Alexander Girardi

* 5. 12. 1850 Graz (Stmk.), † 20. 4. 1918 Wien, Schauspieler. Ab 1871 am Wr. Strampfer-Theater (mit J.Gallmeyer); 1874-96 am Theater an der Wien, wo er seine größten Erfolge als 1. Jugendlicher und Gesangskomiker feierte. 1896/97 am Carltheater, 1898-1900 Charakterdarsteller am Dt. Volkstheater; Gastspiele am Theater in der Josefstadt, am Raimund-, Johann-Strauß- und Stadttheater in Wien, aber auch in Berlin, Hamburg und Dresden; 2 Monate vor seinem Tod Debüt am Wr. Burgtheater als Fortunatus Wurzel in "Der Bauer als Millionär" von F. Raimund; Charakterdarsteller von Raimunds Gestalten (Valentin) und Komiker in Operetten von J. Strauß, K. Millöcker, E. Eysler und F. Lehár; Filmtätigkeit (u. a. "Der Millionenonkel", 1913).
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Leopold I.

* 9. 6. 1640 Wien, † 5. 5. 1705 ebd., Kaiser 1658-1705, 2. Sohn Ks. Ferdinands III. Ursprünglich für den geistl. Stand bestimmt, musste L., da sein älterer Bruder Ferdinand IV. 1654 gestorben war, 1657 die Herrschaft über die Erbländer übernehmen und wurde 1658 trotz Intrigen Frankreichs zum Kaiser gewählt. Er führte für das Reich mehrere Kriege gegen Frankreich (1673-79, 1688-97), konnte aber dessen Vordringen zum Rhein nicht verhindern. Gegen die Osmanen errang R. Gf.Montecuccoli 1664 einen Sieg bei Mogersdorf-St. Gotthard, der folgende Friede von Vasvár und die Durchsetzung der Gegenreformation empörte aber die Ungarn (Magnatenverschwörung, Kuruzzenkrieg unter E.Thököly von Késmark). Zu deren Unterstützung begannen 1683 die Osmanen einen Krieg, der für sie erfolglos verlief und bis 1699 zur Eroberung von fast ganz Ungarn durch die Habsburger führte. Noch unter L. brach 1703 der Kuruzzenkrieg unter F.Rákóczi II. aus. Nach dem Aussterben der Hauptlinie der Habsburger in Spa…
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Joseph II.

* 13. 3. 1741 Wien, † 20. 2. 1790 ebd., ältester Sohn von Ks. Franz I. und Maria Theresia, 1764 röm. König, 1765 Kaiser, 1765-80 Mitregent seiner Mutter, zu der er oft in Gegensatz stand. Er setzte bei der 1. Teilung Polens 1772 die Erwerbung Galiziens durch, betrieb 1774/75 die Besetzung und Erwerbung der Bukowina und trug wesentlich zum Bayerischen Erbfolgekrieg bei (Erwerbung des Innviertels 1778/79). Durch weite Reisen lernte er die Monarchie und andere Staaten (Frankreich, Belgien, Holland, Schweiz, Süddeutschland, Italien, Russland) kennen. Ab 1780 Alleinherrscher, vollendete er ein großes Reformprogramm, das im Zeichen des aufgeklärten Absolutismus stand und u. a. folgende Veränderungen enthielt: Aufhebung der Leibeigenschaft, so weit sie noch bestand , rechtl. Besserstellung der Bauern und der Soldaten, Steuerregulierung und Ausdehnung der Besteuerung auf Adel und Geistlichkeit, Toleranzpatent für Protestanten, Griechisch-Orthodoxe und Juden, Eingriffe in kath. Einri…
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Leon Askin

Askin, Leon (eigentl. L. Aschkenasy), * 18. 9. 1907 Wien, † 3. 6. 2005 ebd., Schauspieler und Regisseur. Studierte an der Wr. Akad. f. Musik und darst. Kunst und trat bereits in den 30er Jahren international (Wien, Düsseldorf, Paris) als polit. Kabarettist hervor. Lebte ab 1938 in Paris und ab 1940 in den USA, wo er zunächst am Theater beachtliche Erfolge erzielte (Inszenierung von Goethes "Faust" am Broadway 1949) und ab 1952 als Filmschauspieler in Hollywood Karriere machte; er spielte u. a. 1960 unter der Regie von Billy Wilder in dem Film "One, Two, Three" und 1972 unter Peter Ustinov in "Hammersmith Is Out". 1994 kehrte A. nach Wien zurück. http://www.askin.at/
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Wagner-Jauregg, Julius

* 7. 3. 1857 Wels (OÖ.), † 27. 9. 1940 Wien, Psychiater, Begründer der Fiebertherapie, Nobelpreisträger für Medizin 1927. Ab 1889 Univ.-Prof. für Psychiatrie in Graz, 1893-1928 in Wien, Vorstand der I., ab 1902 auch der II. Wr. Psychiatr. Klinik, die 1905 zur "Klinik für Psychiatrie u. Neuropathologie Am Steinhof" vereinigt wurden. W.-J. erkannte bei Patienten mit bis dahin unheilbaren geistigen Erkrankungen eine vorübergehende Besserung des Zustands nach fiebrigen Krankheiten. Die Erforschung dieses Zusammenhangs wurde zu seiner Lebensaufgabe. Schon 1887 publizierte er eine Schrift über die Fiebertherapie. 1927 wurde ihm "für die Entdeckung der therapeut. Bedeutung der Malariaimpfung bei progressiver Paralyse" der Nobelpreis verliehen. Da sehr bald andere, noch wirksamere Behandlungsformen durch die Anwendung von Antibiotika entdeckt wurden, besaß die Erkenntnis von W.-J. ab den 40er Jahren nur noch hist. Wert. Von großer sozialmedizin. Bedeutung war aber die von W.-J. erfo…
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Friedrich Torberg

