Fiakermilli

Fiakermilli (eigentl. Emilie Demel), * 30. 6. 1848 Chotebor (CZ), † 13. 5. 1889 Wien, gefeierte Wr. Volkssängerin. Heiratete 1874 den Fiaker L. Demel; bei H. v. Hofmannsthal als Bühnenfigur in "Arabella" (von R. Strauss 1933 vertont). aus aeiou - das kulturinformationssystem des bm:bwk 14.000 Stichwörter und 2000 Abbildungen aus Geschichte, Geographie, Politik und Wirtschaft Österreichs www.aeiou.at
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Wiener Sängerknaben

Wiener Sängerknaben aus www.aeiou.at - Video Album © Copyright: Bilder aus Wien Selenophon, Österrreich, vor 1938 Die Wiener Sängerknaben, 30er Jahre Wiener Sängerknaben, berufen sich auf die Tradition der Hofsängerknaben, die ab dem Spätmittelalter (vor der Kapellreform von 1498) im Personalstand der Hofmusikkapelle nachgewiesen sind. Aufgabe der zirka 14-20 Knaben war die musikalische Gestaltung der Messe, sie unterstanden einem Kantor, später dem Hofkapellmeister. Aufgrund einer profunden musikalischen Ausbildung waren viele Wiener Sängerknaben auch nach dem Stimmbruch als Musiker tätig (die Brüder J. und M. Haydn, F. Schubert, F. Mottl, C. Krauss und andere). Mit der Auflösung der Hofmusikkapelle 1920 war auch das Ende der Kapellknaben gekommen, doch der damalige Rektor der Hofburgkapelle, J. Schnitt, setzte sich für eine Fortführung der Tradition ein. 1924 wurde das Sängerknabeninstitut neu als "Wiener Sängerknaben" gegründet und kontinuierlich zu einem profes…
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Billy Wilder

Billy Wilder (eigentl. Samuel W.), * 22. 6. 1906 Sucha (PL), † 28. 3. 2002 Beverly Hills, Los Angeles (USA), Drehbuchautor, Filmregisseur. Ab 1910 in Wien, Journalist in Wien und ab 1926 in Berlin; 1933 Emigration nach Frankreich, 1934 in die USA, wo er zu einem der führenden Regisseure von Hollywood-Komödien wurde und in mehreren Filmen mit Weltstars wie Marilyn Monroe, Audrey Hepburn, Shirley MacLaine und Jack Lemmon zusammenarbeitete. Insges. 6-mal mit dem Oscar ausgezeichnet. Sein erstes Drehbuch schrieb Wilder 1929, seine erste Regiearbeit folgte 1934. Hier eine vollständige Liste seines Lebenswerks: 1934: "Mauvaise graine" (auch "Bad Blood" oder "Bad Seed") 1942: "Der Major und das Mädchen" (auch "Susanne im Schlafkupee") 1943: "Fünf Gräber bis Kairo" 1944: "Frau ohne Gewissen" 1945: "Das verlorene Wochenende" 1948: "Ich küsse Ihre Hand, Madame" (auch "Kaiserwalzer"), "Eine auswärtige Affäre" 1950: "Sunset Boulevard" (auch "Boulevard der Dämmerung") …
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Helmut Qualtinger

Helmut Qualtinger * 8. 10. 1928 Wien, † 29. 9. 1986 ebd., Schauspieler, Kabarettist, satirischer Schriftsteller. Gründete 1946 mit M. Kehlmann die Kabarettgruppe "Studio der Hochschulen", arbeitete 1946/47 mit C.Merz im Kabarett "Lieber Augustin" zusammen und gestaltete mit G. Bronner, P. Wehle und G. Kreisler die legendären Kabarettprogramme "Brettl vorm Kopf" (1952), "Dachl überm Kopf" (1956) und "Glasl vorm Aug" (1960); Couplets wie "Der g´schupfte Ferdl" oder "Der Papa wird´s schon richten" wurden als Schallplattenaufnahmen ebenso zu Klassikern des Wr. Kabaretts wie die "Travnicek"-Dialoge (mit G. Bronner); größter Erfolg war "Der Herr Karl" (verfasst mit C. Merz, 1961 als TV-Produktion). Neben seiner Tätigkeit als Kabarettist spielte Q. u. a. am Wr. Volkstheater, wirkte bei Theater-, Film-, Fernseh- und Rundfunkproduktionen als Schauspieler und Autor mit und trug in Lesungen aus Werken wie "Die letzten Tage der Menschheit" von K. Kraus oder "Mein Kampf" von A. Hitler…
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Karl Farkas

