Ottakring

16. Bezirk
Fläche: 8,64 km²
Einwohner: 88.931 (1991)
86.129 (2001)
94.168 (2005)

Allgemeine Informationen

Neulerchenfelder Straße 12, 1904/05
Bild aus „August Stauda – Ein Dokumentarist des alten Wien“
erschienen im Verlag Christian Brandstätter – zur Buchbeschreibung

wohl seit dem 9. Jh. besiedelt, 1147/67 erstmals erwähnt, einst industriereich, mit Gartensiedlungen in dem in den Wienerwald hinaufreichenden W-Teil (Liebhartstal, Starchant, Spiegelgrund, Gallitzinberg, Wilhelminenberg). Wurde 1890/92 bei der Einverleibung in Wien aus den Ortschaften Alt-O., Neu-O. und Neulerchenfeld gebildet, die in der 2. Hälfte des 19. Jh. durch ausgedehnte Arbeiterwohnviertel weit nach S und W wuchsen. Aus dieser Bauperiode stammt die schnurgerade Thaliastraße, die zum Teil im Tal des zur Gänze überwölbten Ottakringerbachs liegt, die Hauptader des Bezirks.


Der Ottakringer Linienwall

Text auszugsweise aus

aeiou – das kulturinformationssystem des bm:bwk
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Berühmte Bewohner

Berühmte Sänger und Komponisten waren Ottakringer: allen voran die Brüder Johann (1850-1893) und Josef Schrammel (1852-1895) sowie Ludwig Gruber (1874-1964), Komponist der Lieder „Mei Muatterl war a Weanarin“ und „Es wird ein Wein sein“).

Tschauner’s letztes Wiener Stegreiftheater wurde 1909 gegründet und hat noch immer sein dankbares Publikum. Helmut Qualtinger (1928-1986) und André Heller (*1947) taten hier erste Schritte auf der Bühne.

Josef Weinheber
(1892 – 1945)
Der Lyriker und Erzähler Josef Weinheber (1892-1945), wohnte 17 Jahre lang in der Hasnerstraße 134. Eine Nachbildung seines Kabinetts ist im Bezirksmuseum zu besichtigen. Der Arbeiterdichter Alfons Petzold, 1923 in Fünfhaus geboren, wohnte am Richard-Wagner-Platz in Ottakring. Er starb, erst vierzigjährig, wie viele seiner Arbeiterkollegen, an Tuberkulose. Aus Ottakring stammen auch Arik Brauer (*1929) und Karl Hodina (*1935) – beide Doppelbegabungen als Maler und Liedermacher. Ottakring ist die politische Heimat von Dr. Michael Häupl, seit 1994 Bürgermeister von Wien.

Textauszug aus
Diem, Peter – Göbl Michael – Saibel, Eva
Die Wiener Bezirke
Ihre Geschichte, ihre Persönlichkeiten, ihre Wappen

Deuticke Verlag
ISBN: 3852234638

Auszugsweise Veröffentlichung
mit freundlicher Genehmigung
des Deuticke Verlages

DharmeshTourismusOttakring 16. Bezirk Fläche: 8,64 km² Einwohner: 88.931 (1991) 86.129 (2001) 94.168 (2005) Allgemeine Informationen Neulerchenfelder Straße 12, 1904/05 Bild aus 'August Stauda - Ein Dokumentarist des alten Wien' erschienen im Verlag Christian Brandstätter - zur Buchbeschreibung wohl seit dem 9. Jh. besiedelt, 1147/67 erstmals erwähnt, einst industriereich, mit Gartensiedlungen in dem in den Wienerwald hinaufreichenden W-Teil (Liebhartstal, Starchant, Spiegelgrund, Gallitzinberg,...