Hansi Lang

Hansi Lang war ein österreichischer Sänger und Schauspieler. Hansi Lang wurde am 13. Jänner 1955 im Wiener Bezirk Hernals als Kind eines US-amerikanischen Besatzungsoffiziers (Albert Hicks) und einer böhmischen Mutter (Emilie Lang) geboren. Ab 1958 lebte Lang in der US-Army-Basis in Le Orme in Frankreich, ehe seine Familie 1961 – zum Beginn seiner Schulzeit – nach Wien zurückzog. Mit 13 Jahren war Lang bereits Schlagzeuger einer Amateurband. Er lernte 1975 Ludwig „Wickerl“ Adam kennen und wurde (neben Musikern wie Hans Hölzel alias Falco, Günter Mokesch oder Andy Baum) Mitglied der Hallucination Company und spielte in dieser Gruppe vorerst bis 1979. In dieser Zeit eignete er sich auch das Bass-Spiel an. Bald darauf wurde er auch als Solokünstler überregional bekannt. 2000 trat Hansi Lang in der autobiografischen Rolle als „Citizen Kain“ im Musical „Falco Cyber Show“ (Regie: Paulus Manker) im Wiener Ronacher auf. In dieser Zeit trat er auch als Sänger (seiner alt…
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Kronprinz Rudolf

Das vergeudete Leben Seine oppositionelle Intelligenz, die Art, wie er über die meisten Erzherzöge und den Hofadel urteilt, die Wahl seiner Gesellschaft - dies alles erschwert und verleidet es dem Kronprinzen, in Wien immer nur die zweite Geige zu spielen. Wie seine Mutter beginnt auch er den Hof zu meiden, läßt er seine Familie im Stich. Es ist nicht, wie man sagt, sein unbeständiges Naturell, das ihn forttreibt; er flieht aus einem Dasein, hinter dessen goldstrotzender Kulisse sich eine große Leere auftut. Es war der Wille des Kaisers, daß der Thronfolger Offizier wird. Rudolf hat ehrlich versucht, diesem Befehl zu gehorchen. Er war Oberst in Prag, dann Generalmajor, nun ist er Divisionär in Wien. Es hätte alles gut werden können, wenn er Stephanies Liebe hätte erwidern können. Doch er liebt sie eben nicht, er gibt sich kaum Mühe, sie zu verstehen. Er kann ihren Anblick nicht mehr ertragen, mittlerweile erscheint ihm seine Frau mit ihrer blassen Haut und den hellblonden …
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Gustav Klimt

* 14. 7. 1862 Wien, † 6. 2. 1918 ebd., Maler, Zeichner und Graphiker; Bruder von Ernst Klimt, Vater von G.Ucicky. Sohn eines Graveurs, bedeutender Vertreter der Wr.Secession. 1876-83 Schüler an der Wr. Kunstgewerbeschule bei J. V. Berger und F. Laufberger, ab 1879 Zusammenarbeit mit seinem Bruder und F.Matsch sen. K. führte in dieser Zeit teils dekorative, teils von H.Makart beeinflusste Gemälde für öffentl. Gebäude aus (Theater von Reichenberg 1882/83, Bukarest 1885, Rijeka 1885, Karlsbad 1886; Hermesvilla in Wien-Lainz 1885, Stiegenhäuser des Wr. Burgtheaters 1886-88, Stiegenhaus des Kunsthist. Mus. in Wien 1890/91). Nach dem Tod seines Bruders 1892 übernahm K. den Auftrag für die Deckenbilder (die Fakultäten) in der Aula der Wr. Univ. mit F. Matsch (1894). 1905 trat er von dem Auftrag zurück, nachdem die Präsentation seiner "Philosophie" und "Medizin" scharfe Proteste ausgelöst hatte. K. war 1897 Mitbegründer der Wr. Secession und bis zu seinem Austritt 1905 deren Präside…
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Anna Sacher

