Josefstadt

8. Bezirk
Fläche: 1,08 km²
Einwohner: 23.850 (1991)
22.572 (2001)
23.264 (2005)

Allgemeine Informationen


Alser Straße / Ecke Skodagasse, 1907
Bild aus „August Stauda – Ein Dokumentarist des alten Wien“
erschienen im Verlag Christian Brandstätter – zur Buchbeschreibung

Josefstadt, der flächenmäßig kleinste und einwohnermäßig mit 1,5 % der Gesamtbevölkerung zweitkleinste Bez. (nach dem 1. Bez.). Name zu Ehren Ks. Josephs I. (1690 Krönung zum röm. König). 1850 im Zuge der 1. Stadterweiterung aus den ehem. Vorstädten Breitenfeld, Strozzigrund und J. sowie aus Teilen von St. Ulrich, Lerchenfeld und Alservorstadt zum 7. Gem.-Bez. von Wien zusammengeschlossen, 1861 umnumeriert zum 8. Bez. Die Besiedlung begann um 1400, v. a. vom Adel als Gartenstadt und Sommeraufenthalt bevorzugt; heute typisches Wohnviertel mit einem hohen Anteil vor 1919 errichteter Bürgerhäuser, z. T. aus Biedermeier und Historismus. Barocke Vorstadthäuser (eines der schönsten „Zur heiligen Dreifaltigkeit“/Alte Backstube, 1697).


Salon im Gasthaus „Zum goldenen Straus“
(um 1830/40, die späteren „Sträußelsäle“)

Text auszugsweise aus

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Berühmte Bewohner
Im Bezirksmuseum befinden sich Gedenkstätten für berühmte Josefstädter Bürger. Für Stefan Zweig (1881-1942), der lange in der Kochgasse 8 wohnte, gibt es einen kleinen Gedenkraum; die Studienbibliothek enthält seine sämtlichen Werke und zahlreiche Originalhandschriften.

Stefan Zweig
(1881 – 1942)

Auch der Wahlösterreicher, Dramatiker und Politiker Friedrich Hebbel (1813-1863) ist ausführlich dokumentiert. Ebenso wird der Nachlass des Operettenkomponisten Edmund Eysler (1874-1949) vom Museum verwaltet. Zu den besonders schönen Stücken zählt auch ein schwarzer Straußenfedernfächer, den Kaiserin Elisabeth Frau Sacher anlässlich des ersten Balls im „Grünen Tor“, in der Lerchenfelderstraße 14, schenkte. Ab 1892 schuf Gustav Klimt einige seiner berühmten Werke im Gartenpavillon des Hauses Josefstädterstraße 21, bis er seine Arbeitsstätte nach Hietzing (s.d.) verlegte. Auch der Maler Rudolf von Alt (1812-1905), der Dichter Anton Wildgans (1881-1932, Eiche im Schönbornpark), der Filmregisseur Fritz Lang (1890-1976) sowie Hans Kelsen (1881-1973, Schöpfer der österreichischen Bundesverfassung) und Adolf Schärf (1890-1965, Bundespräsident ab 1957) wohnten in der Josefstadt und haben dort Gedenktafeln. Neben dem ersten Bezirk war die Josefstadt jener Bezirk, in dem die meisten Wiener Bürgermeister ihren Wohnsitz hatten, unter ihnen Cajetan Felder, Felix Slavik, Leopold Gratz und Helmut Zilk.

Textauszug aus

Diem, Peter – Göbl Michael – Saibel, Eva
Die Wiener Bezirke
Ihre Geschichte, ihre Persönlichkeiten, ihre Wappen

Deuticke Verlag
ISBN: 3852234638

Auszugsweise Veröffentlichung
mit freundlicher Genehmigung
des Deuticke Verlages

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