Rudolfsheim
Fünfhaus

15. Bezirk
Fläche: 3,87 km²
Einwohner: 69.309 (1991)
64.895 (2001)
71.081 (2005)

Allgemeine Informationen

Kavallerie-Manöver auf der Schmelz (21.September 1822)

Rudolfsheim-Fünfhaus entstand 1938 durch die Zusammenlegung des 14. (Rudolfsheim) und 15. Bez. (Fünfhaus), während die Zahl 14 auf den vom 13. Bez. abgetrennten neugebildeten Bez. Penzing überging; seit 1957 trägt der Bezirk den Doppelnamen, der an beide alten Bezirke erinnert. Rudolfsheim (benannt nach Kronprinz Rudolf) war 1863 durch Vereinigung von Reindorf (Name erstmals 1411), Braunhirschen und Rustendorf, der 14. Bez. gleichen Namens bei der Eingliederung in Wien 1890/92 aus den Orten Rudolfsheim und Sechshaus entstanden. Fünfhaus hieß nach 5 Winzerhäusern, die um 1710 hier erbaut worden waren.

Text auszugsweise aus

aeiou – das kulturinformationssystem des bm:bwk
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Berühmte Bewohner

Der 15. Bezirk ist eng mit der Gründung der österreichischen Arbeiterbewegung verbunden. Dreitausend Teilnehmer hoben am 15. Dezember 1867 in Schwenders Kolosseum auf der Mariahilfer Straße den ersten Wiener Arbeiterbildungsverein aus der Taufe. Bei einer Mitgliederversammlung, nur ein Jahr später in Zobels Bierhalle, die sich im Bereich der heutigen Gasgasse befand, trug ein Arbeiterchor erstmals das „Lied der Arbeit“ vor, zu dem Joseph Zapf den Text und Josef Scheu (1841-1904) die Melodie geschrieben hatten. Diese Hymne der österreichischen Arbeiterbewegung wurde später in alle Sprachen der Kronländer übersetzt und bei sozialdemokratischen Veranstaltungen gesungen.

Auch im Widerstand gegen das Naziregime ist der Bezirk hervorgetreten. Besonders aktiv waren illegale Gruppen am Westbahnhof und im Betriebsbahnhof Rudolfsheim der Wiener Verkehrsbetriebe. In der Schwendergasse 51 befindet sich heute eine Gedenktafel für den am 8. November 1944 hingerichteten Straßenbahner und Widerstandskämpfer Johann Gärtner. Im Gebäude des Westbahnhofes wurde im Jahre 1988 eine Gedenktafel für die mit dem ersten Transport nach Dachau („Prominententransport“) deportierten Gestapo-Häftlinge enthüllt.


August Jurek
(1870 – 1934)
Ein bekannter Bezirksbürger aus dem kulturellen Bereich war Wilhelm August Jurek, geb. 1870, der unter vielen anderen Musikstücken den „Deutschmeister-Regimentsmarsch“ schuf. Er starb 1934 im Haus Dingelstedtgasse 16.

Textauszug aus

Diem, Peter – Göbl Michael – Saibel, Eva
Die Wiener Bezirke
Ihre Geschichte, ihre Persönlichkeiten, ihre Wappen

Deuticke Verlag
ISBN: 3852234638

Auszugsweise Veröffentlichung
mit freundlicher Genehmigung
des Deuticke Verlages
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DharmeshTourismusRudolfsheim Fünfhaus 15. Bezirk Fläche: 3,87 km² Einwohner: 69.309 (1991) 64.895 (2001) 71.081 (2005) Allgemeine Informationen Kavallerie-Manöver auf der Schmelz (21.September 1822) Rudolfsheim-Fünfhaus entstand 1938 durch die Zusammenlegung des 14. (Rudolfsheim) und 15. Bez. (Fünfhaus), während die Zahl 14 auf den vom 13. Bez. abgetrennten neugebildeten Bez. Penzing überging; seit 1957 trägt der Bezirk den Doppelnamen, der an beide alten Bezirke...