* 2. 1. 1859 Wien, † 25. 2. 1930 ebd., Besitzerin des Hotels S. in Wien, das unter ihrer Leitung Treffpunkt des ö. Hochadels und der Diplomatie war und sich durch bes. gepflegte Küche auszeichnete (Sachertorte). Als Zigarrenraucherin Wr. Original.
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Elfi von Dassanowsky

Ab 27. 3. 1896 wurden Aufnahmen der Brüder Lumière in Wien vorgeführt, zunächst in der franz. Botschaft, dann öffentl. in Wien 1, Kärntner Str. 45. Die kurzen Dokumentarfilme von ein paar Minuten Länge erweckten nicht nur Aufmerksamkeit beim zahlenden Publikum (darunter am 17. 4. 1896 auch Ks. Franz Joseph), sondern animierten auch ö. Experimentier- freudige zur Stummfilmproduktion als neuer Kunst. Zunächst wurden ausländ. F. von Wanderkinos (darunter J. Agostini, J. Bläser, L. u. A. Geni, K. Lifka) und einigen ständigen Kinos (1903 gab es 3 in Wien) präsentiert; 1908 gilt als Geburtsjahr des ö. Spielfilms, als der Fotograf A. Kolm gem. mit dem Schauspieler H. Hanus den nicht mehr erhaltenen Streifen "Von Stufe zu Stufe" hergestellt haben soll. Die von Kolm 1910 gegr. "Erste Ö. Kinofilm-Ind." (später "Wr. Kunstfilm-Ind. Ges. m. b. H.") drehte den ersten ö. Dokumentarfilm, die erste ö. Wochenschau sowie Spielfilme (u. a. "Die Ahnfrau", 1910; "Der Müller und sein Kind", 1911). …
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Peter Alexander

Alexander, Peter (eigentlich P. A. Neumayer), * 30. 6. 1926 Wien; † 12. 2. 2011 ebenda, Schauspieler, Sänger und Entertainer. Studierte am Reinhardt-Seminar, spielte dann am Wiener Bürgertheater, am Theater in der Josefstadt (Wien) sowie am Kabarett Simplicissimus (Wien); 1952-72 44 Kinofilme (unter anderem "Im Weißen Rößl", 1960; "Die Abenteuer des Grafen Bobby", 1961; "Saison in Salzburg", 1961; "Die Fledermaus", 1962; "Charleys Tante", 1963); Schallplatten (über 120 LPs), ab 1952 regelmäßige Fernsehauftritte, ab 1969 eigene Fernsehshow. Die offizielle Homepage von Peter Alexander. Bereits während seiner Schulzeit zeigte sich Peter Alexanders Hang zum Parodieren. Nach dem Besuch der Volksschule wechselte er auf das Humanistische Gymnasium im 18. Wiener Gemeindebezirk, das er vorzeitig verlassen musste. Daraufhin schickte ihn sein Vater nach Znaim, wo Alexander 1944 die Matura ablegte. 1944 wurde er Flakhelfer, kam danach zum Arbeitsdienst nach Breslau und meldete sich a…
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Josef Engelhart und die Kunst seiner Zeit

Vorstadt und Salon Er war ein Meister aller Klassen: ein grandioser Kolorist, dessen sinnliche und effektvolle Malerei das Wiener Publikum begeisterte. Heute ist Josef Engelhart (1854-1941) ein weitgehend Unbekannter. Doch um 1900 war er nicht nur einer der erfolgreichsten österreichischen Maler, sondern auch - gemeinsam mit Gustav Klimt und Carl Moll - Gründer der Wiener Secession, deren internationale Ausrichtung er wesentlich vorantrieb. Der Sohn eines Fleischhauers aus Erdberg studierte in Wien und München, ehe ersieh 1891/92 in Paris mit der aktuellen französischen Kunst auseinandersetzte. Nach dieser kurzen Phase des Experiments kehrte der kompromisslose Verfechter des Naturalismus in seine Heimatstadt Josef Engelhart im Salon, nach 1900, Fotografie aus Privatbesitz zurück, um sich in drastisch-realistischen Bildern dem ärmlichen Leben in den Vorstädten zu widmen. Abseits der „bildwürdigen" Salons fand er hier seine Motive. Mit unverwechselbaren „WienerTypen…
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Broncia Koller

