Erzherzog-Carl-Denkmal und Prinz-Eugen-Denkmal


Durchblick zwischen den beiden Denkmälern in Richtung Albrechtspalais
(vor Erbauung der Neuen Burg). August Stauda; um 1875
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung

Das Denkmal Erzherzog Carls wurde 1853-59 zur Erinnerung an seinen Sieg über Napoleon in der Schlacht bei Aspern errichtet. Das Denkmal des Prinzen Eugen entstand 1860-65 anläßlich seiner Erfolge über die Türken. Beide Denkmäler wurden von Architekt Eduard van der Nüll und Bildhauer Anton Dominik Fernkorn geschaffen. Die Sockel bestehen aus grobem „Untersberger Marmor“, der eigentlich ein Kalkkonglomerat ist, mit Querschnitten großer, ehemals festsitzender Muscheln, dazwischen finden sich Kalkbruchstücke, Gerölle und gelbbraune Komponenten von Bauxit. Die dickschaligen Muscheln lebten im Brandungsbereich des seichten Meerwassers. Die eingeschwemmten Gerölle lassen auf ein eher einheitliches Hinterland schließen, aufgebaut aus Kalken der Jurazeit. Das gleich alte Konglomerat von Glasenbach, verwendet beim Opernringhof, ist ungleich bunter und vielfältiger. Das Gestein stammt aus der Kreidezeit und ist ca. 80 Millionen Jahre alt. Gebrochen wird es in einem Steinbruch am Fuß des Untersberges, südlich von Salzburg.

Text auszugsweise aus

Robert Seemann
Herbert Summesberger

Wiener Steinwanderwege
Die Geologie der Großstadt
Mit Photos von Alice Schumacher

Verlag Christian Brandstätter, Wien-München

mit freundlicher Genehmigung

Christian Brandstätter Verlagsgesellschaft m.b.H.
Das Verlagsservice für Museen, Unternehmen und öffentliche Stellen
www.brandstaetter-verlag.at

Erzherzog-Carl-Denkmal


Bild: Erzherzog-Carl-Denkmal: Basis und Sockel aus
„Untersberger Marmor“, einem Kalkkonglomerat aus Salzburg

Das von Anton Dominik Fernkorn geschaffene Reiterdenkmal gilt als technische Meisterleistung, da das Pferd den Sockel nur mit den Hinterbeinen berührt und somit die zwanzig Tonnen schwere Metallstatue auf nur zwei Punkten ruht. Das Denkmal wurde 1848 entworfen, die Gussarbeiten der aus acht Teilstücken gefertigten Statue dauerten fast sieben Jahre. Am 22. Juli 1858 glückte der Hauptguss in untadeliger Reinheit. Schon 1859 konnte mit der Aufstellung begonnen werden.


Erzherzog-Karl-Denkmal am Wiener Heldenplatz
Abbruch der Einmauerung des Denkmals.
Aufnahme schräg von rechts gegen die Ringstraße.
United States Information Service (USIS);1946-04-23
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung

Das Arsenal hatte 350 Zentner Gussmaterial zur Verfügung gestellt, so beliefen sich die Gesamtkosten auf 294.378 fl. Den Sockel planten Van der Nüll und Sicardsburg aus Untersberger Marmor, Ausführung durch den Wiener Steinmetzmeister Josef Kranner. Am 22. Mai 1860 fand die feierliche Enthüllung des Monuments statt. Der Sockel des Standbilds trägt die Inschriften „Dem heldenmüthigen Führer der Heere Österreichs“ (Nordseite) sowie „Dem beharrlichen Kämpfer für Deutschlands Ehre“ (Südseite).


Enthüllungsfeier des Erzherzog Karl Denkmals in Wien
Fernkorn, Anton von; Katzler, Vinzenz; Tewele, Franz; Reiffenstein & Rösch, Wien
Erinnerungsblatt an die Enthüllungsfeier des Erzherzog Karl Denkmals, geschaffen vom Bildhauer Joseph Anton Fernkorn, am 22. Mai 1860. Dargestellt ist das Denkmal, davor die Wappen mit den siegreichen Schlachten des Heerführers, Soldaten verschiedener Waffengattungen und im Vordergrund eine Allegorie der Austria. Braun getönte Lithographie von Vincenz Katzler, nach Entwurf des Herausgebers und Verlegers Ferdinand Tewele.
Gedruckt bei Reiffenstein & Rösch. ;1860-05-22

