Albertina

Geschichte der Albertina Herzog Albert, 1738 als Sohn des Kurfürsten Friedrich August von Sachsen geboren, heiratet in den 60er Jahren des 18. Jahrhunderts Marie-Christine, die Lieblingstochter Maria Theresias, und wird Statthalter von Ungarn. Es ist die Mitgift von Marie-Christine, die Herzog Albert jenen materiellen Wohlstand sichert, ohne den seine spätere Sammlungstätigkeit nicht denkbar gewesen wäre. Im Juli 1776 übergibt der genuesische Kunstkenner und österreichische Gesandte Giacomo Conte Durazzo dem Herzogspaar in Venedig etwa eintausend Kunstwerke. Mit dieser Übergabe überreicht Conte Durazzo die Gründungsurkunde der Albertina, den Discorso Preliminare, in dem er nicht nur das Gliederungssystem der zukünftigen Sammlung darlegt, sondern auch das Prinzip des überzeugten Aufklärers niederschreibt: er wolle für die Nachwelt eine Sammlung schaffen, die höheren Zwecken dient, als andere es tun: Nicht Amusement und Repräsentationswille, sondern Bildung und Kraft zur Sittl…
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Stephansdom

Sitz des Erzbischofs (Kardinals) von Wien, eines der bedeutendsten Bauwerke der mitteleurop. Hoch- und Spätgotik, monumentales Beispiel der süddt.-ö. Staffelkirche, Wahrzeichen Wiens. Charakterist. sind die selbständige seitl. Stellung der Türme, die Einbeziehung der roman. W-Fassade, der hochgot. Hallenchor und das mächtige Steildach mit bunter Ziegelmusterung.   Geschichte 1147 Die erste romanische Kirche - von Passau aus gegründet (daher Patrozinium: Erzmärtyrer Hl. Stephanus) - wird geweiht. Sie liegt in einem Viertel neuer Ansiedlungen von Kaufleuten, das in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts in die Stadtbefestigung einbezogen wurde (das ist der Teil zwischen Singerstraße und Wollzeile, der Straße nach Ungarn). Sie liegt außerhalb, südöstlich, des ältesten Stadtbereiches des römischen Kastells, Vindobona. Dieser Bau war in seinen Ausmaßen bereits eine große, basilikale Anlage, der bei seiner Vollendung schon den Grundriss der Heidentürme im Wes…
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Johann-Nepomuk-Kirche

Die Johann-Nepomuk-Kirche ist eine römisch-katholische Pfarrkirche im 2. Wiener Gemeindebezirk Leopoldstadt: Die Pfarrkirche wurde zwischen 1841 und 1846 errichtet und dem heiligen Johannes Nepomuk geweiht. Die Hauptfront der Johann-Nepomuk-Kirche liegt an der Praterstraße, wobei sich das Kirchengebäude zwischen der Nepomukgasse und der Rotensterngasse befindet. Die Johann-Nepomuk-Kirche geht auf ein Muttergottesbild zurück, das im Haus Jägerzeile Nr. 7 in privater Andacht verehrt wurde. Die Kopie des Gnadenbildes Maria Pötsch in St. Stephan, auch „Rosa Mystica in der Jägerzeile“ genannt, überstand 1729 einen Brand unversehrt und wurde deshalb in Folge als wundertätig verehrt. Das Gnadenbild wurde an einem Baum angebracht, wobei in der Folge eine hölzerne Kapelle darüber errichtet wurde. Nachdem die Einwohner der Jägerzeile zwischen 1730 und 1731 von einer Seuche verschont geblieben waren und das Bild zudem 1734 einen schweren Sturm überstand, der den Baum zersplitterte, sti…
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Ringstraße

