Robert Kronfeld

* 5. 5. 1904 Wien, † 12. 2. 1948 bei Lasham (Großbritannien, abgestürzt), Segelflugpionier. Erzielte 1929/30 mehrere Weltrekorde, Strecken- (164,51 km) und Höhenrekorde (bis 2589 m) mit den selbst gebauten Maschinen "Wien" und "Austria". Er entwarf die kronfeldsche Autowinde für Flugschleppversuche, unternahm 1929 den 1. Gebirgssegelflug (Rax), veranstaltete Großflugtage und überquerte als erster Segelflieger 1931 den Ärmelkanal in beiden Richtungen. Emigrierte 1933 nach England.
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Persönlichkeiten Wiens

ersönlichkeiten aus allen Bereichen, aus Geschichte und Gegenwart, in Wien geboren, in Wien verstorben, oder auch nur eine Zeit in Wien verbracht, Menschen die man mit Wien in Verbindung bringt, die in ihrer Art und Weise die Stadt prägten und die auch von dieser Stadt im Lauf der Geschichte geprägt wurden. Dieser Bereich pocht nicht auf Vollständigkeit - jedoch befindet er sich auch unentwegt im Aufbau. Bilder und Texte bei denen der Urheber bekannt ist, sind mit Nennung desselben und Link auf die jeweilige Site versehen. Falls bei dem einen oder anderen Bild gegen Urheberrechte verstoßen wurde, ersuchen wir Sie uns dies mitzuteilen, und wir werden die betreffenden Bilder oder Textauszüge aus der Plattform entfernen, oder mit dem jeweiligen Urhebernachweis versehen. Anregungen nehmen wir mit Dank an - office@wien-vienna.at
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Carl Michael Ziehrer

* 2. 5. 1843 Wien, † 14. 11. 1922 ebenda, Komponist. 1870-78 Militärkapellmeister; übernahm 1878-85 große Teile der straußschen Kapelle, die er erst 1903 aufgab, und 1885 die Musikkapelle des Hoch- und Deutschmeister-Regiments, mit der er 1893 bei der Weltausstellung in Chikago große Erfolge feierte; 1908-18 letzter Hofballmusikdirektor. Ab zirka 1899 konzentrierte sich Ziehrer auf die Komposition von Operetten, konnte sich jedoch gegen die neue Generation (vor allem F. Lehár) kaum behaupten. Als Tanzmusikkomponist und -kapellmeister war er einer der schärfsten Konkurrenten von J. Strauß Sohn.
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Viktor Franz Hess

* 24. 6. 1883 Schloss Waldstein (Steiermark), † 17. 12. 1964 Mount Vernon bei New York (USA), Physiker, Nobelpreisträger für Physik 1936. 1908-20 Dozent an der Tierärztlichen Hochschule und Universität sowie Assistent am Institut für Radiumforschung in Wien; begann dort mit der Untersuchung der Absorption der Gammastrahlen des Radiums in der Luft. Stellte bei Ballonfahrten 1911/12 die so genannten Höhen- oder Ultrastrahlen fest, setzte dann die Forschung in Graz (1920/21, 1923-31, 1937/38) und Innsbruck (1931-37) fort. Gründete und leitete 1921-23 in Amerika ein Forschungslaboratorium, errichtete 1931 auf dem Hafelekar bei Innsbruck eine Forschungsstation zur Beobachtung der kosmischen Höhenstrahlung. Musste 1938 Österreich verlassen und lehrte danach an der Fordham University in New York. Er entwickelte selbst ein Gerät zur Messung von Gammastrahlen und studierte die Probleme des Strahlenschutzes (Radiumverbrennungen an der eigenen Hand). Hess schuf Grundlagen für die ges…
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Oskar Kokoschka

1. 3. 1886 Pöchlarn (Niederösterreich), † 22. 2. 1980 Villeneuve bei Montreux (Schweiz), Maler, Graphiker, Dichter. Studierte an der Wiener Kunstgewerbeschule (bei A. von Kenner, C. O. Czeschka und B. Löffler), ab 1907 Mitarbeit in der Wiener Werkstätte, ab 1910 an der Zeitschrift "Sturm" in Berlin, 1919-23 Professor an der Dresdner Akademie, später ausgedehnte Reisen durch Europa, Nordafrika und den Nahen Osten. 1934-38 in Prag tätig, emigrierte von dort nach London. 1953 ließ sich Kokoschka in Villeneuve nieder. In seinem Frühwerk geprägt vom linearen Stil der Wiener Secession ("Die träumenden Knaben", Versdichtung 1908 mit eigenen Farblithographien), erlangte er besonders aufgrund seiner Mitarbeit am "Sturm" bereits früh internationale Anerkennung als bedeutender Vertreter des Expressionismus (Porträt von A. Loos, 1909; "Windsbraut", 1914). Die Farbe, die in seiner Dresdner Zeit als bestimmender Ausdrucksträger in den Vordergrund tritt ("Macht der Musik", 1920; "Selbstb…
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Karl Schäfer