Legende:
„Kaiser Franz Joseph I. dem Erzherzoge Carl von Öesterreich 1859“
„Verjüngter Aar, dem er gezeigt den Flug
ihr seines Ruhmes Erben
Lasst seinen Geist in dieser Zeit nicht sterben
Sie wird auch wiederum zu Thaten werben
Die Fahne, die einst Carl so ruhmvoll schwang.“
Legende: „Heut vor 51 Jahren war der Tag
Wo auf Aspern’s blutigem Gefilde, Oesterreichs schönster höchster Ruhm entquillte
Wo des Corsen Siegeskrone brach.“

Lithografie 66.6cm x 98.5cm
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung

Inschriften am Denkmal:

„Dem heldenmüthigen Führer der Heere Österreichs“ (Nordseite)
„Dem beharrlichen Kämpfer für Deutschlands Ehre“ (Südseite).

Karl von Österreich-Teschen
Erzherzog Carl Ludwig Johann Joseph Laurentius von Österreich, Herzog von Teschen, (* 5. September 1771 in Florenz; † 30. April 1847 in Wien) aus dem Haus Habsburg-Lothringen war ein österreichischer Feldherr. Er fügte Napoleon in der Schlacht bei Aspern am 21./22. Mai 1809 eine erste Niederlage auf dem Schlachtfeld zu.

Dieser Bericht basiert auf dem Artikel „Karl_von_Österreich-Teschen“ der

Prinz-Eugen-Denkmal


Rechte Seitenansicht des Reiterstandbildes von Prinz Eugen.
Mayo, Henry de Wien;um 1935
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung

Das Prinz-Eugen-Reiterdenkmal ist ein 1865 enthülltes Reiterstandbild des unter dem Namen Prinz Eugen bekannten Feldherren des Hauses Österreich Eugen von Savoyen. Es steht auf dem Heldenplatz der österreichischen Hauptstadt Wien.

Die denkmalgeschützte Bronzeskulptur ist ein Werk des Bildhauers Anton Dominik Fernkorn und dessen Schülers Franz Pönninger. Fernkorn war trotz eines Schlaganfalles an den Modellen für das Eugendenkmal noch entscheidend beteiligt, musste aber nach einem zweiten Schlaganfall 1862 die weiteren Arbeiten Pönninger überlassen. Zum Bau des 310.953 fl. teuren Denkmals stellte das Arsenal 448 Zentner Erz zur Verfügung. Das Denkmal wurde am 18. Oktober 1865 von Kaiser Franz Joseph I. anlässlich des 202. Geburtstages von Eugen von Savoyen eingeweiht.


Enthüllungsfeier des Denkmals für den Prinzen Eugen. ;1865-10-18
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung

Der vierseitige Rechtecksockel mit Eckvoluten steht auf einem vierseitigen Podest mit abgeschrägten Ecken und wurde von Van der Nüll und Sicardsburg gestaltet und vom Wiener Steinmetzmeister Joseph Kranner bearbeitet. Er ist mit Inschriftentafeln und Bronzeappliken mit Figuren, Früchten, Wappen und Schlachtennamen verziert. An der Rückseite prangt das Wappen der Savoyer mit Löwen.

Auf dem Sockel aus Untersberger Veitlbruch liegt Feldzeug mit Halbmond und darauf steht das Reiterstandbild, das den Prinzen auf einem auf den Hinterbeinen stehenden Pferd – das aus statischen Gründen vom Schweif abgestützt wird – reitend darstellt.

Inschriften am Denkmal:

Vorderseite oben: Prinz Eugen der edle Ritter
darunter: Von Kaiser Franz Josef I. errichtet 1865
Links: Dem weisen Ratgeber dreier Kaiser
Rechts: Dem ruhmreichen Sieger über Österreichs Feinde

DharmeshTourismusErzherzog-Carl-Denkmal und Prinz-Eugen-Denkmal Das Denkmal Erzherzog Carls wurde 1853-59 zur Erinnerung an seinen Sieg über Napoleon in der Schlacht bei Aspern errichtet. Das Denkmal des Prinzen Eugen entstand 1860-65 anläßlich seiner Erfolge über die Türken. Beide Denkmäler wurden von Architekt Eduard van der Nüll und Bildhauer Anton Dominik Fernkorn geschaffen....