Schleuse und Kraftwerk Freudenau

km 1920,5 RU
Schleuse / Kraftwerk Freudenau

… die Schiffsverbindung ist nicht so neu, wie es scheint.
Seit 1964 können Ausflügler mit Tragflügelbooten der vormals tschechoslowakischen, heute slowakischen Schifffahrtsgesellschaft
LOD zwischen Bratislava und Wien verkehren.


Tragflügelboot des Typs „Voschod“ der
ČSPD (Tschechoslowakische Donauschifffahrt) in der Schleuse Freudenau.

Waren zuerst die Tragflügelboote Raketa I und Raketa II im Einsatz, konkurriert der Twin City Liner nun mit der dritten Generation dieses Schiffstyps. Aus technisch-nautischen Gründen können sie nicht vom Donaukanal losfahren. LOD bewirbt nun ihr Handicap mit der Fahrt durch die Schleuse Fraudenau als besonderes Erlebnis für Fahrgäste.

auszugsweise „Twin City Liner: Ein Schiff schlägt Wellen“
26.07.2010, von JAN KREISKY (Die Presse)
http://diepresse.com

Mit dem Tragflügelboot durch die Schleuse

Das „Meteor“ Tragflügelboot Richtung Bratislava in der Schleuseneinfahrt.

Bild: Screenshot aus dem Imagefilm
„… mit dem Tragflügelboot von Wien nach Bratislava“
www.youtube.com/

© Citype / www.visual-act.com

Am rechten Ende der Staumauer liegen die beiden Schiffsschleusen mit jeweils einer nutzbaren Länge von 275 m und einer nutzbaren Breite von 24 Metern. Das Wehr besteht aus vier Wehrfeldern mit einer Breite von jeweils 24 Meter und befindet sich am linksufrigen Ende der Staumauer.

… Und hier heißt es erst mal Geschwindigkeit drosseln, die Schleuse wartet. Für das schmale Tragflügelboot ist es nicht weiter schwierig, die Schleuse zu befahren. Geschleust wird nach vorhandenen Möglichkeiten.

Also sucht sich das Boot ein Plätzchen und wartet. Über zehntausend Güter- und nocheinmal so viele Personenschiffe fahren jedes Jahr durch die Schleusenanlage in der Freudenau.

Wenn alle Schiffe sicher vertaut sind, beginnt die Absenkung des Wasserspiegels, die dann sehr rasant von statten geht.

Vom Außenbereich kann man zusehen, wie die Mauer wächst und wie schnell der Wasserspiegel sinkt. 30 Minuten dauert es ungefähr, um den Wasserstand in der Schleuse um zehn Meter zu senken und zu steigern.

Irgendwann ist dann das Niveau erreicht, und langsam öffnet sich das Tor. Dann gibt es grünes Licht und die Fahrt kann fortgesetzt werden.

Es gibt zwei Schleusenkammern in der Freudenau. Wenn keine sehr großen Schiffe geschleust werden, kann die Kammer auch noch in der Mitte geteilt werden, um nicht unnötig Wasser zu verlieren.

Das Tragflügelboot in der Schleusenausfahrt
Richtung Bratislava.

Bilder teilweise aus dem Imagefilm
„… mit dem Tragflügelboot von Wien nach Bratislava“
www.youtube.com/

© Citype / www.visual-act.com

Texzauszug aus “ Im Boot nach Bratislava geschleust“
Ansichtssache | 25. Juli 2011, 17:16 | Fotostory: mirjam harmtodt
http://derstandard.at/

Kraftwerk Freudenau


Donaukraftwerk Freudenau in Wien.

Das Kraftwerk Freudenau ist ein Laufkraftwerk an der Donau in der österreichischen Hauptstadt Wien und das zehnte und letzte der österreichischen Donaukraftwerke. Nachdem sich bei einer der Wiener Volksbefragungen vom 14. und 16. Mai 1991 die Wiener Bevölkerung mit großer Mehrheit für das Kraftwerk ausgesprochen hatte, begann die Österreichische Donaukraftwerke AG 1992 mit dem Bau und stellte ihn 1998 fertig. Am 22. Oktober 1996 kam es beim noch in Bau befindlichen Kraftwerk zu einem schweren Schiffsunglück. Bei Hochwasser erreichte das slowakische Schubschiff „Ďumbier“ wegen der starken Strömung die Schleusenöffnung nicht und wurde durch eines der Wehrfelder gedrückt. Acht Matrosen kamen dabei ums Leben, nur einer konnte gerettet werden.

