen Berger, Schlaff und Stern. Die BesucherInnen erhalten so quer durch die Jahrhunderte einen neuen Einblick in die Schätze des Jüdischen Museums Wien.

Bild: Ausstellung im Ateilier
© Stefan Fuhrer

Das Atelier des Jüdischen Museums ist nicht nur eine Werkstatt, sondern auch Ausstellungsraum, in dem die Rituale in einem jüdischen Leben anhand von Museums-, aber auch Alltagsobjekten dargestellt werden. Der Audioguide bringt den Besuchers den jüdischen Alltag mittels eines Dialogs zwischen zwei Jugendlichen näher.
Im Atelier werden persönliche Feste im jüdischen Alltagsleben vorgestellt. Es werden wichtige Lebensabschnitte wie Bar Mitzwa oder Bat Mitzwa, der Schritt des jüdischen Jugendlichen in die Welt der Erwachsenen, Symbole der jüdischen Hochzeit, koschere Küche,… thematisiert. Anhand verschiedener Stationen werden diese Fragen beantwortet, wobei jeweils ein Museumsobjekt aus den außergewöhnlichen Sammlungen des Museums einem Alltagsobjekt gegenübergestellt werden, wodurch auch die Vergangenheit und die Gegenwart in einen Dialog treten können.

Das Atrium


Bild: Atrium
© Agentur Wulz Services

Im Atrium des Museums wird mit „Wien. Jüdisches Museum. 21. Jahrundert“ eine Ausstellung gezeigt, die als erste Etappe auf dem Weg zur Dauerausstellung konzipiert ist. Es werden dem Publikum jene Themenbereiche präsentiert, die dem Museumsteam wichtig erscheinen, wobei die BesucherInnen auch eingeladen sind, ihre Fragen und Ideen mit dem Museumsteam zu diskutieren.

Bild: Details aus der Installation der Dauerausstellung
„7 Fragen auf dem Weg zur einer Dauerausstellung“
© Agentur Wulz Services

Im Atrium befindet sich auch die Dauerausstellumg „7 Fragen auf dem Weg zu einer neuen Dauerausstellung“. Das Jüdische Museum geht damit der Frage nach der spezifisch europäischen und österreichischen Perspektive von jüdischen Museen nach. Es sollen mit dem Publikum einige Fragen erarbeitet werden: Warum gibt es eigentlich jüdische Museen, wer besucht sie und warum? Was wurde und wird hier gesammelt? Wie kann man die Wiener jüdische Geschichte erzählen oder die jüdische Religion ausstellen? Fragen wie diese öffnen den Rahmen für eine Ausstellung, die für ein Jahr das Atrium im Erdgeschoß des Jüdischen Museums bespielt.