(eigentl. F. Kantor-Berg), * 16. 9. 1908 Wien, † 10. 11. 1979 ebd., Erzähler, Essayist, Kritiker und Übersetzer. Bis 1938 als Publizist und Theaterkritiker in Prag und Wien tätig, flüchtete über die Schweiz nach Frankreich und 1940 in die USA, wo er als Drehbuchautor in Hollywood und New York lebte. 1951 Rückkehr nach Wien; 1954 Mitbegründer und bis 1965 Hg. der Monatsschrift "Forum", Hg. der Werke von F. v. Herzmanovsky-Orlando aus dem. Nachlass ("Gesammelte Werke", 4 Bde., 1957-63). T. Bekanntheit gründet sich v. a. auf den Roman "Der Schüler Gerber hat absolviert" (1930, 1954 unter dem Titel "Der Schüler Gerber"), in dem er das Psychogramm eines Gymnasiasten bis zu dessen Selbstmord entwirft. In den beiden Erzählbänden um die "Tante Jolesch" ("Die Tante Jolesch oder Der Untergang des Abendlandes in Anekdoten", 1975; "Die Erben der Tante Jolesch", 1978) erinnert er sich pointenreich-satirisch an die versunkene Welt des jüd. Bürgertums der Zwischenkriegszeit. Ö. Ehrenzeic…
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Alexander Moissi

* 2. 4. 1879 Triest (Italien), † 22. 3. 1935 Wien, Schauspieler. 1898 von J. Kainz für das Theater entdeckt; 1898-1901 Engagement am Burgtheater, 1901-03 am Neuen Deutschen Theater in Prag, 1904 bei M. Reinhardt in Berlin. Häufig in Wien und bei den Salzburger Festspielen (1920 erster "Jedermann"). Galt in der Zwischenkriegszeit als einer der größten deutschsprachigen Schauspieler, besonders beeindruckende Darstellung "zerrissener" Charaktere in Dramen von W. Shakespeare, G. Büchner, H. Ibsen, L. Tolstoi und anderen.
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Carl Freiherr Auer von Welsbach

Auer von Welsbach, Carl Frh., * 1. 9. 1858 Wien, † 4. 8. 1929 Schloss Welsbach (Gem. Mölbling, Ktn.), Chemiker; Sohn von Alois Auer von Welsbach. Entdeckte 1885 durch die Zerlegung des Didyms 2 neue Elemente: Praseodym und Neodym. Durch die Tränkung eines Baumwollstrumpfs mit den Salzen dieser "seltenen Erden" gelang ihm die Entwicklung des "Gasglühlichts", das durch die Verwendung von Thorium und Cer verbessert und als "Auer-Glühstrumpf" 1891 patentiert wurde. Diese erfolgreichen Gasglühlichter wurden in Atzgersdorf (NÖ., heute Wien 23) hergestellt. A. v. W. befasste sich auch mit der Verbesserung der elektr. Glühlampe und entwickelte durch den Einsatz von Osmium und Wolfram die (Osram-)Metallfaden-Glühlampe. Seine dritte wichtige Erfindung war die Verwendung des Cer-Eisens für die Herstellung künstl. Feuersteine in Feuerzeugen. 1898 gründete er für die Verarbeitung von Thorium und Cer die Treibacher Chem. Werke ( Treibacher Industrie AG).
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Franz Grillparzer

* 15. 1. 1791 Wien, † 21. 1. 1872 ebd., Dramatiker, Erzähler und Lyriker. G. war wohl eine der künstlerisch vielseitigsten und menschlich widersprüchlichsten Dichterpersönlichkeiten Ö. Der Sohn des einflussreichen Wr. Rechtsanwalts Wenzel G. († 1809) und dessen Ehefrau Anna Franziska († 1819, Selbstmord), einer Schwester des Hoftheatersekretärs J. Sonnleithner, schrieb in seiner "Selbstbiographie", dass in ihm "zwei völlig abgesonderte Wesen (leben). Ein Dichter von der übergreifendsten, ja sich überstürzenden Phantasie und ein Verstandesmensch der kältesten und zähesten Art."
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Toni Fritsch

von Rapid bis Texas Cowboys Toni Fritsch wuchs bei den Großeltern in Petronell auf und war ein Fußballtalent. Er spielte ab dem 12. Lebensjahr bei Rapid. Toni Fritsch spielte 14 Jahre bei Rapid, in der Nationalmannschaft - 1965 schoss Toni beim 3:2 gegen England zwei Tore. Sie machten "Wembley-Toni" Fritsch berühmt. Mit 26 Jahren kam Toni Fritsch nach Amerika und spielte dort 14 Jahre in der Profi-Football-Liga bei den besten amerikanischen Footballklubs, zuletzt bei den Dallas Cowboys. Durch seinen entscheidenden Freekick gewann seine Mannschaft zwei Mal den Superbowle-Ring und machte ihn zur Football Legende in den USA. Fritsch zählte zu den besten Freekickern und spielte auch bei den Houston Oilers. "Seit 1985 lebe ich in Houston, komme aber oft nach Wien. Ich bin Österreicher mit Herz und Seele." Von 2002 bis 2005 war Toni Fritsch Ehrenobmann des Internetvereines Wien - Vienna. Trotz aller Erfolge, persönlicher Treffen mit Elvis Presley und allen nur denkbaren We…
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