Boris Manner (Hg.) Christian Brandstätter Verlag „Wir sehen sie bei Philippi gewiss wieder..." Zur Karriere von Broncia Koller Anlässlich ihrer Beteiligung an der Weihnachtsausstellung im Künstlerhaus 1893 wollte ein Kritiker, in dem nur Ludwig Hevesi vermutet werden kann, die junge Broncia Pinell dezidiert zur „Wiener Zukunft" gezählt wissen. Seine Besprechung schloss er mit der hoffnungsvollen Metaphorik von Philippi, was ebenso als ein Hinweis auf den Schwierigkeitsgrad der prognostizierten Karriere wie auf deren Uneinlösbarkeit gedeutet werden könnte. Tatsächlich aber konnte sich Broncia Koller, nachdem sie 1903 mit ihrer Familie wieder nach Österreich zurückgekehrt war, bald gut positionieren. Von 1908 bis 1916 stellte sie regelmäßig aus. Anlässlich ihrer Personale mit Heinrich Schröder 1911 bei Miethke nahm sie Bertha Zuckerkandl als „vollblütige freudige Künstlernatur" wahr, die gleichwohl auch eine kluge Strategin sein musste, wenn sie sich an der Männerwelt d…
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Ferdinand Georg Waldmüller

Es waren die Genrebilder, die Ferdinand Georg Waldmüller in der Nachwelt populär gemacht haben, und es sind die Genrebilder, woran heute immer noch gedacht wird, wenn der Name Waldmüller fällt. Diese Einschränkung ist jedoch verhängnisvoll, denn sie vermittelt ein einseitiges Bild von den Leistungen des Künstlers, zumal seine Genremalerei nicht immer auf Wohlwollen traf. Schon 1907 kämpfte Arthur Roessler für die Neubewertung Waldmüllers, indem er dessen Porträt- und Landschaftsbilder besonders hervorhob, die Genrebilder aber ablehnte, da sie seiner Meinung nach nicht die „wertgrädigsten Arbeiten" des Meisters seien. Demnach war man auch vor hundert Jahren von den allerliebst lachenden Bauernkindern, die wie kleine Derwische unbeschwert durchs Bild wehen, verstört und übersah dabei, dass diese Szenen nicht um ihrer selbst willen gemalt worden sind, sondern auch als soziologische Studie verstanden werden können. Verblüffenderweise ist diese Fehleinschätzung bisweilen auch heu…
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Hieronymus Löschenkohl

Schneller als die Zeit erlaubt Wie andere Kupferstecher, hielt Hieronymus Löschenkohl aktuelle Ereignisse in Bildern fest. Der entscheidende Unterschied bestand in der verblüffenden Geschwindigkeit, mit der er produzierte. Gepaart mit Idee, Witz und Geschäftssinn bildete sie die Grundlage seiner Originalität. Er war umtriebiger Bilderproduzent und brachte die „News“ seiner Zeit unters Volk, hatte beste Kontakte zum Kaiserhaus und einen untrüglichen Geschäftssinn: Hieronymus Löschenkohl begann 1780 als Graveur in Wien und wurde mit Silhouetten von berühmten Zeitgenossen wie Mozart oder Haydn stadtbekannt. Seine bunt kolorierten Stiche „berichteten“ vom Totenbett Maria Theresias, von Revolutionen und Kriegen, von adeligen Festen und sonstigem Spektakel. Er produzierte Kalender, verkaufte bedruckte Tapeten, Knöpfe und Fächer, sorgte mit Gesellschaftsspielen für Unterhaltung Löschenkohls Themen Bildreporter der Tagespolitik Löschenkohl richtete die Produktion seiner Bi…
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