Technische Beschreibung

Die in Nassbauweise errichtete Staumauer staut die Donau bei Stromkilometer 1.921,05 auf einer Länge von rund 28 km auf eine Höhe von 8,6 m auf. Der Inhalt des Stauraumes beträgt ca. 55 Millionen m³, das Stauziel liegt auf einer Seehöhe von 161,35 m ü. A.

Am rechten Ende der Staumauer liegen die beiden Schiffsschleusen mit jeweils einer nutzbaren Länge von 275 m und einer nutzbaren Breite von 24 Metern. Das Wehr besteht aus vier Wehrfeldern mit einer Breite von jeweils 24 Meter und befindet sich am linksufrigen Ende der Staumauer.

Das Kraftwerk Freudenau kann von Fußgängern und Radfahrern als Donaubrücke verwendet werden. Gemeinsam mit der Walulisobrücke stellt es einen Übergang für Fußgänger und Radfahrer über Donau und Neue Donau dar.

Maschinenhaus
Im Maschinenhaus, das zwischen Schleusen und Wehranlage liegt, erzeugen sechs Maschinensätze elektrische Energie für das öffentliche Stromnetz. Jeder dieser Sätze besteht aus einer Kaplan-Rohrturbine mit einem direkt gekoppelten Drehstromgenerator. Jede der Wasserturbinen hat einen Durchmesser von 7,5 m, eine waagrechte Welle und liegt auf einer Seehöhe von 142 m. Die Nennleistung der Turbinen beträgt jeweils 30,3 MW, die Nenndrehzahl 65,2 min−1 und der Nenndurchfluss je Turbine 500 m³/s. Die sechs Drehstromgeneratoren haben bei einer Nennspannung von 10,5 kV eine maximale Scheinleistung von je 32 MVA. Insgesamt verfügt das Kraftwerk über eine Engpassleistung von 172 MW. Die Einspeisung erfolgt über drei 110-kV-Kabel in das nahe gelegene Umspannwerk Kaiserebersdorf der Wien Energie Stromnetz. Bei einem Ausbaudurchfluss von 3000 m³/s beträgt das Regelarbeitsvermögen jährlich 1052 GWh. Dies entspricht einer tatsächlichen mittleren Leistung, über ein Jahr gemittelt, von 120 MW und mit Stand 2006 ca. 1,85 % der gesamten in Österreich erzeugten elektrischen Leistung.

Stromhaus

Das Stromhaus im Kraftwerk Freudenau wurde als Informationszentrum über Elektrizität im Allgemeinen und die Staustufe Wien im Speziellen konzipiert. Videos, Computerspiele und Modelle veranschaulichen für Kinder und Erwachsene das Thema. Hier ist auch der Ausgangspunkt von Führungen durch das Kraftwerk.

Ökologie

Durch die Wiener Donauregulierung Ende des 19. Jahrhunderts hat sich die Donau immer tiefer in das Flussbett gegraben. Durch den Bau des Staukraftwerkes konnte die Eintiefung gestoppt werden. Die Alte Donau und die Gewässer der Lobau bekommen nach der Errichtung des Stauwerkes wieder ausreichend Wasser. Um Fischen die Wanderung zu ermöglichen, wurde auf dem Gelände der Donauinsel ein Umgehungsbach errichtet.

DharmeshUrlaubSchleuse und Kraftwerk Freudenau km 1920,5 RU Schleuse / Kraftwerk Freudenau ... die Schiffsverbindung ist nicht so neu, wie es scheint. Seit 1964 können Ausflügler mit Tragflügelbooten der vormals tschechoslowakischen, heute slowakischen Schifffahrtsgesellschaft LOD zwischen Bratislava und Wien verkehren. Waren zuerst die Tragflügelboote Raketa I und Raketa II im Einsatz, konkurriert der Twin City Liner...