Karl Farkas * 28. 10. 1893 Wien, † 16. 5. 1971 ebd., Kabarettist, Schauspieler, Regisseur, Schriftsteller. Ab 1920 an der "Neuen Wr. Bühne", dann am Wr. Kabarett "Simplicissimus", wo er mit F.Grünbaum die Doppelconférence entwickelte; 1926 übernahm F. gem. mit Grünbaum die Leitung des Wr. Stadttheaters, 1927 die des "Moulin Rouge" und des "Simpl", das er mit einer Unterbrechung von 1938-46 (Emigration in die USA) bis zu seinem Tod leitete; F. prägte das "Simpl" als Unterhaltungskabarett (Doppelconférencen mit E.Waldbrunn). Regelmäßige Rundfunk- und Fernsehtätigkeit (1957-62 "Bilanz des Monats", "Bilanz der Saison", "Bilanz des Jahres"). aus aeiou - das kulturinformationssystem des bm:bwk 14.000 Stichwörter und 2000 Abbildungen aus Geschichte, Geographie, Politik und Wirtschaft Österreichs www.aeiou.at
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Community TV-GmbH

Community TV-GmbH A 1140 Wien, Missindorfstraße 21 +43-(0)1- 786 2442 Okto - Wiens erstes Community-TV Am 28. November 2005 um 20 Uhr startet Wiens erstes Community-TV. Zu sehen ist der neue Fernsehkanal im Wiener Telekabel-TV auf Kanal 8. Okto kann in rund 500.000 Wiener Haushalten empfangen werden. Was ist Okto? Okto, für dessen Programm aktuell über 50 Gruppen schwerpunktmäßig aus dem Kultur-, Sozial- und Wissenschaftsbereich arbeiten, versteht sich als partizipatives Fernsehprojekt, das vor allem medial benachteiligten Gruppierungen und Thematiken die Möglichkeit bietet, ihr eigenes Bild und Selbstverständnis in professioneller Qualität auszusenden. Die Stadt Wien finanzierte bisher den Bürger/innen-Sender in der Gründungsphase (Senderaufbau) mit insgesamt rund 2,9 Millionen Euro. Vizebürgermeisterin Grete Laska: "Partizipation als politisches Prinzip findet ihre Umsetzung nun unter anderem auch im Offenen Kanal. Dieser bietet Jugendlichen und anderen…
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Josefine Mutzenbacher

Josefine Mutzenbacher Wien zur Jahrhundertwende: Die geheimnisumwitterte Lady J., eine wohlhabende, angesehene Dame aus Amerika, besucht ihre Heimatstadt. Ministerialrat Marbach, der berühmte Autor eines Knigge für Sitte und Moral, wird zum passenden Begleiter für die noble Dame von Welt auserkoren und soll ihr Wien zeigen. Der Saubermann-Poet ahnt nicht, dass die ehrbare Lady an seiner Seite einst die berühmteste Hure der Stadt war. Denn ehe sich Josefine in ihrem Bordell einen millionenschweren Amerikaner geangelt hatte, war das lebenslustige und fröhliche Mädchen der Traum aller Männer und predigte Lust und Liebe: Jeder, der sie bezahlte, durfte sie haben. Der arme Ministerialrat fällt von einer Ohnmacht in die andere, als er von Josefines Vorleben und Vorlieben erfährt und sie ihn, den Moralpapst, mit ihren Geschichten schockiert. Josefine Mutzenbacher - Daten zum Film Produktion: 1970 Deutschland / Österreich Darsteller: Christine Schubert, Ren…
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Ernst Molden

