Aloe Vera

(Familie: Asphodelaceae)

Bild: Aloe Buchlohii

Die Aloe vera gehört zu den alten und lang erprobten Heilpflanzen. Seit über 6.000 Jahren ist ihre Wirkung bekannt und sie wird in Form von Pflanzenaus- zügen oder Saft zur Therapie erfolgreich eingesetzt. Die Aloe vera gehört in die Gattung der Liliengewächse. Die Pflanze ist stammlos oder mit einem bis zu 25 cm langen Stamm und ca. 20 Blättern in aufrechter, dichter Rosette. Diese Blätter sind zwischen 40 und 50 cm lang, basal 6 bis 7 cm breit, bazettlich, recht dick, fleischig, wasserspeichernd (sie gehört zu den Blattsukkulenten), oberseits konkav, grau-grün mit häufig roter Färbung und hat bei jungen Planzen manchmal Flecken. Unterseits sind die Blätter konvex geformt und haben am Blattrand eine leicht rosa Kante mit 2 mm langen, blassen, derben, dornigen Zähnen im Abstand von 10 bis 20 mm. Der Blütenstand ist einfach oder ein- bis zweimal verzweigt und 60 bis 90 cm hoch. Die Blütentrauben sind dicht, zylindrisch, nach oben schmal werdend. Die terminale Traube wird bis zu 40 cm lang, wobei die unteren Trauben etwas kürzer sind. Die Tragblätter sind fast weiß, die Blüten leuchtend gelb und 3 cm lang. Der Blattsaft ist honigfarben, gelb eintrocknend. Sie werden häufig von Honigvögeln bestäubt. Es sind immer nur wenige Einzelblüten an einer Pflanze zur selben Zeit geöffnet, was die Nektarsammler zwingt, mehrere Pflanzen anzufliegen. Dadurch wird die Fremdbestäubung gefördert. Die Früchte sind aufspringende Spaltkapseln. Die Aloe bildet zahlreiche Adventivsprosse, mit denen sich die Pflanze auch vegetativ vermehrt. Alle Aloearten, es sind ca 200, werden durch das Washingtoner Artenschutzabkommen vom 3.3.1973 an ihren natürlichen Standorten geschützt. Ausgenommen sind neben Samen, Zellkulturen und ähnlichem „einzelne Blätter sowie Teile und Erzeugnisse davon, welche von außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes eingebürgerten oder von künstlich vermehrten Aloen der Art Vera stammen“.

Die ursprüngliche Heimat der Aloe ist unbekannt. Möglich erscheinen der Sudan oder die arabische Halbinsel. Heute findet sich diese Art kultiviert und verwildert in Nord-Afrika von Marokko bis Ägypten, im Nahen Osten, in Asien und hier besonders in Indien, im gesamten südlichen Mittelmeerraum, auf Madeira, den Kapverden und den Kanarischen Inseln. Sie wurde in Mittel- und Südamerika, insbesondere auf den niederländischen Antillen, Puerto Rico, Jamaika, Mexiko und im Andenvorland eingeführt und ist heute auch verwildert zu finden. Auf den niederländischen Antillen, in Küstengebieten von Venezuela sowie in subtropischen Regionen der USA und Mexikos wird die Aloe vera in großen Plantagen angebaut.

Reine Aloe:

Unter reiner Aloe versteht man das gelblich, bräunliche Blattharz (Aloin), das im Blattgrün und in der Blattrinde vorkommt. Dieses Aloin riecht sehr streng und schmeckt extrem bitter.
Blattgrün und Blattrinde enthalten Arzneistoffe, die sogenannten Anthrachinon- und Anthrazen-Derivate, kräftig wirkende Drogen. Ihre Wirkung erstreckt sich auf den Dickdarm. Nach oraler Einnahme von Aloe wurden schon stärkere lokale Reizwirkungen und Krämpfe im Becken und Oberbauch beobachtet.

Aloe Vera Gel:

Das Aloe Vera Gel ist transparent und etwas schleimig. Es stammt aus dem Inneren des Blattes. Zu dessen Gewinnung müssen Blattrinde und Blattgrün sorgfältig entfernt werden, damit kein Aloin mehr enthalten ist. Wissenschaftler verschiedener Länder und Nationen haben durch modernste technologische Untersuchungs- methoden inzwischen bereits 220 Inhaltsstoffe in dem Aloe-Vera-Gel nachgewiesen. Man vermutet, daß sich im Laufe weiterführender Studien noch einige mehr finden werden.

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