Ringstraße (volkstüml. "Ring"), Wr. Prunkstraße rund um die Innere Stadt (an 3 Seiten, im NO ergänzt durch den Kai am Donaukanal). Aufgrund der Entschließung von Ks. Franz Joseph I. vom 20. 12. 1857 anstelle der alten Befestigungs- und Verteidigungsanlagen (Basteien und Glacis) im Zuge der Stadterweiterung erbaut. In einer internat. Konkurrenz siegten 1858 die 3 Projekte von L. C. F. Förster, A. Sicard v. Sicardsburg, E. van der Nüll und F. Stache. Die in ihrer großzügigen städtebaul. Konzeption einmalige R. ist 6,5 km lang, 57 m breit, hat 2 Alleen und wurde am 1. 5. 1865 eröffnet. Die zwischen 1869 und 1888 fertiggestellten Monumentalbauten entlang der Ringstraße stammen von Sicard v. Sicardsburg und van der Nüll (Staatsoper), G. Semper und C. Hasenauer (Naturhistorisches und Kunsthistorisches Museum, Burgtheater und die Neue Burg), H. Ferstel (Votivkirche, Neue Universität, Mus. und Akad. für angew. Kunst), T. Hansen (Börse, Parlament, Akad. der bild. Künste, ehem. H…
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Volksgarten

Der Volksgarten liegt auf einem Areal, auf dem sich früher in erster Linie Festungsanlagen befanden. Von 1596 bis 1597 wurde auf der östlichen Seite des heutigen Parks eine Kurtine erbaut, auf der südlichen 1639 die Burgschanze. Diese wurde 1809 von den Franzosen gesprengt und später abgetragen. Durch den Bau der Hornwerkskurtine von 1817 bis 1821 an der Seite der heutigen Ringstraße kam das Gebiet innerhalb der Stadt zu liegen. Darin wurde ein Park angelegt, der ursprünglich als Privatgarten für die Erzherzöge gedacht war, doch auf Vorschlag der Hofgartenverwaltung der erste öffentliche zugängliche Park in Hofbesitz wurde. Ab 1825 war die Bezeichnung Volksgarten gebräuchlich. Verantwortlich für das Konzept des Garten war Ludwig von Remy, die gärtnerische Gestaltung erfolgte durch den Hofgärtner Franz Antoine dem Älteren. Die streng geometrische Form der Wege erleichterte auch die Überwachung der Besucher. In der Mitte der Anlage wurde von 1819 bis 1823 nach E…
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Jüdisches Museum Wien

Nach seiner Renovierung präsentiert sich das Jüdische Museum Wien als offenes Haus und als Ort der seinandersetzung mit der jüdischen Geschichte, Religion und Kultur. Es werden neue Sichtweisen auf das Judentum aufgezeigt und Menschen aller Kulturen und Generationen zum Dialog eingeladen, ermutigt Fragen zu stellen und am kreativen Prozess teilzunehmen. Die Sammlungen werden im Schaudepot des Museum vorgestellt und in einen historischen Zusammenhang gestellt - mit den Orten, aus denen die Objetke stammen, den Synagogen oder den Sammlern. Die großen Sammlungen des Jüdischen Museums sind nun im Schaudepot neu geordnet und kontextualisiert zu erleben. Zu sehen sind die Sammlung des ersten Jüdischen Museums, die Sammlung der Israelitischen Kultusgemeinde - Überreste einer einstmals großen und blühenden Gemeinde in Wien und in den Bundesländern, die Neuerwerbungen des Jüdischen Museums seit den frühen 1990er Jahren, die erworbenen und gestifteten Privatsammlungen Berger, Sc…
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Spitalskapelle der Barmherzigen Brüder Wien

Die Kapelle als tonnengewölbter Raum mit Apsis im 2. Obergeschoß in der Großen Mohrengasse mit einer Orgelempore hat ein Glasfenster hl. Johannes von Gott heilt die Kranke, darüber ein Glasfenster hl. Familie, 1949 wiederhergestellt von der Glasmalerwerkstatt Geyling. Eine der ältesten kunstgewerblichen Werkstätten Österreichs und die älteste in ihrem Metier, ist die Glasmalerei „Carl Geyling’s Erben“ in Wien. 1841 vom k.k. Hofglasmaler Carl Geyling an der Windmühlgasse 28 im 6. Bezirk Mariahilf gegründet, erlangte die Firma über die Grenzen Österreichs hinausgehende Bekanntheit. Als Ende der 1890er Jahre aus den Wohnungen die verdunkelten „altdeutschen“ Verglasungen verschwanden, war die Glasmalerei „Carl Geyling’s Erben“ die erste, welche moderne Fenster schuf, die dem Lichtbedürfnis der Stadtwohnungen angepasst waren. Bei ihnen war alles vermieden, was die Lichtzufuhr hinderte, trotzdem aber bildeten sie einen Schmuck der Fensteröffnungen; tausende solcher Fenster…
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Belvedere