Ernst Molden ernst molden wird 1967 in eine wiener literaten- und publizistenfamilie hineingeboren. ein studium der germanistik bricht er ab, arbeitet stattdessen ab 1987 als polizeireporter, später als beilagenredakteur der wiener tageszeitung 'die presse'. 1991 bis 1993 ist er dramaturg und hausautor am wiener schauspielhaus unter hans gratzer (1940 - 2004). seit 1993 arbeitet ernst molden als musiker und schriftsteller. nach kurzgeschichten, feuilletons und zwei theaterstücken veröffentlicht er ab 1994 vier romane (DIE KROKODILSDAME, BIEDERMEIER, AUSTREIBEN und DOKTOR PARANOISKI) und drei essaybände (WEISSER FRÜHLING, CHRISTBAUMKAUFEN - BADENGEHEN, WIEN). als musiker veröffentlicht ernst molden nach zwei cds mit den von ihm mitbegründeten pop/poetry-kollektiven TEUFEL & DER REST DER GÖTTER und DER NACHTBUS bislang drei alben unter eigenem namen: NIMM MICH SCHWESTER (2003), HAUS DES MEERES (2005) und BUBENLIEDER (2006). seit einem halben jahrzehnt arbeitet er mit d…
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Legendäre Orte des Wiener Fußballs

WO DIE WUCHTEL FLIEGT Legendäre Orte des Wiener Fußballs Wo flog die Wuchtel? Ursprünglich überall dort, wo es genügend Platz gab und keine Verbote. Zum Beispiel auf der grünen Wiese im Prater oder in Heiligenstadt, wo die Wiener von den Engländern das Kicken lernten. Platz gab es auch auf den "Gstätten" in der Vorstadt zwischen Fabriken und Arbeitersiedlungen: auf der "Kretainsel" in Favoriten, an der Donau in Floridsdorf oder auf der "Simmeringer Had". Mit den Vereinen, den regelmäßigen Wettkämpfen und dem Ansturm der Zuschauer stiegen die Anforderungen an die Plätze und machten sie zu Fixpunkten in der Stadt: Die Hohe Warte, auf die in den 1920er-Jahren bis zu 80.000 Fans pilgerten, die alte Pfarrwiese in Hütteldorf, wo Bimbo Binder bombte. Rapid gegen Austria Die Rivalität von Rapid und Austria spiegelte sich einst in vielen lokalen Duellen: Simmering gegen Ostbahn XI, Admira gegen FAC, Rudolfshügel gegen Hertha. Das "Wiener Spiel" war Weltmarke: Kein…
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Pawlatschentheater

Pawlatschentheater aus www.aeiou.at - Video Album © Copyright: The Austrian theatre through the ages Selenophon, Österrreich, um 1934 Pawlatschenbühne in Wien "Am Hof", um 1934 Pawlatschentheater (wahrscheinlich von tschechisch "pavlac" = offener Gang), volkstümliches Alt-Wiener Stegreiftheater. Mittels Fässern und Brettern wurden meist unter freiem Himmel oder in Wirtshäusern der Wiener Vorstädte einfache Bühnen errichtet, auf denen die beliebten Volkssänger und -sängerinnen ("Pawlatschen-Primadonnen") auftraten; ab 1959 von den Wiener Festwochen mit einzelnen Veranstaltungen wiederbelebt. Hanswurst Hanswurst, derb-komische Figur des Volkstheaters und der Wanderbühnen. Nach dem Vorbild von Harlekin und Pickelhering schuf J. Stranitzky um 1710 die Figur des "Wienerischen Hans Wurst", die durch G. Prehauser und J. F. von Kurz ("Bernardon") weiterentwickelt wurde; J. J. La Roche kreierte den "Kasperl", A. Hasenhut den "Thaddädl", A. Bäuerle den Parapluiemach…
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