Prachtvolle Bilddokumente

Prachtvolle Bilddokumente Zu den wichtigsten und prachtvollsten Bildquellen der Geschichte Wiens zählt die "Sammlung von Aussichten der Residenzstadt Wien", die ab 1779 im Verlag Artaria erschien. Es handelt sich dabei um 57 kolorierte Umrissradierungen, gezeichnet und gestochen von Carl Schütz, Johann Ziegler und Laurenz Janscha. Vor allem die Erstausgaben sind Höhepunkte der Wiener Grafikgeschichte. Als Zeitfenster für Wien um 1800 sind die Veduten von unschätzbarem Wert. Denn mit jedem der „perspectivischen Prospecte“ erschließt sich dem Betrachter ein Teil des lebendigen Stadtorganismus. Wien hatte gerade einen enormen Wachstumsschub hinter sich: Die Einwohnerzahl war von 80.000 (um das Jahr 1700) auf über 230.000 im Jahr 1790 gestiegen. Die Stadt breitete sich nun fast flächendeckend bis zum Linienwall, dem heutigen Gürtel, aus. Mitwachsen mit der Zeit Neue prächtige Gebäude wurden auf den Wien-Ansichten von Artaria ebenso dokumentiert wie soziale Einrichtungen (et…
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Odeontheater

Theater Verein Odeon A 1020 Wien, Taborstrasse 10 +43-(0)1- 216 51 27 +43-(0)1- 214 55 62 - 22 odeon@odeon-theater.at Theater ist eine Kunst des Augenblicks. Wenn das Bühnenlicht nach einer Vorstellung erlischt, dann ist etwas Unwiederholbares zu Ende gegangen. Am nächsten Abend sehen wir vielleicht dieselbe Geschichte, aber alle haben sich und alles hat sich verändert.
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Buchpräsentation im Palais Niederösterreich

Wien, 16. März 2006. Im Rittersaal des Palais Niederösterreich wurden heute zwei Neuerscheinungen des Christian Brandstätter Verlages mit dem Schwerpunkt Niederösterreich präsentiert. Links oben: Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll beim Interview Oben: Autor Ing. Dkfm. Gerhard Wasshuber beim Signieren Links: Verlagsleiter Dr. Christian Brandstätter im Gespräch Bilder: © Citype 2006 - Michael Waltner Die Wienerwaldklöster Klosterneuburg, Heiligenkreuz, Klein-Mariazell und ihre Umgebung Der Bild- und Textautor Ing. Dkfm. Gerhard Wasshuber sieht die Wienerwald-Klöster als Kulturträger ihrer Region, und so präsentiert er ihre Entstehung und Geschichte in diesem Bildband in einer herausragend guten Qualität. Im Mittelalter wurden die drei Klöster, im Jahre 1114 Klosterneuburg, 1133 Heiligenkreuz und 1136 Klein-Mariazell, vom niederösterreichischen Landespatron Leopold III. gegründet. In diesem Band werden die Klöster und die Landschaft, in die sie eingebettet sind,…
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Udo Proksch – Der Networker

Die Dominanz der SPÖ bedeutete auch - trotz des Verlusts der absoluten Mehrheit und einer Koalition mit der FPÖ ab 1983 - absolute Macht - und die korrumpiert. Etliche Großskandale bestimmten die frühen Achzigerjahre: Im Zusammenhang mit dem Bau des Allgemeinen Krankenhauses wurden Provisionskonten in Liechtenstein entdeckt und Manager verurteilt. In der Not der Verstaatlichten Industrie verkaufte die Voest so genannte „Noricum“-Kanonen an die Krieg führenden Länder Iran und Irak. Der Skandal aber, der am tiefsten in ein Geflecht aus Parteiprominenz, Schickeria und Halbwelt reichte, war nach einem unscheinbaren Frachtschiff benannt: „Lucona". Die ging - gemeinsam mit sechs Matrosen - und einer angeblich wertvollen Fracht durch eine Explosion im Indischen Ozean unter. Begünstigter der Versicherung war Udo Proksch, ein Werbekreativer, Besitzer der Hofzuckerbäckerei „Demel", Waffennarr, Frauenverzehrer, Journalistenfreund, Begründer des „Club 45" im Demel, in dem sich allerle…
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Wiener Konzerthaus

Geschichte des Wiener Konzerthauses Das Wiener Konzerthaus genießt als Veranstaltungsort einen einzigartigen Ruf, der sich auf drei Verdienste gründet: Sich mit der Tradition lebendig auseinanderzusetzen, durch ein mutiges Programmangebot neue Publikumsschichten zu erschließen und offen zu sein für neue Entwicklungen. Diese Tugenden begleiten das Konzerthaus seit seinen Anfängen. Ein Haus für alle Als man 1890 in Wien von einem zukünftigen Haus für Musikfeste träumte, plante man einen Mehrzweckbau, der breite Bevölkerungsschichten ansprechen sollte – im Unterschied zum traditionsreichen Musikverein. Die erste Idee kam von dem Architekten Ludwig Baumann: Sein «Olympion» sollte Räume für Konzerte, Eislaufverein und Bicycleclub enthalten und in einer Freiluft-Arena insgesamt 40.000 Menschen Platz bieten. Der Plan zerschlug sich, sein Anliegen aber lebte fort, denn das Konzerthaus, dessen Bau im Dezember 1911 begann, wurde von demselben Ludwig Baumann gemeinsam mit den berü…
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Wien im Bild