Schloß Belvedere steht angeblich auf den Fundamenten eines römischen Standlagers, das hier aus strategischen Gründen errichtet worden war. 1693 erwarb Prinz Eugen von Savoyen Acker-und Weingartengründe zwischen dem heutigen Rennweg und dem heutigen Gürtel. Um 1700 begann Johann Lukas von Hildebrandt mit der Errichtung eines Gartenpalastes (Unteres Belvedere), dessen im französischen Stil angelegter Park mit großen Wasserbassins, einer Orangerie mit kostbaren ausländischen Pflanzen und einer Menagerie ausgestattet war. Prinz Eugen war ein großer Tierliebhaber, und manche Tiere seiner Sammlung ließen sich ausschließlich von ihm selbst füttern. 1720 faßte der Prinz den Plan, das Sommerschloß durch einen weiteren Schloßbau auf der Anhöhe des Gartens zu ergänzen. Die 1721 von Johann Lukas von Hildebrandt begonnenen Arbeiten waren bereits 1724 abgeschlossen. Das Obere Belvedere diente im Gegensatz zum Unteren ausschließlich repräsentativen Zwecken und war nie zum Wohnen geda…
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Karlskirche

Die bedeutendste Barockkirche Wiens wurde 1716 bis 1722 von Johann Bernhard Fischer von Erlach begonnen und 1723 bis 1739 von seinem Sohn Joseph Emanuel vollendet. Die mächtige Kuppel der Kirche (72 m hoch) gehört zu den beherrschenden Elementen des Wiener Stadtbildes. Einem Gelübde Kaiser Karls VI. anlässlich der schrecklichen Pestepidemie verdankt Wien eines seiner prachtvollsten Gotteshäuser. Der Hochbarockbau Johann Bernhard Fischer von Erlachs, nach dem Tod des Meisterarchitekten von dessen Sohn Joseph Emanuel bis 1739 vollendet, stellt auch ein Monument imperialer Machtentfaltung der Habsburger dar. Hinter dem von einem gewaltigen Säulenpaar flankierten Eingangsbau in Form eines griechischen Tempels erhebt sich die 72 m hohe Kuppel nach dem Vorbild des römischen Barock. Bedeutende Barockkünstler wirkten bei der Augestaltung des Kircheninneren mit, unter ihnen Johann Michael Rottmayr, Sebastiano Ricci und Lorenzo Matielli. Der Platz vor der Kirche wurde in den …
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Österreichische Nationalbibliothek

Die Österreichische Nationalbibliothek ist mit über 8 Millionen Büchern und Objekten die größte Bibliothek Österreichs. Sie ist neben einem modernen, dienstleistungsorientiertem Kompetenzzentrum auch beliebter Treffpunkt für Forschende und Studierende. Neben den über 3,6 Millionen Büchern sind es besonders die acht Sondersammlungen mit ihren einzigartigen Objekten, wie Handschriften, Fotos, Landkarten, Globen, Inkunabeln, Musikautographen uvm., die den internationalen Rang begründen. Geschichte der Österreichischen Nationalbibliothek Die Geschichte der Österreichischen Nationalbibliothek reicht bis ins Jahr 1368 zurück, aus dem das erste nachweisbare, noch heute in der Bibliothek vorhandene Buch, das so genannte "Evangeliar des Johannes von Troppau", eine mittelalterliche Prachthandschrift, stammt. Die Geschichte der Bibliothek als eigenständige Institution begann 1575 mit der offiziellen Bestellung des ersten kaiserlicihen Bibliothekspräfekten. Die "Nationalbibliothek"…
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