* 17. 5. 1909 Wien, † 23. 4. 1976 ebenda, Eiskunstläufer. 1929-36 8-mal in ununterbrochener Serie Europameister, 1930-36 7-mal Weltmeister, Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen 1932 in Lake Placid und 1936 in Garmisch-Partenkirchen. Zwischen 1926 und 1936 7-mal österreichischer Meister im Brustschwimmen. Nach Beendigung seiner Karriere zunächst Revueläufer, dann Trainer.
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Clemens Holzmeister

* 27. 3. 1886 Fulpmes (Tirol), † 12. 6. 1983 Hallein (Salzburg), Architekt; Vater von Judith Holzmeister. Studium an der Technischen Hochschule in Wien, Professor an der Wiener Akademie der bildenden Künste (1924-38, 1954-57), Meisterschulenleiter an der Düsseldorfer Kunstakademie (1928-32), Präsident der Zentralvereinigung der Architekten und des neuen österreichischen Werkbundes (1932-38), Emigration in die Türkei (1938-54). Bedeutender Schöpfer zeichenhafter Monumental- und Sakralarchitektur, Neuinterpretation lokaler Bautraditionen zwischen inszenierter Einfachheit und expressiver Gestik, schuf auch Denkmäler und Bühnenbilder. Großer Österreichischer Staatspreis 1953, Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst 1957 und zahlreiche weitere hohe Auszeichnungen.
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Attila Hörbiger

* 21. 4. 1896 Budapest (H), † 27. 4. 1987 Wien, Kammerschauspieler; Sohn von Hanns Hörbiger, Bruder von Paul Hörbiger, ab 1935 Ehemann von Paula Wessely, Vater von Elisabeth Orth, Christiane Hörbiger und Maresa Hörbiger. 1919 Schauspieldebüt, nach Auftritten an Provinzbühnen Engagement am Theater in der Josefstadt in Wien 1928-50; große Erfolge in Berlin und bei Gastspielen am Wr. Volkstheater; 1950-75 Ensemblemitgl. des Wr. Burgtheaters. 1935-38 und 1947-50 Darsteller des "Jedermann" bei den Sbg. Festspielen. 1985 stand er als Winter in F. Raimunds "Der Diamant des Geisterkönigs" zum letzten Mal auf der Bühne. Film- und Fernsehtätigkeit. 1959 Kainz-Medaille, 1966 Grillparzer-Ring, 1971 Ehrenmitgl. des Burgtheaters, 1980 Nestroy-Ring, 1985 Raimund-Ring.
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Zita von Bourbon-Parma

* 9. 5. 1892 Villa Pianore (Italien), † 14. 3. 1989 Zizers (Schweiz), letzte Kaiserin von Österreich; heiratete 1911 den späteren Kaiser Karl I., Mutter von Otto Habsburg-Lothringen. Hatte starken Einfluss auf die Entscheidungen ihres Mannes, verursachte 1917 die Sixtus-Affäre. Nach dem Tod ihres Gatten 1922 übersiedelte sie nach Spanien, 1929 nach Belgien und 1940 nach Kanada. Sie widmete sich 1944-48 karitativer Tätigkeit, lebte ab 1962 in der Schweiz und konnte 1982 nach Österreich einreisen.
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Gerhard Bronner

* 23. 10. 1922 Wien, † 19. 1. 2007 ebenda, Komponist und Kabarettist; Vater von Oscar Bronner. Emigrierte 1938 nach Palästina und kehrte nach dem 2. Weltkrieg nach Wien zurück. 1950-61 Kabarettprogramme ("Blattl vorm Mund", "Glasl vorm Aug", "Dachl überm Kopf", "Hackl im Kreuz") mit M. Kehlmann, H. Qualtinger, C. Merz, G. Kreisler, L. Martini und P. Wehle. In den 50er Jahren Theaterleiter (u. a. "Theater am Kärntnertor"). 1979-88 Leiter des Kabaretts "Fledermaus" und des Hörfunkkabaretts "Der Guglhupf".
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