Fotobildbände des 20.Jahrhunderts Autor: Michael Ponstingl Christian Brandstätter Verlag Albertina - Wien Nach Jahrzehnten wissenschaftlicher Vernachlässigung hat den Fotobildband eine Dynamik des Rückblicks erfasst, die sich geradezu als Konjunktur ausnimmt. Zum einen sind in den letzten Jahren einige Sachbücher zum Thema erschienen, die beanspruchen, die maßgeblichen Titel zu versammeln. Sie alle umweht ein wenig das Pathos, kanonisch wirken zu wollen. Hinzugesellen könnten sich simplere, namentlich wertbildende Interessen, bedenkt man, dass so mancher Herausgeber selbst Sammlungen von „photobooks“ besitzt. Zum andren mehren sich monografische Publikationen, die stärkere Sensibilität für denjenigen Kontext aufbringen, in dem die Fotografien ursprünglich veröffentlicht wurden. Hier bekommt man dann ganze Zeitungsseiten oder Doppelseiten von abgeriebenen Büchern zu sehen. Was sogleich auffällt, ist der zumeist unbefangene Umgang mit dem Begriff „Bildband“ oder einem…
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Mozarts letzter Weg

I. Bezirk (Innere Stadt), Kreuzkapelle an der nordöstlichen Wand des Stephansdoms, Stephansplatz. Der größte aller mit Wien in Verbindung stehenden Komponisten war zweifellos der in Salzburg geborene Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791). Das gilt jedenfalls in Bezug auf sein äußerst fruchtbares Schaffen (etwa 626 Einzelwerke) in allen musikalischen Sparten, darunter Opern, Symphonien und Konzerte. Nachdem er mit acht Jahren bereits viele Länder Europas bereist hatte, schien der Begriff „Wunderkind“ wie auf ihn gemünzt. Zahllose Bücher sind über diesen Komponisten geschrieben worden, und auch heute noch ist sein Bild allgegenwärtig, von Süßigkeiten, etwa den Mozartkugeln, bis zu den Ticketverkäufern im Rokokokostüm. Mozart, dessen Leben so ausführlich dokumentiert ist, ist der einzige bedeutende Komponist (neben Vivaldi), dessen letzte Ruhestätte man nicht genau kennt. Er kam 1781 nach Wien, weil er hier bessere Arbeitsmöglichkeiten erhoffte, und entschied sich zum Blei…
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Uhrenmuseum

Das Uhrenmuseum zählt zu den bedeutendsten Sammlungen seiner Art in ganz Europa. Das 1921 im Zentrum Wiens eröffnete Museum ist in einem stilvollen Altwiener Gebäude untergebracht, das noch auf spätmittelalterliche Grundmauern zurückgeht. Zu jeder vollen Stunde erfüllt das Schlagen, Läuten und Spielen zahlreicher in Takt gehaltener Uhren die drei Stockwerke. Dem Publikum erschließt sich die Entwicklung der Zeitmessung und der Uhrentechnik vom 15. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Unterschiedlichste Uhrentypen internationaler Provenienz sind zu sehen. Bilderuhren mit versteckten Ziffernblättern überzeugen durch ihre Raffinesse. Die astronomische Kunstuhr von David Cajetano ist eine Sensation des 18. Jahrhunderts mit zahlreichen technischen Feinheiten. Kommodenstanduhren mit reichem figuralem Schmuck verweisen u.a. auf die Uhr als gesellschaftliches Statussymbol. In exquisiten Beispielen sind Wiener Biedermeier und Belle Epoque repräsentiert. Ein Besuch des Uhren…
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Karlsplatz – am Puls der Stadt

Erstklassige Kunst & innovative 3-D-Animationen "Am Puls der Stadt" war die umfangreichste stadthistorische Ausstellung, die das Wien Museum in den vergangenen Jahren konzipierte, in ihrer Bedeutung vergleichbar mit der Schau "Alt-Wien" im Künstlerhaus (2004). "Eine Ausstellung als Fortsetzungsgeschichte, über zwei Jahrtausende hinweg", so Wolfgang Kos, Direktor des Wien Museums. Aufwändig gestaltete innovative 3-D-Computer-Animationen und Modelle begleiteten die Zeitreise. 2000 Jahre in 12 Zeitschnitten Ein Gang durch die Ausstellung In zwölf Zeitschnitten wurden die permanenten Veränderungen des vielschichtigen Areals unter unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten und Fragestellungen dargestellt: von der frühen Aulandschaft über die Türkenbelagerung von 1529 bis zu U-Bahnbau und heutiger Situation. Motto: "Es gibt viele Karlsplätze". Ein wichtiges Gestaltungs- und inhaltliches Element waren "Zeitschleusen", die als Verbindungs- und Passagenräume zwischen den …
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Eroicahaus

Ludwig van Beethoven (1770 - 1827) wohnte im Sommer 1803 im Wiener Vorort Oberdöbling, der damals von Feldern, Gärten und Weinbergen umgeben war. Wie viele wohlhabende Wiener Bürger verbrachte er die Sommerfrische vor den Toren der Stadt. Hier entstand zwischen Mai und November 1803 ein großer Teil von Beethovens 3. Symphonie, der „Eroica“. Das Werk begründete Beethovens Ruf als Revolutionär der Musik. Es übertrifft alle seine bisherigen Kompositionen an Länge wie auch an Kühnheit und Ideenreichtum. Ursprünglich Napoleon Bonaparte gewidmet, machte Beethoven die Widmung rückgängig, als er im Dezember 1804 von der Kaiserkrönung des bisherigen Ersten Konsuls von Frankreich erfuhr. Mit Widmungen seiner Kompositionen an die meist hochadeligen Gönner pflegte er seinen Dank für die finanzielle Unterstützung auszusprechen. So war die Waldstein-Sonate, die Klaviersonate op. 53, seinem Förderer Ernst Graf Waldstein (1762 - 1823) zugedacht. Mit dem Tripelkonzert op. 56 (für Violine, Vi…
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